Überschwemmungen, Österreich

Noch keine Entwarnung nach den Überschwemmungen in Slowenien: Die Feuchtigkeit im Boden erhöht Experten zufolge die Gefahr von Erdrutschen.

06.08.2023 - 09:28:16

Slowenien: Sorgen wegen drohender Erdrutsche. Hunderte Menschen wurden bereits evakuiert.

  • Wasser strömt auf eine Straße in Viktring bei Klagenfurt in Kärnten. - Foto: Gerd Eggenberger/APA/dpa

    Gerd Eggenberger/APA/dpa

  • Blick auf die überschwemmte Ravne na Koroškem, rund 60 Kilometer nordöstlich von Sloweniens Hauptstadt Ljubljana. - Foto: Gregor Ravnjak/AP/dpa

    Gregor Ravnjak/AP/dpa

  • Touristen werden in der Steiermark aus ihren Unterkünften mit Booten auf überfluteten Straßen in Sicherheit gebracht. - Foto: Erwin Scheriau/APA/dpa

    Erwin Scheriau/APA/dpa

  • Mitarbeiter der Feuerwehr befüllen in Deutschlandsberg (Steiermark) Sandsäcke im Kampf gegen die Überflutungen in der Gegend. - Foto: -/BFVMZ/APA/dpa

    -/BFVMZ/APA/dpa

  • Feuerwehrwagen stehen vor einer überfluteten Brücke über die Sulm am Ortsausgang von Leibnitz in der Steiermark. - Foto: Erwin Scheriau/APA/dpa

    Erwin Scheriau/APA/dpa

  • In Ika im Nordosten Istriens (Kroatien) ist ein Bach über die Ufer getreten. Stundenlanger Starkregen und Gewitter haben viele Straßen in der Region unpassierbar gemacht. - Foto: Boris Roessler/dpa

    Boris Roessler/dpa

  • Eine eingestürzte Brücke in der slowenischen Stadt Stahovica. Im Osten des Landes ist nun ein Staudamm gebrochen. - Foto: Miro Majcen/AP/dpa

    Miro Majcen/AP/dpa

  • Ein zerstörtes Haus nach einem Hangrutsch in St. Johann im Saggautal im Bezirk Leibnitz in der Steiermark in Österreich. - Foto: Erwin Scheriau/APA/dpa

    Erwin Scheriau/APA/dpa

Wasser strömt auf eine Straße in Viktring bei Klagenfurt in Kärnten. - Foto: Gerd Eggenberger/APA/dpaBlick auf die überschwemmte Ravne na Koroškem, rund 60 Kilometer nordöstlich von Sloweniens Hauptstadt Ljubljana. - Foto: Gregor Ravnjak/AP/dpaTouristen werden in der Steiermark aus ihren Unterkünften mit Booten auf überfluteten Straßen in Sicherheit gebracht. - Foto: Erwin Scheriau/APA/dpaMitarbeiter der Feuerwehr befüllen in Deutschlandsberg (Steiermark) Sandsäcke im Kampf gegen die Überflutungen in der Gegend. - Foto: -/BFVMZ/APA/dpaFeuerwehrwagen stehen vor einer überfluteten Brücke über die Sulm am Ortsausgang von Leibnitz in der Steiermark. - Foto: Erwin Scheriau/APA/dpaIn Ika im Nordosten Istriens (Kroatien) ist ein Bach über die Ufer getreten. Stundenlanger Starkregen und Gewitter haben viele Straßen in der Region unpassierbar gemacht. - Foto: Boris Roessler/dpaEine eingestürzte Brücke in der slowenischen Stadt Stahovica. Im Osten des Landes ist nun ein Staudamm gebrochen. - Foto: Miro Majcen/AP/dpaEin zerstörtes Haus nach einem Hangrutsch in St. Johann im Saggautal im Bezirk Leibnitz in der Steiermark in Österreich. - Foto: Erwin Scheriau/APA/dpa

Nach den heftigen Regenfällen und Überschwemmungen in Slowenien herrschen weiter Sorgen wegen möglicher Erdrutsche. Zwar gingen die Wasserpegel an den Flüssen teils zurück oder blieben stabil. Aber die hohe Bodenfeuchtigkeit mache Erdrutsche derzeit wahrscheinlicher, warnte der Geologische Dienst Sloweniens nach Angaben der slowenischen Nachrichtenagentur STA. Er rief die Bevölkerung auf, stärker auf Veränderungen am Boden, an Gebäuden und an Hängen zu achten.

