Die 2009 erfassten Straftaten hätten sich gegen mindestens 138 Menschen gerichtet, betonte der Verein. Bei 49 Angriffen sei Rassismus das Tatmotiv gewesen. In 26 Fällen hätten die Täter ihre Opfer als politische Gegner eingestuft und bei 18 Gewalttaten einem alternativen Milieu zugeordnet. Bei 78 der 101 Straftaten handelte es sich den Angaben zufolge um Körperverletzungen. Hinzu kämen Delikte wie Brandstiftung, Bedrohung oder größere Sachbeschädigungen.
13 Delikte entfielen den Angaben zufolge auf Cottbus, zwölf auf Potsdam. Bei den Landkreisen seien das Havelland mit zehn sowie Märkisch-Oderland, Spree-Neiße und Teltow-Fläming mit jeweils acht Fällen hervorzuheben. Einer der Schwerpunkte sei Premnitz (Havelland), wo 2009 bei sechs Angriffen Punks verletzt worden seien.
Der Verein unterstützt Opfer rechter Gewalt. Allerdings hätten im vergangenen Jahr die Opfer von 21 dieser Gewalttaten keine sinnvolle Hilfe erhalten können, weil die Opferperspektive erst Wochen später - etwa aus Antworten der Landesregierung auf Anfragen der Linksfraktion - von den Taten erfahren habe. Dieser Zustand sei «nicht tragbar», kritisierte der Verein.
Potsdam (ddp-lbg)


Forum
Facebook
Twitter






















