KONJUNKTUR, Uhr

GESAMT-ROUNDUP: Israel berät über Antwort auf Iran-AngriffTEL AVIV - Während Israel nach dem beispiellosen Großangriff des Iran weiter über mögliche Gegenschläge berät, mehren sich die Aufrufe internationaler Partner zu Zurückhaltung.

15.04.2024 - 17:05:04

dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 15.04.2024 - 17.00 Uhr

GESAMT-ROUNDUP: Israel berät über Antwort auf Iran-Angriff

TEL AVIV - Während Israel nach dem beispiellosen Großangriff des Iran weiter über mögliche Gegenschläge berät, mehren sich die Aufrufe internationaler Partner zu Zurückhaltung. Bundeskanzler Olaf Scholz forderte Israel am Montag zur Deeskalation auf. Auch die USA als wichtigster Partner des jüdischen Staates mahnten Medienberichten zufolge an, "sorgfältig und strategisch über die Risiken einer Eskalation nachzudenken". Indes sieht sich Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu mit Forderungen aus seiner Regierung zu schnellem und hartem Handeln konfrontiert.

ROUNDUP: Irans Außenminister spricht mit Borrell und Amtskollegen

TEHERAN - Irans Außenminister hat im Gespräch mit mehreren Amtskollegen den Großangriff seines Landes auf Israel als "legitime Verteidigung" bezeichnet. In einem Telefonat mit dem EU-Außenbeauftragten Josep Borrell kritisierte Hussein Amirabdollahian erneut den mutmaßlich israelischen Angriff auf Irans Botschaftsgelände in Syrien Anfang April, wie sein Ministerium am Sonntag mitteilte. Nach Untätigkeit der UN hätte Iran "keine andere Wahl (gehabt), als das zionistische Regime im Rahmen der legitimen Verteidigung zu bestrafen", hieß es weiter.

USA: Umsatz des Einzelhandels steigt stärker als erwartet

WASHINGTON - Die Umsätze des Einzelhandels in den USA sind im März stärker gestiegen als erwartet. Die Erlöse kletterten im Vergleich zum Vormonat um 0,7 Prozent, wie das Handelsministerium am Montag in Washington mitteilte. Analysten hatten im Schnitt nur mit einem Anstieg um 0,4 Prozent gerechnet.

USA: Industriestimmung hellt sich nur leicht auf - Empire-State-Index

NEW YORK - Die Industriestimmung im US-Bundesstaat New York hat sich im April nur leicht aufgehellt. Der Empire-State-Index stieg von minus 20,9 Punkten im Vormonat auf minus 14,3 Punkte, wie die regionale Notenbank von New York am Montag mitteilte. Analysten hatten im Schnitt einen deutlicheren Zuwachs auf minus 5,2 Punkte erwartet. Der regionale Stimmungsindikator liegt damit immer noch klar unter der Nulllinie und signalisiert einen Rückgang der wirtschaftlichen Aktivität.

USA: NAHB-Hausmarktindex bleibt stabil

WASHINGTON - Die Stimmung auf dem US-Häusermarkt ist im April stabil geblieben. Der NAHB-Hausmarktindex verharrte bei 51 Punkten, wie die National Association of Home Builders (NAHB) am Montag in Washington mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit der Stagnation gerechnet. Zuvor war der Indikator vier Monate in Folge gestiegen. Höher lag die Kennzahl zuletzt Mitte vergangenen Jahres.

GESAMT-RUNDUP/Scholz in China: Warnung vor Dumping - Cannabistipps für Studenten

SHANGHAI - Faire Wettbewerbsbedingungen für die deutsche Wirtschaft und keine militärische Unterstützung Russlands für den Angriffskrieg gegen die Ukraine: Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) geht mit klaren Forderungen in sein Gespräch mit Chinas Präsident Xi Jinping an diesem Dienstag. Es dürfe kein Dumping und keine Überproduktion geben, verlangte der Kanzler am Montag in der Wirtschaftsmetropole Shanghai. Und er warnte davor, Moskau mit Produkten zu versorgen, die sowohl militärisch als auch zivil nutzbar sind. Er werde darauf hinweisen, dass Russland einen Eroberungskrieg gegen die Ukraine führe, "und genau darauf bestehen, dass niemand mithelfen darf, dass das gelingt".

ROUNDUP/Trump vor Gericht: Erster Strafprozess gegen Ex-Präsidenten gestartet

NEW YORK - Erstmals in der Geschichte der Vereinigten Staaten hat ein Strafprozess gegen einen ehemaligen US-Präsidenten begonnen. Das zuständige Gericht eröffnete den Prozess gegen Donald Trump im Zusammenhang mit Schweigegeldzahlungen an eine Pornodarstellerin am Montag in New York. Die Staatsanwaltschaft legt Trump Fälschung von Geschäftsunterlagen zur Last. Trump hat auf nicht schuldig plädiert. Auf der Tagesordnung stand die Auswahl der Geschworenen, die sich über mehrere Tage hinziehen könnte. Zunächst wurde über Anträge von Trumps Anwaltsteam beraten.

