Zuvor hatte er mit Bürgerinitiativen und Vertretern des Projektträgers, der 50Hertz Transmission GmbH, sowie Landtagsabgeordneten und Gutachtern über die Leitung diskutiert.
Machnig verwies darauf, dass es durch das Bundes- als auch das europäische Recht verbindliche Vorgaben zum Netzausbau in Deutschland gebe. Außerdem sei die Notwendigkeit einer solchen Hochspannungstrasse durch zwei unabhängige Gutachten renommierter Experten bestätigt worden.
Der Minister betonte zugleich, es müsse alles dafür getan werden, um die Eingriffe in Natur und Umwelt so gering wie möglich zu halten. «Das soll durch eine möglichst breite Beteiligung aller Betroffenen erreicht werden.»
Die Bürgermeisterin der betroffenen Gemeinde Großbreitenbach, Petra Enders (Linke), sagte nach dem Treffen, die Landesregierung bestehe auf der «vollkommen überflüssigen Starkstromleitung, die letztlich nur den Profitinteressen der Energiekonzerne dient und gleichzeitig immense Belastungen für Mensch, Natur und Tourismus mit sich bringt». Die Landesregierung müsse sich fragen lassen, ob sie Anwalt für die Interessen der Bürger oder Steigbügelhalter für Konzerninteressen sei.
Der Sprecher der Interessengemeinschaft «Achtung Hochspannung», Peer Schulze, beklagte: «Was als Dialog begann, endete leider als Monolog des Wirtschaftsministers ohne greifbares Ergebnis.» Die Bürgerinitiativen lehnten die Trasse weiterhin ab.
Die geplante Starkstromtrasse von Halle über den Kamm des Thüringer Waldes in Richtung Schweinfurt soll laut 50Hertz vor allem dazu dienen, Windkraftstrom aus dem Norden zu den Verbraucherzentren im Süden zu bringen.
Seit Jahren gibt es in Südthüringen und Franken Widerstand gegen den geplanten Bau der Leitung. Befürchtet werden schwere Eingriffe in die Landschaft des Thüringer Waldes und Einbußen im Tourismus.
Erfurt (ddp-lth)


































