Markkleeberg (ddp-lsc). Umweltverbände kritisieren das geplante Luxus-Erholungsdomizil am Cospudener See bei Leipzig. Der Investor habe in seinen Plänen falsche Grenzen für den Golfplatz eingetragen, erklärten die Umweltverbände Ökolöwe und NABU am Dienstag in Leipzig. Bei einem Vergleich zwischen Bauplan und topografischer Karte werde deutlich, dass der Investor für den 18-Loch-Golfplatz teilweise unter Naturschutz stehende Flächen beanspruchen wolle. Dies wäre ein Verlust wertvoller, durch Bund und EU geschützter Natur, der nicht hinnehmbar sei, erklärten die Verbände. Die Öffentlichkeit werde hier getäuscht, notfalls werde man auch juristisch gegen die Pläne vorgehen.
Zudem kritisieren die Umweltverbände, dass durch die Investition eine gerade erst renaturierte ehemalige Tagebaufläche wieder vernichtet werden würde. «Diese Flächen waren in den vergangenen Jahren mit Steuergeldern erfolgreich aufgeforstet worden», sagte Philipp Steuer vom Ökolöwen. Mit einem Golfplatz bliebe von einer Renaturierung nichts mehr übrig, die Steuergelder wären verschenkt.
Das Leipziger Internet-Unternehmen Unister plant am Südostufer des Sees ein 220-Betten-Luxushotel mit Golfplatz. Die Investitionskosten sollen bei rund 40 Millionen Euro liegen. Der Stadtrat Markkleeberg wollte sich ursprünglich am vergangenen Donnerstag mit dem Vorhaben befassen, nahm den Punkt aber kurzfristig wieder von der Tagesordnung.
Die Flutung des ehemaligen Tagebaus Cospudener Sees wie auch die touristische Erschließung waren unter anderem mit Geldern der Expo 2000 finanziert worden.
(ddp)


Forum
Facebook
Twitter






















