LONDON (dpa-AFX) - US-Banken müssen einem Pressebericht zufolge ihr Finanzpolster möglicherweise doch nicht so weit erhöhen, wie in den staatlichen "Stress-Tests" gefordert wurde. Die Regierung habe den Banken versichert, dass sie weniger als die verlangten 75 Milliarden Dollar Kapital bereitstellten müssen, falls ihre Erträge in den kommenden sechs Monaten die Schätzungen der Regulierungsbehörden übertreffen. Das berichtete die Wirtschaftszeitung "Financial Times" am Wochenende auf ihrer Internetseite unter Berufung auf Banken wie Wells Fargo . Das bedeutete, dass die betroffenen Banken nicht so viel Kapital aus der Ausgabe neuer Aktien oder anderweitig aufbringen müssen.

Diese Vereinbarung war nicht bekanntgeworden, als am Donnerstag die Ergebnisse der Belastbarkeitsprobe der Notenbank Fed veröffentlicht wurden. Demnach benötigen zehn Banken ein zusätzliches Finanzpolster von insgesamt knapp 75 Milliarden Dollar, um auch einer potenziellen weiteren Wirtschaftstalfahrt standhalten zu können. Die Testergebnisse waren erleichtert aufgenommen worden, da Experten mit einem höheren Kapitalbedarf gerechnet hatten.