Datenschutzbeauftragte - Datenschützer fordern spezielles Datenschutzgesetz für das Internet: Der schleswig-holsteinische Datenschutzbeauftragte Thilo Weichert spricht sich vor dem Hintergrund systematischer Bewerberchecks durch Arbeitgeber für ein spezielles Datenschutzgesetz für das Internet aus.
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Osnabrück (ddp). Der schleswig-holsteinische Datenschutzbeauftragte Thilo Weichert spricht sich vor dem Hintergrund systematischer Bewerberchecks durch Arbeitgeber für ein spezielles Datenschutzgesetz für das Internet aus. «Der Datenschutz im Internet ist bisher nicht einmal ansatzweise geregelt. Es darf sich niemand wundern, dass es in diesem rechtsfreien Raum drunter und drüber geht», sagte Weichert der «Neuen Osnabrücker Zeitung» (Samstagausgabe).

Die Bundesregierung müsse «die katastrophale Situation nach der Bundestagswahl zügig beheben und ein spezielles Datenschutzgesetz für das Internet vorlegen». Bisher habe der Politik leider jede Sensibilität für den Schutz der Verbraucherdaten im Netz gefehlt.

Der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar will Datenschutz im Netz zum Pflichtstoff in Schulen und Hochschulen machen. Schaar sagte der Zeitung: «Das Thema Datenschutz im Internet muss flächendeckend fester Bestandteil der Lehrpläne von Schulen und Hochschulen werden», sagte er der Zeitung. Viele junge Menschen unterschätzten die lauernden Gefahren, wenn sie persönliche Informationen im Netz unbefangen preisgäben, erklärte er. «Den Nutzern sozialer Netzwerke und anderer Foren muss klar werden: Das Internet vergisst nie.»

(ddp)