Die Löhne zahlreicher Beschäftigter, die bei einem aus SPSG und Landeslabor ausgegliederten Dienstleister angestellt seien, lägen weit unter den geltenden Landestarifen, sagte der zuständige ver.di-Fachbereichsleiter Manfred Loos am Mittwoch in Potsdam.

So würden Arbeiten wie die Annahme von Proben oder Kurierdienste, die die Beschäftigten des Dienstleisters für das Landeslabor ausführten, teilweise mit einem Stundenlohn von nur 5,52 Euro bezahlt. Ein Wachmann, der im Auftrag der SPSG arbeite, aber bei dem externen Dienstleister angestellt sei, verdiene lediglich 6 Euro pro Stunde.

Die SPSG bezeichnete die Bezahlung durch ihren Dienstleister hingegen als «Branchentarif». Dieser läge in Brandenburg bei 6 Euro pro Stunde, in Berlin bei 6,25 Euro, sagte der stellvertretende SPSG-Sprecher Ullrich Sachse. Für höher qualifizierte Tätigkeiten bezahle die Stiftung zum Teil auch übertarifliche Löhne.

Potsdam (ddp-lbg)