Hundert - Schwerin nach 1992 wieder Schauplatz von Werftarbeiter-Protesten: Mehrere Hundert Werftarbeiter aus Wismar und Warnemünde wollen am Mittwoch in Schwerin für den Erhalt der Nordic-Yards-Schiffbaubetriebe und gegen das Ende der Transfergesellschaften für die früheren Wadan-Werften protestieren. Sie folgen einem Aufruf der IG Metall Küste.
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Mehrere Hundert Werftarbeiter aus Wismar und Warnemünde wollen am Mittwoch (10. März) in Schwerin für den Erhalt der Nordic-Yards-Schiffbaubetriebe und gegen das Ende der Transfergesellschaften für die früheren Wadan-Werften protestieren. Sie folgen einem Aufruf der IG Metall Küste. Geplant sind eine Demonstration vor dem Landtag und eine Mahnwache vor der Staatskanzlei. Von der Landesregierung und vom russischen Eigner Vitaly Yusufov werden klare Bekenntnisse zu den in den Strudel der Wirtschaftskrise geratenen Werften erwartet. Schwerin wird damit genau 18 Jahre nach der ersten Werftenkrise im Land wieder zum Schauplatz von Schiffbauer-Protesten.

Das Parlament beschäftigt sich am Donnerstag mit den Perspektiven der im August 2009 nach der Wadan-Insolvenz von Yusufov übernommenen Standorte in Wismar und Warnemünde. Dem Landtag liegen dazu Anträge von Koalition und Linkspartei vor.

Den heutigen Nordic Yards-Werften fehlen Aufträge. Inzwischen sind rund 1400 ehemalige Wadan-Mitarbeiter in Transfergesellschaften. Ende März läuft diese Übergangslösung jedoch aus. Die Gewerkschaften fordern eine Verlängerung bis Ende Juli. Die Landesregierung in Schwerin lehnt das bislang ab. Um den Weggang von hoch qualifizierten Beschäftigten in andere Branchen und Bundesländer zu verhindern, verlangt die Gewerkschaft vom russischen Investor, die im Kaufvertrag zugesicherte Beschäftigung von mindestens 1200 Mitarbeitern einzuhalten.

Schwerin (ddp-nrd)