Das Konzept der Ministeriums-Arbeitsgruppe «Substitution» sowie jahrelange Erfahrungen aus einem Modellprojekt in Karlsruhe lägen der Landesregierung vor. «Es steht somit nichts im Wege die Diamorphinabgabe zum Jahreswechsel in Baden-Württemberg umzusetzen», monierte Lösch.

Das Kabinett hatte das Sozialministerium in einem Beschluss vom Montagabend beauftragt, seine Konzeption bis Ende Juni 2010 zu konkretisieren. Zudem solle das Ministerium Vorschläge zu Standorten und Trägerschaft entwickeln. Die AG «Substitution» empfiehlt laut Ministerium die Städte Mannheim, Karlsruhe, Freiburg, Heilbronn, Stuttgart, Singen, Ulm, Ravensburg und Tübingen/Reutlingen.

Das Gesetz zur diamorphingestützten Substitution war am 21. Juli 2009 in Kraft getreten. Damit wurde ein bundesgesetzlicher Rechtsanspruch für Schwerstabhängige geschaffen, der nun auf Landesebene umgesetzt werden muss. Das Sozialministerium beziffert die Zahl der betroffenen Schwerstabgängigen in Baden-Württemberg auf rund 200 bis 300.

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