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A.T. Kearney / Disruptoren können Medizintechnikindustrie 34 Milliarden ...

vor 11 Minuten veröffentlicht

Disruptoren können Medizintechnikindustrie 34 Milliarden US-Dollar bis

2020 kosten (FOTO)

Düsseldorf (ots) -

Neue Studie von A.T. Kearney zur Zukunftsfähigkeit der

Medizintechnik

In den vergangenen zwanzig Jahren profitierte die

Medizintechnikindustrie von Stabilität, hohen Wachstumsraten, soliden

Margen und überdurchschnittlichen Preis-Kurs-Verhältnissen. Doch

disruptive Veränderungen zeichnen sich ab. Die Branche steht vor

einem grundsätzlichen Wandel, der sie im Jahr 2020 bis zu 34

Milliarden US-Dollar kosten könnte. Unternehmen müssen neue Segmente

und integrierte Lösungen adressieren mit einem Fokus auf

evidenz-basierten Mehrwert, erhöhte Kundenproduktivität und

ganzheitlichem Krankheitsmanagement. Dies sind die Ergebnisse einer

Studie von A.T. Kearney mit dem Titel "Medical Devices - Equipped for

the Future?".

Oliver Scheel, Partner bei A.T. Kearney, kommentiert: "Die

zukünftigen Grundzüge der Medizintechnikindustrie müssen zwar noch

definiert werden, aber der radikale Wandel wird unausweichlich

kommen. Die Unternehmen, die sich aktiv darauf einstellen, werden die

Branche prägen und davon profitieren".

Fünf zukunftsentscheidende Faktoren

Für die Studie befragte A.T. Kearney mehr als 30 Top-Manager von

20 weltweit führenden Medizintechnikherstellern, die zusammen einen

Umsatz von 80 Milliarden US-Dollar sowie verschiedene

Medizintechniksektoren, Geographien und Unternehmensgrößen

repräsentieren. Auf Grundlage der Gespräche sowie unter Einbezug der

Erfahrung und Analysen von A.T. Kearney wurden fünf entscheidende

Disruptoren mit negativem Einfluss auf die Zukunft der

Medizintechnikbranche identifiziert:

1) Machtverschiebung hin zu Kostenträgern und Leistungserbringern

Evidenzbasierte Entscheidungen und Konsolidierung bei den

Leistungserbringern bringen das traditionelle Geschäftsmodell

zunehmend ins Wanken, bei dem die Entscheidungshoheit bei den

Klinikärzten lag. Kostenträger und Leistungserbringer bewerten

medizinische Geräte vor allem anhand ihrer Sicherheit und Wirksamkeit

in klinischen Verfahren sowie zunehmend nach Kosten und Nutzen.

2) Verstärkte Aufsicht durch Regulierungsbehörden

In den vergangenen Jahren gab es spektakuläre Rückrufaktionen mit

schädlichen Auswirkungen. Die Regulierer haben bestehende

Vorschriften verschärft und neue erlassen. Die Inspektionen unter

anderem der amerikanischen Aufsichtsbehörde FDA haben in den

vergangenen 12 Monaten um 40 Prozent zugenommen, die Zahl der

schriftlichen Abmahnungen ist in den letzten zwei Jahren um 24

Prozent gestiegen.

3) Unklare Quellen für wirkliche Innovationen

Getrieben von Regulierung und Kostenerstattung konzentrieren

Medizintechnikfirmen ihre Forschung und Entwicklung auf die

Verbesserung bereits zugelassener Geräte, anstatt wirklich innovative

Produkte zu entwickeln. Neue Produkte, die Standardabläufe verändern,

werden oft nur zögerlich in die Liste der Produkte aufgenommen, für

die Erstattungen geleistet werden. Zudem kommen Startups und kleine

Unternehmen nur sehr schwer an das Kapital, das sie zur Finanzierung

der steigenden Kosten für die Markteinführung von Innovationen

benötigen.

4) Neue Gesundheitsversorgungsmodelle

Die Mittel der Kostenträger werden immer knapper. Leistungsfähige

Analysetools ermöglichen die Auswertung großer Datenmengen. Dabei

entstehen zunehmend Therapiepläne, die sich am Patientenpfad

orientieren, um bessere Ergebnisse mit weniger Geld zu erreichen.

Beispielsweise verlagert sich die Patientenversorgung aus den

Krankenhäusern auf günstigere Plattformen.

5) Versorgung sozioökonomisch eingeschränkter Bevölkerungsteile

Medizintechnikfirmen fokussieren sich bei der Suche nach

Wachstumsmöglichkeiten auf weniger wohlhabende Bevölkerungsgruppen.

Mit den passenden Lösungen können sie sich hier ein hohes

Absatzpotenzial erschließen. Auch das Wachstum in traditionellen

Märkten erfordert neue Geschäftsmodelle, niedrigere Preise und mehr

nutzenorientierte Produktangebote.

Scheel erklärt: "Je nach Marktsegment und Unternehmen gibt es

unterschiedliche Druckpunkte und Chancen, die individuelle Strategien

und Antworten benötigen".

Weiterhin führt Scheel aus: "Für die Managementteams der

Unternehmen stellt sich die Frage, wie sie mit den fünf disruptiven

Faktoren konkret umgehen und welchen eigenen Weg sie innerhalb dieser

sich verändernden Industrie definieren. Zukünftige Branchenführer

legen bereits heute fest, wie und wo sie konkurrieren wollen".

Weitere Informationen zur Studie finden Sie unter:

http://www.atkearney.de/health/medical-devices

Über A.T. Kearney

A.T. Kearney zählt zu den weltweit führenden

Unternehmensberatungen für das Top-Management und berät sowohl global

tätige Konzerne als auch führende mittelständische Unternehmen und

öffentliche Institutionen. Mit strategischer Weitsicht und operativer

Umsetzungsstärke unterstützt das Beratungsunternehmen seine Klienten

bei der Transformation ihres Geschäftes und ihrer Organisation. Im

Mittelpunkt stehen dabei die Themen Wachstum und Innovation,

Technologie und Nachhaltigkeit sowie die Optimierung der

Unternehmensperformance durch das Management von Komplexität in

globalen Produktions- und Lieferketten. A.T. Kearney wurde 1926 in

Chicago gegründet. 1964 eröffnete in Düsseldorf das erste Büro

außerhalb der USA. Heute beschäftigt A.T. Kearney rund 3.000

Mitarbeiter in 40 Ländern der Welt. Seit 2010 berät das Unternehmen

Klienten klimaneutral.

Weitere Informationen finden Sie unter www.atkearney.de und auf

Facebook: www.facebook.com/atkearney.de.

OTS: A.T. Kearney

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Pressekontakt:

Anika Martin

Marketing & Communications

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anika.martin@atkearney.com

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