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Vor der mit Spannung erwarteten Quartalsbilanz des US-Halbleiterriesen Nvidia US67066G1040 haben die Anleger DE0008469008 zur Wochenmitte wieder etwas Mut gefasst.

21.02.2024 - 17:56:13

Frankfurt Schluss: Dax stabil vor Zahlen des Trendsetters Nvidia

Mit zum Schluss 17 118,12 Punkten gewann der deutsche Leitindex Dax DE0008469008 am Mittwoch 0,29 Prozent. Er hielt sich in Schlagdistanz zum Rekordhoch bei rund 17 200 Zählern. Für den MDax DE0008467416 der mittelgroßen Werte ging es dagegen um 0,17 Prozent auf 25 714,20 Punkte abwärts.

Nvidia berichtet kurz nach US-Börsenschluss über die jüngste Geschäftsentwicklung. Das Unternehmen gilt als Gradmesser für die in vielen Tech-Werten steckende Fantasie rund ums Thema Künstliche Intelligenz (KI). Laut den Experten von Index Radar geht es bei den Zahlen um mehr als nur die Bilanz des Unternehmens. "Vielmehr steht ein Realitätscheck der KI-Euphorie an: Nur wenn Nvidia optimistisch in die Zukunft blickt, bleibt der wichtigste Kurstreiber im Tech-Segment in Schwung. Erfüllt der Konzern nur die Erwartungen, dürfte die Stimmung bereits drehen."

Vor den Nvidia-Zahlen zieht am Abend die Geldpolitik noch die Aufmerksamkeit auf sich - mit dem Protokoll der jüngsten US-Notenbanksitzung. Die Details daraus könnten wichtig werden, um die Wahrscheinlichkeit und den Zeitpunkt von Zinssenkungen besser einschätzen zu können. Konjunkturdaten waren zuletzt nicht förderlich für die Annahme, dass dies rasch passieren wird.

Am deutschen Markt waren zyklische Werte gefragt - also Aktien mit höherer Abhängigkeit von der konjunkturellen Entwicklung. Im Dax zeigte sich dies an den Kurszuwächsen von bis zu 2,4 Prozent für Papiere aus dem Automobilbau wie Mercedes-Benz DE0007100000, BMW DE0005190003, Porsche und Volkswagen.

Im Dax stand ferner Fresenius DE0005785604 mit Jahreszahlen im Fokus. Nach kräftigen Kursgewinne im frühen Handel gaben die Aktien diese großteils ab und schlossen nur noch 0,6 Prozent höher. Analysten bemängelten vorsichtige Prognosen des Gesundheitskonzerns für 2024.

Ein schwächer als von Experten gedacht ausgefallener Geschäftsausblick von Repligen US7599161095 zog die Vorzüge von Sartorius DE0007165631 mit nach unten. Die Papiere des deutschen Pharma- und Laborzulieferers verloren 0,9 Prozent.

Die Aktien von SMA Solar DE000A0DJ6J9 litten mit minus 6,9 Prozent unter negativen Vorgaben aus den USA. Ein enttäuschender Ausblick des US-Wettbewerbers Solaredge US83417M1045, dessen Papiere im New Yorker Handel einbrachen, lastete auf dem Kurs des Herstellers von Wechselrichtern.

Eine Kaufempfehlung der Investmentbank Kepler Cheuvreux beflügelte die Aktien des Industriedienstleisters Bilfinger DE0005909006. Sie gewannen an der Spitze des Nebenwerteindex SDax DE0009653386 4,2 Prozent.

An Europas Börsen ging es überwiegend aufwärts. Der EuroStoxx 50 EU0009658145, Leitindex der Euroregion, gewann 0,32 Prozent auf 4775,31 Punkte, während der Pariser Cac 40 FR0003500008 sogar ein Rekordhoch erklomm. Der Londoner FTSE 100 schloss dagegen tiefer. In den USA gab der Dow Jones Industrial US2605661048 zuletzt moderat nach. Der technologielastige Nasdaq 100 lag deutlicher im Minus.

Im Devisenhandel notierte der Euro EU0009652759 mit 1,0815 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,0809 Dollar festgesetzt.

Am Rentenmarkt stagnierte die Umlaufrendite bei 2,42 Prozent. Der Rentenindex Rex DE0008469107 stieg um 0,03 Prozent auf 125,37 Punkte. Der Bund-Future DE0009652644 verlor 0,47 Prozent auf 132,48 Punkte./bek/he

--- Von Benjamin Krieger, dpa-AFX ---

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