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Deutsche Wirtschaft geht ohne Rückenwind ins Jahr 2024WIESBADEN - Die Hoffnung auf eine baldige Konjunkturerholung in Deutschland schwindet.

30.01.2024 - 17:05:00

dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 30.01.2024 - 17.00 Uhr

ROUNDUP 2: Deutsche Wirtschaft geht ohne Rückenwind ins Jahr 2024

WIESBADEN - Die Hoffnung auf eine baldige Konjunkturerholung in Deutschland schwindet. Nach einem Rückgang der Wirtschaftsleistung zum Jahresende 2023 geht Europas größte Volkswirtschaft ohne Rückenwind in die kommenden Monate. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sank nach vorläufigen Daten im vierten Quartal 2023 im Vergleich zum Vorquartal preis-, kalender- und saisonbereinigt um 0,3 Prozent. Das Statistische Bundesamt bestätigte am Dienstag eine erste Schätzung. Im europäischen Vergleich rangiert Deutschland damit auf einem der hinteren Plätze.

USA: Verbrauchervertrauen hellt sich dritten Monat in Folge auf

WASHINGTON - Die Stimmung der Verbraucher in den USA hat sich zu Beginn des Jahres weiter verbessert und den besten Wert seit zwei Jahren erreicht. Der Indexwert für das Verbrauchervertrauen stieg im Januar zum Vormonat um 6,8 Punkte auf 114,8 Zähler, wie das Marktforschungsinstitut Conference Board am Dienstag in Washington mitteilte. Analysten hatten diesen Anstieg im Schnitt erwartet.

USA: Hauspreise legen deutlich zu - Case-Shiller-Index

NEW YORK - Der US-Immobilienmarkt knüpft an seine jüngste Erholung an. In den 20 großen Metropolregionen der Vereinigten Staaten legten die Häuserpreise im November zum Vorjahresmonat um 5,4 Prozent zu, wie aus dem am Dienstag in New York veröffentlichten S&P/Case-Shiller-Index hervorgeht. Es ist der deutlichste Zuwachs im laufenden Jahr. Analysten hatten im Schnitt mit einem noch etwas stärkeren Anstieg um 5,8 Prozent gerechnet. Zum Vormonat legten die Preise nur um 0,15 Prozent zu.

Macron tritt bei EU-Mercosur-Freihandelsabkommen auf die Bremse

PARIS/BRÜSSEL - Frankreichs Präsident Emmanuel Macron macht angesichts von Bauernprotesten Druck auf die EU, den Abschluss eines Freihandelsabkommens mit dem südamerikanischen Wirtschaftsbündnis Mercosur aufzuschieben. "Wir möchten, dass das Abkommen in seiner jetzigen Form nicht unterzeichnet wird", sagte Macron am Dienstag in Stockholm bei einem Staatsbesuch. Frankreich sei gegen das Abkommen in seiner aktuellen Form, weil es mehrere Jahre alt sei und weder den Landwirten noch den Mercosur-Industriellen Regeln auferlege, die mit EU-Regeln vereinbar seien.

USA: Häuserpreise legen etwas zu - FHFA

NEW YORK - In den USA sind die Hauspreise im November wie erwartet etwas gestiegen. Im Vergleich zum Vormonat legten sie um 0,3 Prozent zu, wie die Federal Housing Finance Agency (FHFA) am Dienstag in New York mitteilte. Volkswirte hatten im Schnitt mit dieser Entwicklung gerechnet. Bereits im Oktober waren die Preise um 0,3 Prozent gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat zogen die Hauspreise im November um 6,6 Prozent an.

ROUNDUP: Anteil der Schattenwirtschaft in Deutschland geht nach oben

LINZ/TÜBINGEN - Der Fahrer, der gegen Bares schnell ein paar Kartons vom Möbelmarkt liefert. Der Alleskönner, der im Sommer die Hecken schneidet und sich ein paar Euro dazu verdient. Es sind verbreitete, wenn auch kleine Beispiele für ein Phänomen, das an Bedeutung gewonnen hat: Schattenwirtschaft. Im Volksmund: Schwarzarbeit. Es reicht vom Hobbygärtner im Auftrag des Nachbarn bis zu professionellen, internationalen Banden, wie der Zoll in seinem Jahresbericht für 2022 schreibt .

