Fussball, Bundesliga-Fußball vor dem Anstoß

Geschäftsführer Alexander Wehrle: Schere zwischen arm und reich wird immer größer

11.07.2020 - 15:12:50

Der Geschäftsführer des 1. FC Köln befürchtet eine größere Schere zwischen armen und reichen Fußballvereinen.

Gegenüber dem "Express" und dem "Kölner Stadt-Anzeiger" äußerte Alexander Wehrle, Geschäftsführer des 1. FC Köln, seine Befürchtungen, dass sich im deutschen Profi-Fußball die Schere zwischen den armen und reichen Fußballklubs weiter öffnen würden, was ihm große Sorgen bereite. Sein Eindruck sei, dass sich Vereine mit Investoren den Wettbewerbsvorteil zunutze machen und noch aggressivere Verpflichtungen tätigen würden.

Mit dem neuen Präsidium hat der 1. FC Köln beschlossen, an der in eine Kapitalgesellschaft ausgegliederte Profiabteilung keine Anteile an Investoren zu verkaufen. Der Fußballverein will daran auch in der Zeit während der Corona-Krise festhalten. Der 1. FC Köln habe sich klar dazu bekannt, dass er in naher Zukunft keine Investoren beim Fußball Klub wolle, sagte der Manager. Alexander Wehrle ist der Meinung, dass die Erreichung der Ziele auch ohne die großen Geldgeber möglich sei. Die Kölner planen für die neue Spielzeit noch nicht den Angriff in Richtung obere Tabellenhälfte. Das klare Ziel in der kommenden Saison sei, die Klasse zu halten. Für einen Aufsteiger sei das zweite Jahr oftmals noch schwerer. Der Klassenerhalt werde ein Kraftakt, wäre jedoch eine große Leistung. Alexander Wehrle rechnet in der abgelaufenen Saison mit einem negativen Ergebnis. Wenn alle fehlenden Einnahmen als Risiko summiert würden, drohe ein Verlust zwischen 20 und 25 Millionen Euro für die neue Spielzeit, sagt der Geschäftsführer des 1. FC Köln. Des Weiteren hoffen die Kölner zum Auftakt der Saison auf ihre Fans in den Stadien. Alexander Wehrle lässt es offen, wie mit den möglichen Genehmigungen durch die verschiedenen Gesundheitsämter zu verfahren sei. Er habe sich als Mitglied des DFL-Präsidiums in den vergangenen Wochen intensiv mit dem Thema beschäftigt und wünsche sich eine bundesweite, einheitliche Lösung. Es könne jedoch auch eintreffen, dass das Thema zu einer Sache der Länder werde. Die Konzepte dafür befänden sich in der Abstimmung.

 

Redaktion ad-hoc-news.de, Ever True Smile

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