ROUNDUP: Ampel-Fraktionen einig bei Klimaschutzgesetz und Solarpaket

BERLIN - Die Bundestagsfraktionen von SPD, Grünen und FDP haben sich auf die lange umstrittene Reform des Klimaschutzgesetzes und ein Paket zur Förderung der Solarindustrie geeinigt. Das teilten Vertreter der drei Fraktionen am Montag in Berlin mit. Mit der Einigung dürften weitreichende Eingriffe wie Wochenend-Fahrverbote für Autofahrer, um Klimaziele im Verkehrssektor zu erreichen, vom Tisch sein. Damit hatte Verkehrsminister Volker Wissing (FDP) gedroht.

ROUNDUP/Dürr: Rentenalter freigeben - Esken schlägt Grundrenten-Ausweitung vor

BERLIN - Mit Äußerungen zum Arbeiten mit 72 Jahren hat FDP-Fraktionschef Christian Dürr Kritik auf sich gezogen. Im Zusammenhang mit der aktuell geplanten Rentenreform sollte die Koalition "auch gleichzeitig eine Flexibilisierung des Renteneintritts beschließen, dass Menschen freiwillig länger arbeiten", sagte Dürr im "Bild"-Talk. Dies provozierte am Montag Kritik von SPD-Chefin Saskia Esken und dem Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB). Esken brachte zugleich eine mögliche Ausweitung der vor drei Jahren eingeführten Grundrente für eine stärkere Unterstützung ärmerer Rentnerinnen und Rentner ins Spiel.

IMK-Konjunkturforscher: Aussichten hellen sich langsam auf

DÜSSELDORF - Die Aussichten für die deutsche Konjunktur hellen sich nach Einschätzung von Experten langsam auf. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Wirtschaft in den kommenden drei Monaten eine Rezession durchläuft, sei in den vergangenen Wochen spürbar gesunken, berichtete das Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung am Montag.

Preise für Aluminium und Nickel steigen nach neuen Sanktionen gegen Russland

LONDON - Die Preise für die Industriemetalle Aluminium und Nickel sind nach neuen Sanktionen gegen den Produzenten Russland am Montag gestiegen. An der Rohstoffbörse in London legte der Preis für eine Tonne Aluminium zur Lieferung in drei Monaten zunächst kräftig um bis zu 9,4 Prozent zu. Zuletzt schwächte sich der Zuwachs allerdings deutlich ab und betrug noch etwa 1,9 Prozent auf 2540 US-Dollar. Der entsprechende Nickel-Preis stieg zunächst um bis zu 8,8 Prozent, am Vormittag kostete eine Tonne des Metalls dann rund 18 000 Dollar und damit 1,7 Prozent mehr als am Freitag. Der Kupfer-Preis reagierte zunächst kaum.

Eurozone: Industrie weitet Produktion aus

LUXEMBURG - Die Industrieunternehmen in der Eurozone haben ihre Produktion im Februar ausgeweitet. Gegenüber dem Vormonat erhöhte sich die Gesamtherstellung um 0,8 Prozent, wie das Statistikamt Eurostat am Montag in Luxemburg mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit dieser Entwicklung gerechnet. Der Anstieg folgt auf einen Rückgang um revidiert 3,0 (zunächst 3,2) Prozent im Januar. Zum Vorjahresmonat fiel die Herstellung im Februar um 6,4 Prozent.

Ifo: Jahrelanger Materialmangel in Deutschland weitgehend behoben

MÜNCHEN - Vier Jahre nach dem ersten Corona-Lockdown hat sich die Versorgung der deutschen Industrie mit Material und Teilen laut Ifo-Institut weitgehend normalisiert. Die Lieferketten sind mittlerweile fast wieder auf dem Stand von vor der Pandemie, wie das Münchner Wirtschaftsforschungsinstitut am Montag mitteilte. Die deutsche Industrie hat demnach kaum noch mit Materialknappheit zu kämpfen.

Bitcoin steigt wieder nach Kurseinbruch

FRANKFURT - Die Digitalwährung Bitcoin hat sich nach einem stärkeren Kursverlust am Wochenende am Montag erholt. Der Kurs stieg wieder über die Schwelle von 66 000 Dollar. Am Freitag war der Bitcoin noch mit rund 71 000 Dollar bewertet worden. Am Samstag stürzte er dann auf unter 62 000 Dollar. Mit dem aktuellen Kurs von rund 66 000 Dollar liegt die älteste Kryptowährung in diesem Jahr aber immer noch rund 50 Prozent im Plus.

Frühjahrstagung von IWF und Weltbank in Washington beginnt

WASHINGTON - Überschattet von internationalen Krisen und den anhaltend hohen Verbraucherpreisen beginnen der Internationale Währungsfonds (IWF) und die Weltbank ihre jährliche Frühjahrstagung. Themen bei den Beratungen ab Montag in der US-Hauptstadt Washington dürften die Entwicklung der Weltwirtschaft, die Umsetzung der Reformpläne bei der Weltbank, die Finanzierung von Programmen für besonders arme Länder und die Folgen der strengen Geldpolitik zur Bekämpfung der Inflation sein.

Kundenhinweis:ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

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