Reisen, Tui-Flugzeug

Am Montag startet TUI mit dem Flex-Preis-Angebot für Pauschalreisen

22.01.2021 - 09:07:54

Ab Montag startet der deutsche Tourismuskonzern TUI für Pauschalreisen ein neues Flex-Preis-Modell.

Marek Andryszak, Chef der TUI in Deutschland, sagte der "Welt" für die Ausgabe am Montag, dass Kunden damit gegen Aufpreis eine Flexibilisierung von der eigenen Reise buchen können. In den vergangenen Jahren habe der Preis die Entscheidung der Kunden bestimmt und dies habe sich nun deutlich geändert: Mit großem Abstand stehe Flexibilität an erster Stelle.

Die Flexibilisierung kostet für eine Reise von bis zu 2.500 Euro 39 Euro. Der Preis steigt danach Schritt für Schritt eine Reise im Wert von mehr als 20.000 Euro auf bis zu 399 Euro. Die Kunden sollen die Preisoption bis Ende Januar 2021 kostenlos erhalten, der Zuschlag wird ab Februar 2021 erhoben. Im Gegensatz zu einer Reiserücktrittsversicherung bedarf ein Rücktritt oder eine Änderung von geplanten Reisen bei diesem Model keiner Begründung. Jedoch ist die flexible Handhabung lediglich bis zu 14 Tage vor Reiseantritt möglich. Wenn ein Flug kurzfristiger storniert werde, bleibe der Sitzplatz leer und würde bis zu 300 Euro kosten und das könne sich kein Veranstalter leisen, erklärte Marek Andryszak. Ebenfalls ausgeschlossen hat der Konzern das Model einer Staffel mit variablen Kosten je nach Zeitpunkt des Rücktritts. Das Flex-Angebot wollte so einfach wie möglich gehalten werden, führte Marek Andryszak weiter aus. TUI geht davon aus, dass das Produkt von 30 Prozent der Kunden in Anspruch genommen wird. Ob TUI draufzahlt oder etwas verdient ist stark vom Kundenverhalten abhängig.

Ob eine Stornierung 15 oder 35 Tage vor der Abreise erfolgt, hat einen großen Einfluss auf die Wirtschaftlichkeit. TUI rechnet mit einem ausgeglichenen Ergebnis. Auf die Frage nach einer möglichen Impfpflicht für die Kunden von TUI antwortete der TUI-Deutschlandchef Marek Andryszak gegenüber der Zeitung, dass er dieses im Rahmen von einem Alleingang der Unternehmung vorerst ausschließe, da dies noch einen viel größeren Ansturm auf den Impfstoff auslösen würde. Letztlich werde man sich nach den Vorgaben der Urlaubsländer richten.

 

Redaktion ad-hoc-news.de, Ever True Smile

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