Rheinland-Pfalz - Hessen und Rheinland-Pfalz für mehr Lärmschutz für Mittelrheintal: Hessen und Rheinland-Pfalz streben nach mehr Lärmschutz entlang der Bahnstrecke im Mittelrheintal. Die Verkehrs- und Umweltminister der beiden Länder legten am Donnerstag ein gemeinsames Zehn-Punkte-Programm mit entsprechenden Forderungen vor.
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«Das gemeinsame Programm zielt darauf ab, den Schienenverkehr im gesamten Mittelrheintal schrittweise menschen- und umweltverträglicher zu machen», sagte der rheinland-pfälzische Verkehrsminister Hendrik Hering (SPD) in Mainz. «Der Dauerlärm von Güter- und Personenzügen gefährdet nicht nur die Gesundheit der Menschen, sondern auch die regionale Wirtschaft und den Tourismus», sagte Herings hessischer Kollege Dieter Posch (FDP).

Der Schienenlärm im Mittelrheintal, dessen oberer Teil auf der UNESCO-Welterbeliste steht, soll nach dem Willen der Minister um zehn Dezibel gegenüber heute sinken. «Hier muss langfristig gedacht, aber kurzfristig gehandelt werden», sagte Posch. Die Bahn müsse etwa die Wagen von Güterzügen mit lärmarmen Bremssystemen ausrüsten. Lärmabhängige Trassenpreise sollen eingeführt, der Nutzen von Geschwindigkeitsbeschränkungen geprüft werden.

Hering bekräftigte seine Forderung nach einer alternativen Trassenführung der Bahnschienen. Er forderte den Bund auf, «mit den Ländern rasch einen geeigneten Korridor zu finden und die für die Bundesverkehrswegeplanung erforderlichen Untersuchungen durchzuführen». Das nationale Verkehrslärmschutzpaket II und das angekündigte Pilotprojekt «Leiser Rhein» der Bundesregierung reichten für effektiven Schutz der betroffenen Bürger nicht aus, sagte der Minister.

Wiebaden/Mainz (ddp-hes)