Hannover (ddp-nrd). Nach dem Verzicht der Bundeswehr auf einen Luftwaffenübungsplatz in der Kyritz-Ruppiner Heide will die SPD-Fraktion Klarheit zur künftigen Nutzung der sogenannten Nordhorn-Range in Niedersachsen. Es gehe um eine gerechte Lastenverteilung bei Übungsflügen der Bundeswehr. Es könne nicht sein, dass Niedersachsen nun die Hauptlast aller Übungsflüge zu tragen habe, sagte der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Fraktion, Heiner Bartling, am Freitag in Hannover.
Gerd Will, SPD-Landtagsabgeordneter aus Nordhorn, rief Verteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) dazu auf, die versprochene gerechte Lastenverteilung nun auch umzusetzen. «Jung muss für Nordhorn nach einem Ersatz suchen. Nach einem Übungsgelände, das nicht so belastet ist, wie seit 60 Jahren diese Region, wo in unmittelbarer Nähe ein Kernkraftwerk steht.» Bartling sagte, Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) müsse jetzt auf Jung Druck ausüben, damit es zu einer gerechten Lösung für die Menschen im Emsland und der Grafschaft Bentheim komme.
Der Bürgermeister von Nordhorn, Meinhard Hüsemann (SPD), hatte zuvor bereits Demonstrationen gegen die weitere Nutzung des Luftwaffen-Übungsplatzes «Nordhorn Range» angekündigt und will sich dabei ein Beispiel an den Bürgerinitiativen gegen das «Bombodrom» nehmen.
(ddp)


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