IWF senkt Schätzung für deutsches Wirtschaftswachstum 2024

WASHINGTON - Der Internationale Währungsfonds (IWF) wird skeptischer bei seiner Prognose für die deutsche Konjunktur. Für das laufende Jahr stellte der IWF am Dienstag ein Wirtschaftswachstum von 0,5 Prozent in Aussicht. Im Oktober hatte das Expertenteam des Währungsfonds noch einen Zuwachs von 0,9 Prozent erwartet. Für die Weltwirtschaft insgesamt verbesserte der IWF dagegen die Prognose beim Update seines Ausblicks - von zuvor 2,9 Prozent auf nun 3,1 Prozent.

Ökonom erwartet steigenden Konkurrenzdruck durch chinesische Firmen

BERLIN - Europas Wirtschaft muss sich nach Einschätzung des Ökonomen und China-Fachmanns Max Zenglein auf verschärfte Konkurrenz durch Unternehmen aus der Volksrepublik einstellen. Einen Grund sieht Zenglein in der der mit der chinesischen Immobilienkrise einhergehenden Schwäche der dortigen Inlandskonjunktur.

Brandbrief an Scholz: Wirtschaftsverbände fordern 'Aufbruchssignal'

BERLIN - In einem Brandbrief an Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) haben die Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft Reformen für einen wirtschaftlichen Aufbruch in Deutschland gefordert. "Der Frust und die Verunsicherung bei vielen Betrieben wachsen", heißt es in dem Schreiben, das der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag vorlag. Zuvor hatte die "Wirtschaftswoche" darüber berichtet.

Eurozone: Wirtschaftsstimmung trübt sich leicht ein

BRÜSSEL - Die Wirtschaftsstimmung in der Eurozone hat sich zu Jahresbeginn leicht eingetrübt. Der Economic Sentiment Indicator (ESI) fiel von Dezember auf Januar um 0,1 Punkte auf 96,2 Zähler, wie die Europäische Kommission am Dienstag in Brüssel mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit 96,1 Punkten gerechnet. Der Dezember-Wert wurde leicht nach unten revidiert.

Eurozone: Wirtschaft stagniert im Herbst

LUXEMBURG - Die Wirtschaft der Eurozone hat im Herbst stagniert. Im vierten Quartal sei das Bruttoinlandsprodukt (BIP) gegenüber dem Vorquartal stabil geblieben, teilte das Statistikamt Eurostat am Dienstag in Luxemburg laut einer ersten Schätzung mit. Volkswirte hatten hingegen einen Rückgang um 0,1 Prozent erwartet. Im dritten Quartal war die Wirtschaft noch um 0,1 Prozent geschrumpft.

Italien: Wirtschaft wächst auch am Jahresende

ROM - Die italienische Wirtschaft ist Ende des vergangenen Jahres weiter gewachsen. Im vierten Quartal wuchs das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Vergleich zum dritten Quartal um 0,2 Prozent, wie das Statistikamt Istat am Dienstag in Rom mitteilte. Analysten wurden von der Entwicklung positiv überrascht - sie hatten im Schnitt mit einer Stagnation gerechnet.

Spanien: Inflation steigt überraschend auf 3,5 Prozent

MADRID - In Spanien hat sich die Inflation zu Beginn des Jahres überraschend verstärkt. Die für europäische Vergleichszwecke berechneten Verbraucherpreise (HVPI) stiegen im Januar im Jahresvergleich um 3,5 Prozent, wie das Statistikamt INE am Dienstag in Madrid nach einer ersten Schätzung mitteilte. In den beiden Vormonaten Dezember und November hatte die Teuerung jeweils 3,3 Prozent betragen. Analysten wurden von der Entwicklung überrascht. Sie hatten für Januar im Schnitt mit einem Rückgang der Inflationsrate auf 3,0 Prozent gerechnet.

Spanien: Wirtschaft bleibt auf Wachstumskurs

MADRID - Die spanische Wirtschaft ist am Ende des vergangenen Jahres weiter gewachsen. Im vierten Quartal von Oktober bis Dezember wuchs das Bruttoinlandsprodukt (BIP) gegenüber dem dritten Quartal um 0,6 Prozent, wie das Statistikamt INE am Dienstag in Madrid mitteilte. Das Tempo war deutlich höher, als von Analysten erwartet wurde. Sie hatten im Schnitt mit 0,2 Prozent gerechnet.

Kundenhinweis:ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

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