Der Jenaer-Softwareanbieter Intershop gibt sich trotz der Pleite seines Großkunden Quelle optimistisch. Vorstand Henry Göttler sagte am Sonntag dem MDR Thüringen Journal, der Wegfall von Quelle sei nicht bestandsgefährdend. Obwohl Intershop jährlich mit Quelle rund eine Million Euro umgesetzt habe, sei dies weniger als zehn Prozent des Intershop-Gesamtumsatzes: «Ich gehe im Moment davon aus», sagte Göttler, «dass wir einen potenziellen Wegfall des Kunden Quelle Deutschland aufgrund der Stabilität unseres übrigen Geschäfts gut verkraften können.»
Nach Angaben von Intershop mussten durch die Quelle-Pleite zunächst 860 000 Euro abgeschrieben werden, da die Jenaer in Vorleistung gegangen waren. Allerdings habe es inzwischen Teilzahlungen vom Insolvenzverwalter gegeben.
Intershop ist für den Service und die Wartung der Internet-Bestellsoftware von Quelle zuständig. Dafür hatten die Jenaer in Fürth eine eigene Niederlassung eröffnet. Nach Intershop-Angaben sind die acht Mitarbeiter inzwischen bei einem neuen Kunden in München eingesetzt.
Ende Oktober hatte Intershop mitgeteilt, dass im dritten Quartal ein negatives Ergebnis ausgewiesen wird. Trotz der Umsatzeinbußen geht der Vorstand aufgrund der guten Entwicklung bei anderen Kunden von einem positiven Geschäftsverlauf im vierten Quartal aus.
Erfurt/Jena (ddp-lth)


























