Hange erinnerte daran, dass das Internet immer neue Formen der Kommunikation und Partizipation bietet. Neben Chancen für die Nutzer entstünden aber gleichzeitig neue Gefahren, die auch «real ausgenutzt» würden. Heute dauere es in der Regel nur noch drei Tage, bis jemand aus einem kriminellen Umfeld heraus ein neues System angreife.

Mit seiner Anti-Botnetz-Initiative wolle das Amt dazu beitragen, einen Schutz für Computernutzer zu gewährleisten. Schätzungsweise 20 Prozent der Rechner in Deutschland verfügten diesbezüglich nicht über den richtigen Minimalschutz, sagte Hange. Deutschland befinde sich derzeit unter den Top 5 der Länder mit von sogenannten Bots infizierten Rechnern, durch die auch andere gefährdet würden.

Als eines der zentralen Probleme für die Internetsicherheit nannte Hange gefälschte Adressen. Das BSI betreibe deshalb zusammen mit Partnern eine Initiative zur Einführung von Sicherheitserweiterungen im Domain Name System (DNS). Um die Sicherheit zu erhöhen, setze man sich für die Protokollerweiterung DNSSEC ein, um DNS-Einträge kryptographisch zu signieren.

Das in Bonn ansässige BSI ist nach eigenen Angaben der zentrale IT-Sicherheitsdienstleister des Bundes und eine unabhängige Stelle für Fragen der IT-Sicherheit in der Informationsgesellschaft.

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