Viele Menschen blieben weiter in provisorischen Notunterkünften. Wegen der Überschwemmung am Fluss Mur nach einem Dammbruch waren am Samstagabend 500 Menschen aus dem Dorf Dolnja Bistrica im Osten des Landes evakuiert worden. Wegen drohender Erdrutsche wurden zudem 110 Menschen bei Koroska Bela und entlang des Flusses Meza nahe der Grenze zu Österreich in Sicherheit gebracht. Am Vortag hatte es bereits in vielen Orten Erdrutsche gegeben.

Der Pegelstand der in Österreich entspringenden Mur blieb zunächst hoch, aber stabil. Hingegen sank der Pegelstand der Save, des größten Flusses Sloweniens.

Allein in der Nacht zum Sonntag war der Katastrophenschutz 230 Mal im Einsatz, in insgesamt 186 Orten. 137 Feuerwehreinheiten setzten Schutzmaßnahmen bei Erdrutschen und Überschwemmungen um, pumpten Wasser aus überschwemmten Gebäuden, entfernten umgestürzte Bäume, retteten Menschen aus gefährdeten Gebäuden und lieferten dringend benötigte Lebensmittel und Medikamente.

Nach den heftigen Überschwemmungen in Slowenien sind die fünf am Samstag zunächst vermissten Niederländer wieder aufgetaucht. Nach Angaben des Außenministeriums haben sie sich inzwischen gemeldet. Weitere Einzelheiten wurden dazu nicht mitgeteilt. Zwei Niederländer im Alter von 50 und 20 Jahren aus Gouda waren ums Leben gekommen, es handelte sich den Angaben zufolge um Vater und Sohn. Über die Umstände ist bisher nichts bekannt.

Sorge in Österreich und Kroatien

In Österreich folgen auf den Starkregen drohende Hangrutsche und ein hoher Grundwasserspiegel: Im Süden gibt es noch keine Entspannung. Zwar hat der Regen in den betroffenen Gebieten im Süden des Landes seit Samstag deutlich nachgelassen. Es drohten nun aber mehrere völlig aufgeweichte Hänge abzurutschen, wie die Feuerwehr berichtete. Sie müsse zudem immer wieder ausrücken, um vollgelaufene Keller auszupumpen, sagte der Sprecher der Feuerwehr im Bundesland Kärnten, Hans-Jörg Rossbacher, im Radio ORF.

Wegen der drohenden Rutschungen wurden in Kärnten aus Vorsicht mindestens 40 Häuser und Wohnungen geräumt. Die Menschen kamen bei anderen oder in Notunterkünften unter. Auch das benachbarte Bundesland Steiermark, wie Kärnten an der Grenze zu Slowenien, war betroffen. Dort sanken die Pegel der meisten Flüsse und Bäche, mit Ausnahme der Mur, die durch Graz Richtung Slowenien fließt.

Das südliche Nachbarland Kroatien blieb entgegen ersten Befürchtungen von größeren Überschwemmungen bewohnter Gebiete bis gestern Abend zunächst verschont. Eine klare Entwarnung gab es allerdings nicht. Wegen der erwarteten Flutwelle auf den Flüssen aus dem nördlichen Nachbarland Slowenien hatten Kroatiens Behörden mit Deichen aus Sandsäcken und stellenweiser Ableitung von Flusswasser vorgesorgt.

@ dpa.de