Potsdam (ddp-lbg). Das endgültige Ergebnis des gescheiterten Volksbegehrens «Keine neuen Tagebaue - für eine zukunftsfähige Energiepolitik» steht fest. Insgesamt 25 633 abstimmungsberechtigte Brandenburger hätten sich am Volksbegehren beteiligt, teilte Landeswahlleiter Bruno Küpper am Montag in Potsdam mit. Gültig waren 24 501 Eintragungen. Damit ist das Volksbegehren auch nach dem amtlichen Endergebnis gescheitert. Für einen Erfolg wären 80 000 Unterschriften nötig gewesen.

Die meisten Unterschriften für das Volksbegehren wurden den Angaben zufolge im betroffenen Landkreis Spree-Neiße gezählt. Dort kamen insgesamt 5900 gültige Stimmen zusammen. In der weit entfernten Prignitz wurden dagegen nur 226 gültige Unterschriften registriert. In Potsdam, wo die meisten Initiatoren ihren Hauptsitz haben, waren es 3824 gültige Unterschriften. Vierstellige Ergebnisse gab es zudem in den Kreisen und kreisfreien Städten Cottbus, Barnim, Oder-Spree und Potsdam-Mittelmark. Insgesamt gaben 1,2 Prozent der 2,13 Millionen wahlberechtigten Brandenburger eine gültige Stimme ab.

Das Volksbegehren war Anfang Oktober gestartet worden. Zu den Initiatoren gehörten neben Umweltverbänden auch Grüne und Linke. Sie verlangen den mittelfristigen Ausstieg aus der Braunkohlenutzung und sind gegen die geplante Erschließung von weiteren Braunkohlefeldern in der Lausitz. Gemäß einem Genehmigungsantrag des Energiekonzerns Vattenfall beim Infrastrukturministerium sollen bis zum Jahr 2040 die Orte Atterwasch, Grabko und Kerkwitz mit insgesamt rund 900 Einwohnern dem neuen Tagebau Jänschwalde-Nord weichen.

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