Die japanische Regierung wolle die Airline mit zusätzlichem Geld unterstützen, bis Mitte Januar ein Restrukturierungsplan bekanntgegeben werde, kündigte Verkehrsminister Seiji Maehara der Finanznachrichtenagentur Bloomberg zufolge an. Es gebe auch andere Optionen außer einer Insolvenz, betonte er.
Die Regierung stocke die Kreditlinie für die Fluggesellschaft auf, sagte der Minister. Das Unternehmen erhielt außerdem Investmentangebote von Delta Air Lines und American Airlines.
Die einstige japanische Staats-Airline fliegt schon seit langem in schweren Turbulenzen - in vier der vergangenen fünf Geschäftsjahre gab es Verluste. Zuletzt verbuchte Japan Airlines (JAL) in dem Jahr bis Ende März 2009 ein Minus von 63 Milliarden Yen. Seit der Luftfahrtkrise von 2001 musste die Regierung bereits mehrfach eingreifen.
Die allgemeine Schwäche der Luftfahrtindustrie in der Wirtschaftskrise traf Japan Airlines in den vergangenen Monaten besonders hart - auch wegen der enormen Schulden. Zum vergangenen Juli stand JAL bei den Gläubigern mit rund 530 Milliarden Yen in der Kreide (gut vier Mrd Euro). Unter den Geldgebern sind Top-Adressen der japanischen Finanzbranche wie Mitsubishi UFJ, Sumitomo und Mizuho Financial.
Japan Airlines sicherte sich zuletzt eine Zwischenfinanzierung und versucht, Mitarbeiter und Pensionäre zu Zugeständnissen zu bewegen. Nachdem es am Mittwoch in einem Bericht hieß, eine Insolvenz sei wahrscheinlich, wenn keine Einigung bei den Pensionslasten gelinge, gab es für die JAL-Aktie kein halten mehr. Das Papier stürzte zwischenzeitlich um bis zu 32 Prozent auf 60 Yen ab, landete jedoch schließlich bei einem Kurs von 67 Yen. Der Einbruch drückte den gesamten Nikkei-Index der 225 führenden Werte am letzten Handelstag des Jahres ins Minus.





























