Verschwinden, Arian

Nach mehr als einer Woche Suche fehlt weiter jede Spur vom kleinen Arian aus Bremervörde.

30.04.2024 - 08:18:03

Nach Verschwinden von Arian: keine konkreten Hinweise. Die aktive Suche wurde mittlerweile eingestellt. Nun soll eine Ermittlungsgruppe mehr über den Fall herausfinden.

Nach dem Verschwinden des sechsjährigen Arian aus Bremervörde im Norden Niedersachsens liegen der Ermittlungsgruppe derzeit keine konkreten Hinweise vor.

Grundsätzlich gebe es viele Hinweise, auch gut gemeinte Tipps, sagte ein Polizeisprecher. Konkrete Hinweise seien aber zunächst nicht darunter gewesen. Die Ermittler hatten zuvor die aktive Suche nach dem autistischen Jungen in ihrem bisherigen Umfang eingestellt. Sie kündigten aber an, weiter alles zu tun, um den Fall zu lösen. «Wir hatten gedacht, wir finden ihn», sagte der Sprecher. Die Ermittler gingen weiter von einem Vermisstenfall aus.

«Man kann diese hohen Suchmaßnahmen nicht permanent aufrechterhalten», hatte ein Polizeisprecher zuvor gesagt. Nun laufe die Ermittlungsphase - es werde gezielt gesucht, wenn es einen Hinweis gebe. Arians Vater hatte das Verschwinden des Kindes am Montagabend vergangener Woche gemeldet. Eine Überwachungskamera zeichnete auf, wie der Junge in einen benachbarten Wald lief. Danach verlor sich seine Spur. Sein Heimatort liegt im Landkreis Rotenburg (Wümme) zwischen Bremerhaven und Hamburg.

Täglich 800 Menschen im Einsatz

In den vergangenen Tagen suchten die Einsatzkräfte 5300 Hektar zu Land, zu Wasser und aus der Luft ab - das entspricht einer Fläche von mehr als 7500 Fußballfeldern. Täglich waren rund 800 Menschen auf der Suche, darunter viele Spezialkräfte mit Hunden, Pferden, Helikoptern, Drohnen, Tornado-Flieger, Amphibienfahrzeug, Booten und Tauchausrüstung - zunächst ohne Erfolg. Arian ist Autist und könnte einer Expertin zufolge auf Rufe nicht reagieren.

Betroffenheit ist groß

Das Schicksal des verschwundenen sechsjährigen Arian aus Bremervörde im Norden Niedersachsens bewegt weiter viele Menschen. «Die Betroffenheit ist riesengroß», sagte der Anwohner Hans-Hermann Tiedemann der Deutschen Presse-Agentur dpa. «Es gibt niemanden, der – wenn er irgendwo ist – nicht guckt», sagte er mit Blick auf die Menschen in dem Ortsteil. Alle suchten irgendwie weiter. Es sei unverständlich, dass der Junge trotz der so schnell begonnenen, großen Suche nicht gefunden wurde.

@ dpa.de