In dem Brief werfe Mausbach der politischen Leitung vor, darauf gedrängt zu haben, bei der Prüfung der eingereichten Arbeiten «großzügig» vorzugehen. «Jeder Kontakt» mit dem Schloss-Architekten Franco Stella sei dem BBR «untersagt» worden. Stella sei die Auswahl von Partnerbüros selbst überlassen worden «mit der Folge, dass große Teile des öffentlichen Auftrags ohne förmliches Verfahren vergeben wurden». Dies habe zu den Beschwerden gegen das Vergabeverfahren geführt, die nun das Projekt belasten.

Der Bau des Stadtschlosses nach den Entwürfen Stellas soll den ursprünglichen Plänen zufolge 2010 beginnen. Das 550 Millionen Euro teure Prestigeprojekt war ins Stocken geraten, weil das Bundeskartellamt den Vertrag mit dem Architekten für nichtig erklärte. Das Gremium forderte eine Wiederholung des Vergabeverfahrens, gegen das der dritte Preisträger des Wettbewerbs geklagt hatte. Im Dezember verhandelt das Oberlandesgericht Düsseldorf über den Fall.

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