Magdeburg (ddp-lsa). Das Streckennetz der Harzer Schmalspurbahn (HSB) könnte bald erweitert werden. Voraussichtlich im November werde eine Studie vorliegen, in der eine möglichen HSB-Streckenverlängerung zwischen Elend und Braunlage in Niedersachsen dargestellt und bewertet werde, kündigte Verkehrsminister Karl-Heinz Daehre (CDU) am Dienstag in Magdeburg an. Eine erste Schätzung beziffere den Investitionsaufwand für die Streckenerweiterung mit gut elf Millionen, die jährlichen Betriebskosten mit rund 600 000 Euro.
«Allein schon wegen dieser beträchtlichen Kosten möchte ich sicher sein können, dass Aufwand und Nutzen in einem vernünftigen Verhältnis stehen», betonte der Minister.
Nach Ansicht von Daehre kann die rund sechs Kilometer lange Erweiterung des Streckennetzes der touristischen Entwicklung der Harzregion zusätzliche Impulse verleihen. «Gemeinsam mit dem Nachbarland Niedersachsen wollen wir jetzt zunächst die Machbarkeit eines solchen Projektes untersuchen. Niedersachsen beabsichtige rund zehn Millionen Euro für die HSB-Verlängerung nach Braunlage bereitzustellen, die nach bisherigen Überlegungen in etwa parallel zur Bundesstraße B 27 verlaufen würde. Täglich könnten in beiden Richtungen jeweils vier Dampfzüge verkehren.
Die Stadt Braunlage war bis 1945 über die Südharzeisenbahn mit dem heutigen Streckennetz der Harzer Schmalspurbahnen GmbH verbunden. Durch die Grenzziehung nach dem Zweiten Weltkrieg wurde diese Strecke unterbrochen. Die in Niedersachsen verbliebene Reststrecke der Südharzeisenbahn wurde bis 1963 stillgelegt.
(ddp)





Forum
Facebook
Twitter






















