Anlass für den Protest ist die Aufsichtsratssitzung der Marinesparte ThyssenKrupp Marine Systems (TKMS), die am Freitag in Hamburg stattfindet.
Der Stahlkonzern ThyssenKrupp hatte jüngst angekündigt, die Nordseewerke Emden an den Windanlagenbauer SIAG Schaaf zu verkaufen. Nach Angaben der «Financial Times Deutschland» will das Unternehmen zudem angesichts hoher Verluste den Ausstieg aus dem zivilen Schiffbau vorantreiben und sich ebenso von Teilen der HDW trennen. Dabei geht es insbesondere um den Containerschiffbauer HDW-Gaarden. Verhandlungen mit der mittelständischen Heinrich-Rönner-Gruppe stehen offenbar kurz vor dem Abschluss.
«Wir sind nicht gegen eine Neuausrichtung auf den Offshore-Bereich», sagte IG-Metall-Bezirksleiterin Jutta Blankau. Allerdings würfen der angekündigte Verkauf der Nordseewerke und HDW-Gaarden zahlreiche Fragen auf. Diese müssten genau und in Ruhe geprüft werden, sagte Blankau. Ferner lehnt die IG Metall Küste eine reine militärische Ausrichtung von TKMS grundsätzlich ab. «Das ist hochgradig gefährlich, weil die Erfahrungen der vergangenen Jahrzehnte gezeigt haben, dass der militärische Teil nicht permanent ausgelastet ist», sagte die Gewerkschafterin.
Hamburg (ddpdjn)





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