Stark zugenommen habe vor allem die Zahl der Arbeitslosengeld-II-Empfänger mit Minijobs - nämlich um sieben Prozent auf gut 774 000, schrieb die Zeitung. Die Gruppe der Leistungsbezieher mit einem Erwerbseinkommen von mehr als 800 Euro im Monat sei dagegen um 13 Prozent auf 337 000 geschrumpft. Die Steuerzahler hätten diese Unterstützung von Berufstätigen von Januar bis September mit 8,1 Milliarden Euro finanziert, weil die Löhne allein nicht zur Existenzsicherung reichten.
Die Arbeitsmarktexpertin der Linkspartei, Sabine Zimmermann, sprach von einem Skandal. «Die Zahl der Menschen, die von ihrer Arbeit nicht leben können, wächst und die Politik schaut zu», sagte sie dem Blatt. Problematisch sei vor allem die Zunahme der Minijobs, die reguläre Arbeitsverhältnisse ersetzten. Genau diese schlecht bezahlten und unsicheren Arbeitsplätze wolle die Bundesregierung noch stärker fördern.
ddp/roy




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