Iran, Tötung

Irans Verteidigungsminister hat nach der Tötung eines Anführers der islamistischen Hamas im Libanon vor weiteren Spannungen im Nahen Osten gewarnt.

03.01.2024 - 11:40:10

Iran: Tötung von Hamasvertreter erzeugt mehr Spannungen in Nahost

Die Störung des Gleichgewichts in der Region werde sicher Konsequenzen haben, sagte Brigadegeneral Mohammed-Resa Aschtiani am Mittwoch vor einer Kabinettssitzung in Teheran. Verantwortlich sei vor allem die US-Politik. "Der Rauch bläst in ihre eigenen Augen", sagte Aschtiani.

Am Dienstagabend wurde der Hamas-Vize, Saleh al-Aruri, bei einem Angriff in Libanons Hauptstadt Beirut getötet. Er ist der ranghöchste Hamas-Anführer, der seit Beginn des Gaza-Krieges am 7. Oktober getötet wurde. Die Hamas gab umgehend Israel die Schuld. Israel kommentiert keine Berichte über mutmaßliche Angriffe oder gezielte Tötungen im Ausland.

Teheran machte ebenfalls seinen Erzfeind Israel für die mutmaßliche Attacke verantwortlich. "Die böswilligen Aktivitäten der Terrormaschinerie dieses Regimes (Israel) in anderen Ländern sind eine echte Bedrohung für den Frieden und die Sicherheit", schrieb Irans Außenminister Hussein Amirabdollahian auf der Online-Plattform X, ehemals Twitter.

Unterdessen wies die Islamische Republik erneut den Vorwurf zurück, für Angriffe schiitischer Milizen auf US-Stützpunkte in Syrien und im Irak verantwortlich zu sein. "Iran ist nicht für die Handlungen von Einzelpersonen oder Gruppen in der Region verantwortlich", hieß es in einem Brief an den UN-Generalsekretär und den UN-Sicherheitsrat, wie die staatliche Nachrichtenagentur Irna berichtete.

@ dpa.de