Bundesdurchschnitt - Berlin und Brandenburg von Wirtschaftskrise weniger stark betroffen: Industrieanteil liegt unter dem Bundesdurchschnitt Berlin und Brandenburg sind von den Auswirkungen der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise im ersten Halbjahr 2009 weniger stark betroffen gewesen als die meisten anderen Bundesländer. Wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg am Donnerstag mitteilte, sank das Bruttoinlandsprodukt in Berlin gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 0,1 Prozent und in Brandenburg um 2,4 Prozent.
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Unter Ausschaltung der Preisveränderungen verzeichneten die Statistiker für die Bundeshauptstadt von Januar bis Juni gegenüber dem Vorjahreszeitraum eine reale Wirtschaftsentwicklung von -2,3 Prozent und für Brandenburg von -3,6 Prozent. Deutschlands Bruttoinlandsprodukt sank preisbereinigt um 6,8 Prozent.

Die Berliner Wirtschaft sei durch einen sehr hohen Anteil der Dienstleistungsbereiche gekennzeichnet, heißt es. Diese machten etwa 80 Prozent der gesamten Wirtschaft aus und seien einer der Gründe dafür, dass die negativen Auswirkungen der Krise im Ländervergleich innerhalb Deutschlands für Berlin am geringsten ausfielen. Der Anteil des verarbeitenden Gewerbes an der Gesamtwirtschaft beträgt in Berlin rund 13 Prozent.

Nach Angaben des Amts für Statistik liegt auch in Brandenburg der Anteil der Industrie mit rund 15 Prozent unter dem bundesweiten Durchschnitt. Allerdings seien in der Mark vor allem jene Branchen des verarbeitenden Gewerbes ansässig, die am stärksten unter der Krise zu leiden hätten wie beispielweise die Metallerzeugung und der Fahrzeugbau. Der starke Dienstleistungssektor mit einem Anteil von 72 Prozent mildere diese Tendenz jedoch ab.

Potsdam (ddp-bln)