SPD besteht auf Befragung von Rüttgers im Asse-Ausschuss: Die SPD besteht auf eine Befragung von Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) im Asse-Untersuchungsausschuss des niedersächsischen Landtags.
Vergrößern SPD besteht auf Befragung von Rüttgers im Asse-Ausschuss | Bild: ©

Als «oberster Atomaufseher» seines Bundeslandes solle Rüttgers aussagen, ob und in welchen Mengen hoch radioaktiver Müll aus dem Forschungsreaktor in Jülich in die Asse gebracht worden sei, erklärte die Umweltexpertin der SPD-Fraktion in Niedersachsen, Petra Emmerich-Kopatsch, am Dienstag.

Zuvor hatten SPD, Grüne und Linke bereits die Ladung von Rüttgers vor den Ausschuss angekündigt, weil der CDU-Politiker während seiner Zeit als Bundesforschungsminister Wassereinbrüche in das Bergwerk vertuscht haben soll.

Emmerich-Kopatsch sagte, aus Einlieferungsscheinen für die Asse gehe hervor, dass kugelförmige Brennelemente aus Jülich in das Bergwerk eingelagert worden seien. Alle bisherigen Zeugen im Untersuchungsausschuss hätten dies jedoch verneint. Rüttgers könne und müsse diesen Sachverhalt aufklären.

Der Reaktor in Jülich wurde 1988 abgeschaltet. Er galt als Prototyp für den später ebenfalls stillgelegten Hochtemperaturreaktor in Hamm. Dass auch Brennelemente aus Jülich in der Asse liegen, ist schon länger bekannt. Es gibt aber unterschiedliche Aussagen darüber, ob sie in bestrahltem Zustand angeliefert wurden. Nur Brennelemente, die zuvor in Reaktoren eingesetzt wurden, gelten als hoch radioaktiver Müll.

Hannover (ddp-nrd)