Die Bundesanwaltschaft hatte für G. in der vergangenen Woche eine Haftstrafe von zwölf Jahren und sechs Monaten gefordert. Vorgeworfen wird G. die Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung, Verabredung zum Mord und Vorbereitung einer Sprengstoffexplosion.
Für den Angeklagten Daniel S. hatte die Bundesanwaltschaft 13 Jahre sowie für Adem Y. elf Jahre und sechs Monate Haft gefordert. Der vierte Angeklagte Atilla S. soll wegen Unterstützung einer terroristischen Vereinigung für fünf Jahre und sechs Monate hinter Gitter.
Die Sauerland-Gruppe hatte vor allem US-Ziele wie Militäranlagen und Gaststätten im Visier sowie Discos, in denen US-Amerikaner verkehren. Dabei sollen die Angeklagten im Auftrag der Terrorgruppe Islamische Dschihad-Union (IJU) gehandelt haben, die in Waziristan im afghanisch-pakistanischen Grenzgebiet ansässig ist.
Mit einem Urteil wird am 4. März gerechnet. Damit könnte der «Sauerland-Prozess» nach zehn Monaten und damit deutlich früher als erwartet zu Ende gehen. Den Angeklagten drohen nach Einschätzung von Prozessbeobachtern Haftstrafen zwischen 11 und 13 Jahren.
Drei der vier Angeklagten im Alter von 24 bis 31 Jahren hatten im Sommer 2007 in einem Ferienhaus im sauerländischen Medebach-Oberschledorn begonnen, Sprengstoff herzustellen. Im September 2007 wurden sie dort von einem Einsatzkommando festgenommen, der vierte Angeklagte wurde später in der Türkei verhaftet. Seit April 2009 stehen sie vor Gericht.
Düsseldorf (ddp-nrw)


























