Regierung, Job-Turbo

Das Bundesarbeitsministerium sieht den sogenannten Job-Turbo zur Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen vor allem aus der Ukraine auf Erfolgskurs.

20.03.2024 - 18:08:24

Regierung sieht Job-Turbo auf Erfolgskurs

So wirke sich die verstärkte Ansprache der Arbeitgeber positiv aus. Mit dem "Job-Turbo" habe sich die Zahl der bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldeten Stellen, die durch Zuwanderer besetzt werden können, von November bis Februar fast verdoppelt, hieß es am Mittwoch aus dem Ressort von Minister Hubertus Heil (SPD). Heil hatte bei Unternehmen und Sozialpartnern verstärkt um Einstellung Geflüchteter mit grundständigem Deutsch geworben.

Mit dem im vergangenen Herbst angekündigten "Job-Turbo" will die Regierung durch verstärkte Vermittlung Geflüchteten mit Bleibeperspektive schneller zu Arbeit verhelfen. Heil hatte angekündigt, etwa 400 000 Geflüchtete direkt aus ihren Sprachkursen in Jobs vermitteln zu wollen, darunter rund 200 000 aus der Ukraine.

Nun teilte das Ministerium mit, Geflüchtete würden von den Jobcentern deutlich häufiger eingeladen und beraten als zuvor. Demnach gab es von November bis Februar 225 000 zusätzliche Gespräche im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. In Arbeit gebracht worden seien seit Kriegsbeginn etwa 160 000 geflüchtete Ukrainerinnen und Ukrainer, bekräftigte das Ministerium. Insgesamt habe sich die Zahl der Beschäftigungsverhältnisse für Geflüchtete aus den Hauptasylherkunftsländern im vergangenen Jahr deutlich gesteigert, von 598 028 im Dezember 2022 auf 660 200 im Dezember 2023.

Ein Zwischenbericht des Arbeitsministeriums an den Haushaltsausschuss des Bundestages zur Umsetzung des "Job-Turbos", der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, verweist auf die Bedeutung regelmäßigen Kontakts mit dem Jobcenter für eine frühe Integration. Geflüchtete würden von den Jobcentern regelmäßig eingeladen und beraten, die Beratungsaktivität werde gezielt erhöht. Weitere Daten zur Arbeitsmarktintegration kündigt der Bericht wegen statistischen zeitlichen Verzugs erst für einen Report Ende September an.

@ dpa.de