Christoph - «Ausbildung ohne Umwege»: Wirtschaftsminister Christoph Hartmann (FDP) will mit dem Konzept «Ausbildung ohne Umwege» den drohenden Fachkräftemangel bekämpfen. Ziel sei es, dass möglichst viele Jugendliche nach dem Schulabschluss direkt mit einer Ausbildung beginnen und schwächere Jugendliche individuell gefördert werden, sagte der Minister am Dienstag in Saarbrücken.
Vergrößern Christoph - «Ausbildung ohne Umwege» | Bild: ©

Derzeit befänden sich rund 600 Jugendliche in Übergangsmaßnahmen wie etwa dem Berufsgrundbildungsjahr der Bundesagentur für Arbeit. Angesichts sinkender Schulabgängerzahlen müssten möglichst viele von ihnen nach dem Motto «nach jedem Abschluss ein Anschluss» möglichst rasch eine Ausbildung beginnen. Nach aktuellen Prognosen sinkt die Zahl der Schulabgänger von allgemeinbildenden Schulen im Saarland von rund 10 360 in diesem Jahr auf 7840 im Jahr 2020.

Mit dem Programm «AnschlussDirekt» sollen insbesondere Hauptschüler bereits während der Schulzeit mit Firmen in Kontakt gebracht und in eine duale Ausbildung vermittelt werden. Unternehmensvertreter sollen an den Schulen Berufsbilder vermitteln und Tipps für Bewerbungen geben. Zudem sollen Praktika vermittelt werden. Dazu will das Ministerium im Rahmen einer Kooperationsvereinbarung neben der Bundesagentur und den Kammern auch die Wirtschaftsverbände mit einbeziehen.

Jugendliche mit schulischen Defiziten oder aus sozial schwachen Schichten sollen durch individuelle Betreuung, zusätzlichen Unterricht und persönliche Ansprechpartner während der Ausbildung unterstützt werden. Zudem will Hartmann den bisherigen «Pakt für Ausbildung» zu einem «Pakt für Fachkräfte» erweitern.

Saarbrücken (ddp-rps)