Mainz (ddp-rps). Am Weinmarkt in Rheinland-Pfalz ist nach einem starken Abschwung zu Beginn des Jahres eine deutliche Erholung zu spüren. Zur Jahreshälfte sei wieder eine stetige Zunahme der Weinmengen zu beobachten, die zur Qualitätsprüfung angemeldet werden, teilte die Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz am Freitag mit. Daran ließe sich der Zustand des Marktes für Wein ablesen.

Die Kammerstatistik zur verpflichtenden Qualitätsprüfung dokumentiere genau, wie viel Wein auf den Markt geschickt werde, erläuterte Kammerpräsident Norbert Schindler. Im April habe die Weinmenge noch zehn Prozent hinter der des Vorjahreszeitraums gelegen, sagte Schindler. Bis Juni hätten in diesem Jahr 2,91 Millionen Hektoliter Wein die Qualitätsprüfung durchlaufen. Damit habe sich der Abstand auf den Vorjahreszeitraum auf nur noch fünf Prozent verringert. Bis Jahresende, prognostizierte Schindler, werde wahrscheinlich wieder dieselbe Menge wie im Vorjahr vermarket werden.

Am weitesten im Rückstand hatte bisher der Riesling gelegen. Von der meistangebauten Rebsorte waren bis April 20 Prozent weniger zur Prüfung angemeldet worden. Dieser Abstand habe sich nun um die Hälfte verringert, bei den Handelsanstellungen sogar um zwei Drittel, berichtete Schindler. Der Dornfelder habe sogar bereits ganz aufgeholt.

Das Anbaugebiet Nahe hat nach Angaben der Kammer seinen Vorjahreswert sogar um 9,2 Prozent gesteigert. Der massive Einbruch beim Moselwein um 18,2 Prozent im ersten Quartal habe sich bis zur Jahresmitte immerhin halbiert. In der Pfalz und Rheinhessen gebe es vergleichbare Entwicklungen.

(ddp)