Indien, IWF-Gold

Indien könnte weiteres IWF-Gold kaufen

25.11.2009 - 12:58:53 | ad-hoc-news.de

München (silberinfo) – Die Reserve Bank of India (RBI) ist offen für weitere Goldkäufe, nachdem sie bereits am 3. November 200 Tonnen Gold für 6,7 Milliarden US-Dollar vom IWF gekauft hat.

Wie aus einem Bericht des Financial Chronicle hervorgeht, könnte Indien die verbleibenden 201,3 Tonnen Gold des Internationalen Währungsfonds (IWF) kaufen. Der Präsident der RBI, Duvvuri Subbarao, war jedoch zu keinem weiteren Kommentar bereit und wollte auch keine Aussagen darüber treffen, ob die RBI Gold aus Übersee kaufen wolle. Ein Pressesprecher der Regierung hielt sich derweil deutlich bedeckt, kommentierte aber, dass erneute Goldkäufe stark von einer erfolgreichen Verhandlungsführung abhängen würden. „Die RBI ist ein unabhängiges Organ, die Regierung hat bei ihren Angelegenheiten kein Mitspracherecht. Sollte das Angebot der RBI erfolgreich sein, insbesondere zum offerierten Preis, wird die RBI weiteres Gold bekommen“, so der Pressesprecher. Auch ein Pressesprecher des IWFs weigerte sich genauere Aussagen zu treffen und wies darauf hin, dass der IWF keine Gespräche mit den Mitgliedern kommentieren möchte. Dem fügte er hinzu, dass die Goldverkäufe noch nicht abgeschlossen seien, genauso wenig wie ein fixer Zeitplan existiere. Die VM-Group analysierte in ihrem „Yellow Book 2009“ unlängst, dass Indiens Goldreserven vor dem Kauf der 200 Tonnen vom IWF weit unter dem internationalen Durchschnitt lagen. Durch die jüngsten Käufe sei der Anteil an den gesamten Devisenreserven jedoch von 3,6 Prozent auf 6,0 Prozent angestiegen. Damit liegt man aber weiterhin deutlich unter dem Durchschnittswert der meisten europäischen Länder, weswegen weitere Bestrebungen Teile der beträchtlichen Währungsreserven von 286 Milliarden US-Dollar in Gold zu diversifizieren zumindest denkbar wären. Eine weitere Möglichkeit wäre, dass Indien seine 3,3 Milliarden an SDRs verwendet hat, die es im August/September vom IWF erhalten hat, um die Goldkäufe zu finanzieren, meinte die VM-Group. Eines steht zumindest jetzt schon fest. Bei einem Kaufpreis von 1.045 US-Dollar die Unze hat die RBI mit ihren 200 Tonnen in den letzten Wochen einen Buchgewinn von rund 800 Millionen US-Dollar eingefahren. Sicherlich muss in diesem Zusammenhang auch festgestellt werden, dass der Hauptgrund für die jüngste Rallye des Goldpreises auf ein neues Allzeithoch unter anderem auch durch die Käufe der RBI motiviert war, und es insofern abzuwarten bleibt, ob mittelfristig hier nicht Korrekturpotential besteht. Neben der RBI kaufte auch die Bank of Mauritius 2 Tonnen Gold vom IWF. Der Verkauf der verbleibenden 201,3 Tonnen soll dabei helfen eine solide Basis für die Finanzen des IWFs aufzubauen und Gelder für die Kredite der ärmsten Länder dieser Welt zu beschaffen. (25.11.2009 si/as/tw)
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