Frankfurt-News, Höhenflug

Welt-Indizes, Tech-Aktien oder auch Spezielleres wie KI- oder Cloud-ETFs: Fast alles geht derzeit gut weg.

06.02.2024 - 16:53:30

Börse Frankfurt-News: Höhenflug animiert zu Käufen (ETFs)

Auch Schwellenländer sind wieder Thema, wobei die Meinungen über China auseinandergehen. Beliebt ist hingegen Konkurrent Indien.

6. Februar 2024. Immer neue Höchststände an den US-Börsen und auch in Deutschland - da wird auch bei ETFs gerne zugegriffen. Die Händler melden jedenfalls sehr gute Umsätze. "Bei uns waren die Volumina weit überdurchschnittlich", berichtet etwa Frank Mohr von der Société Générale und spricht von einem klaren Käuferüberhang. Auch Jan Duisberg, der für die ICF Bank ETFs handelt, sieht anhaltend hohe Umsätze und viele Käufe.

Mohr zufolge sind vor allem MSCI World-Tracker gefragt, US-Aktien würden unter dem Strich eher abgegeben. Bei der ICF kommen ebenfalls MSCI World-ETFs gut an, konkret etwa der Deka MSCI World (DE000ETFL508). Beliebt sei aber auch der iShares Dow Jones Global Titans 50 (DE0006289382). Der bildet die 50 größten Dow Jones-Unternehmen ab, gemessen an Marktkapitalisierung, Umsatz und Nettogewinn. Schwerpunkte sind derzeit die Tech-Riesen Microsoft, Nvidia, Amazon, Apple, Meta, Alphabet und Tesla, außerdem noch Eli Lilly und Broadcom.

Lieber Indien als China

Auffällig: die höheren Umsätze in Schwellenländer-ETFs, mit Zu- und Abflüssen. "So mancher sieht in China jetzt wohl eine Bodenbildung", erklärt Duisberg mit Blick auf die neuen Tiefs an Chinas Aktienmärkten. Gekauft werde etwa der HSBC Hang Seng Tech (IE00BMWXKN31). Auch der iShares MSCI EM ex-China (

++++Der Januar war dem Emittenten SPDR zufolge ein weiterer guter Monat für den europäischen ETF-Markt. Insgesamt flossen 22,4 Milliarden US-Dollar in ETFs, der Löwenanteil mit 14 Milliarden US-Dollar in Aktien-ETFs, wie Sophia Wurm meldet. "Im Kontext neuer Allzeithochs waren besonders globale Aktien (7,4 Milliarden US-Dollar) und US-Aktien (4,5 Milliarden US-Dollar) gefragt", konkretisiert sie. Was Branchen angeht, sei neben der Tech- auch die Gesundheitsbranche gefragt gewesen. Zu leichteren Abflüssen kam es Wurm zufolge erneut bei Eurozonen- und außerdem bei CSI 300-ETFs gekommen. In Anleihe-ETFs flossen 8,3 Milliarden US-Dollar, vor allem in Euro- Unternehmensanleihen mit guter Bonität und Staatsanleihen, ebenso in Geldmarktanlagen.++++

KI, Big Data, Cloud - Tech-Aktien toppen alles

Technologie und speziell KI - das ist das, was bei Branchen-ETFs weiterhin am meisten interessiert. Duisberg zufolge ist etwa der L&G Artificial Intelligence (IE00BK5BCD43) beliebt, ebenso der WisdomTree Artificial Intelligence (IE00BDVPNG13), aber auch ETFs mit einem Cloud-Schwerpunkt wie der WisdomTree Cloud Computing (IE00BJGWQN72). Mohr registriert rege Nachfrage nach S&P 500 Information Technology- und MSCI World Information Technology-ETFs, etwa von iShares (IE00B3WJKG14) oder Amundi (LU0533033667). Immer gerne gesetzt werde zudem auf den Xtrackers Artificial Intelligence & Big Data (IE00BGV5VN51). Der ist auch bei Lang & Schwarz beliebt, ebenso der S&P 500 Information Technology-Tracker von iShares.

Daneben zieht die Gesundheitsbranche. Zugegriffen wird laut Mohr etwa bei ETFs wie dem Lyxor Stoxx Europe 600 Healthcare (LU1834986900).Geldmarkt-Tracker ziehen weiter, hin und her in Kryptos

Im Anleihebereich stehen laut Société Générale Geldmarktprodukte weiter in der Gunst ganz oben, etwa mit ETFs von Lyxor (FR0010510800) und Xtracker (LU0290358497). Gut an kämen aber auch europäische (LU1681046691) und US-amerikanische Staatsanleihen. "Gute Umsätze weisen auch die iBonds auf", ergänzt Mohr.

Viel los ist unverändert im Handel mit Krypto-ETNs, wie die Händler von ICF und Lang & Schwarz feststellen. Am meisten um geht laut Puschmann derzeit im ETC Group Physical Bitcoin (DE000A27Z304) - in beide Richtungen. In der Hoffnung auf Genehmigung des Bitcoin-Spot-ETFs in den USA war der Bitcoin Anfang des Jahres auf über 46.000 US-Dollar gestiegen, aktuell kostet die Kryptowährung 42.770 US-Dollar.

Von Anna-Maria Borse, 6. Februar 2024 © Deutsche Börse AG

(Für den Inhalt der Kolumne ist allein Deutsche Börse AG verantwortlich. Die Beiträge sind keine Aufforderung zum Kauf und Verkauf von Wertpapieren oder anderen Vermögenswerten.)

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