Die OPAL ist nach Angaben des Investors das derzeit größte deutsche Erdgasinfrastrukturprojekt. Sie wird die geplante Ostseepipeline «Nord Stream» mit dem europäischen Ferngasleitungsnetz verbinden und soll über eine Strecke von 470 Kilometern von Lubmin in Mecklenburg-Vorpommern durch Brandenburg und Sachsen nach Tschechien führen. In Brandenburg wird die Leitung 273 Kilometer lang sein. Die Inbetriebnahme der Erdgasleitung sei für Oktober 2011 geplant.
«Der Planfeststellungsbeschluss legt alle Details für den Bau und späteren Betrieb der Erdgaspipeline fest», sagte LBGR-Präsident Klaus Freytag. Die Einwände, die insbesondere Fragen der Entschädigung und der grundsätzlichen Rechtfertigung des Vorhabens betroffen hätten, seien geprüft und gegeneinander abgewogen worden. Im Ergebnis des Verfahrens sei dem Antrag der Wingas AG «mit umfänglichen Auflagen entsprochen» worden.
Die Entscheidung zum südlichen Brandenburger Abschnitt der Erdgastrasse steht den Angaben zufolge wegen der Diskussion um den Verdichterstandort in Radeland noch aus. In der Mark muss eine Verdichterstation gebaut werden, um den Transportdruck aufrechtzuerhalten. Nach Protesten von Bürgerinitiativen gegen den ursprünglich geplanten Bau der Station in Groß Köris bei Königs Wusterhausen waren weitere Varianten geprüft worden, darunter der Standort Radeland bei Baruth/Mark.
«Wir sind zuversichtlich, dass wir die letzte Genehmigung, die für den südlichen Teil Brandenburgs gilt, noch im Februar erhalten werden», sagte Bernd Vogel, Geschäftsführer der OPAL NEL Transport GmbH. Das zur Wingas-Gruppe gehörende Unternehmen wird den Netzbetrieb der OPAL übernehmen. Der südliche Brandenburger Abschnitt umfasst die Landkreise Dahme-Spreewald, Teltow-Fläming, Elbe-Elster und Oberspreewald-Lausitz.
Bereits im Frühherbst 2009 waren nach Angaben des Unternehmens die Arbeiten in den jeweils rund 100 Kilometer langen Trassenabschnitten in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen parallel begonnen worden. Seitdem sei auf mehr als 160 Kilometern der OPAL-Trasse der Mutterboden geräumt worden. Inzwischen seien über 40 Kilometer Pipeline-Rohr verschweißt und die ersten Kilometer Rohrstränge verlegt worden.
(Quellen: alle in Mitteilungen)
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