EQS-News, Pressemitteilung

vbw Pressemitteilung zur Studie 'Steuerliche Standortqualitäten für Unternehmen in der EU': Deutschland hat die zweithöchsten Unternehmensteuern in der EU Emittent / Herausgeber: ibw - Informationszentrale der Bayerischen Wirtschaft e.

27.03.2024 - 09:41:05

EQS-News: vbw Pressemitteilung zur Studie 'Steuerliche Standortqualitäten für Unternehmen in der EU': Deutschland hat die zweithöchsten Unternehmensteuern in der EU (deutsch)

vbw Pressemitteilung zur Studie 'Steuerliche Standortqualitäten für Unternehmen in der EU': Deutschland hat die zweithöchsten Unternehmensteuern in der EU

Emittent / Herausgeber: ibw - Informationszentrale der Bayerischen
Wirtschaft e. V. / Schlagwort(e): Sonstiges/Sonstiges
vbw Pressemitteilung zur Studie 'Steuerliche Standortqualitäten für
Unternehmen in der EU': Deutschland hat die zweithöchsten Unternehmensteuern
in der EU

27.03.2024 / 09:40 CET/CEST
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.

---------------------------------------------------------------------------

Deutschland hat die zweithöchsten Unternehmensteuern in der EU
Brossardt: "Stillstand manifestiert Wettbewerbsnachteil"

(München, 27.03.2024). Deutschland hat nach Portugal die zweithöchsten
Unternehmensteuern in der EU und bei der Verbesserung der Steuerregeln
herrscht weitestgehend Stillstand. "Unsere Steuerregelungen benachteiligen
inländische Unternehmen gegenüber der weltweiten Konkurrenz. Das gilt ganz
besonders auch im europäischen Vergleich. Je stärker sich die
wirtschaftliche Dynamik eintrübt, desto offener tritt dieser
Standortnachteil zu Tage. Minimale Erleichterungen etwa bei der
Niedrigsteuergrenze im Außensteuerrecht helfen kaum weiter. Das
Belastungsniveau ist für viele Unternehmen nicht mehr zu stemmen. Wir dürfen
uns nicht wundern, wenn Teile der Wertschöpfungsketten ins Ausland verlagert
werden", erklärt Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der vbw -
Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V., zentrale Ergebnisse der vbw
Studie "Deutsche Unternehmen auf den Weltmärkten - Steuerliche Hemmnisse".
Die Studie wurde von Prof. Dr. Deborah Schanz von der LMU München erstellt
und speziell mit Fokus auf Europa ergänzt.

Seit 2014 haben nur vier EU-Mitgliedsstaaten die Unternehmensteuern
angehoben, drei davon bleiben unter dem deutschen Niveau. 13 Staaten haben
sie abgesenkt. "Drei ehemals teurere Staaten - Frankreich, Belgien und
Italien - sind nun günstiger als Deutschland, der Rest hat den Abstand
vergrößert. Gleiches gilt für die effektive Steuerlast: Nach Portugal trägt
Deutschland die rote Laterne. Wir können mit unseren Wettbewerbern nicht
mehr mithalten. Unsere Konkurrenten stellen die Unternehmen sukzessive
besser, um wirtschaftlich vorwärtszukommen. Bei uns herrscht hingegen
Stillstand. Auch der deutsche Spitzensteuersatz für Personenunternehmen
liegt mit 47,5 Prozent europaweit im oberen Viertel. Die Zeichen einer
schleichenden De-Industrialisierung sind nicht mehr wegzudiskutieren. Wir
müssen jetzt die Weichen neu stellen, bevor es zu spät ist",
fordertBrossardt.

Die Studie belegt, dass auch die steuerliche Förderung von
Forschungsvorhaben im Ausland meist attraktiver ausgestaltet ist als bei
uns. So beschränkt Deutschland die Fördermöglichkeiten auf aktuell 4
Millionen Euro. "Das Angebot ist für kleine Projekte durchaus interessant
und würde mit dem Wachstumschancengesetz noch besser. Für teurere
Forschungsvorhaben ist jedoch kein wettbewerbsfähiges Angebot geplant. Für
Fördervorhaben in Höhe von 100 Millionen Euro bieten 15 EU-Länder deutlich
bessere Konditionen an. Um unseren Standort auch für forschungsintensive
Unternehmen interessant zu halten, müssen Fördergrenzen fallen, die
Innovation ausbremsen", findet Brossardt.

Auch die Beschränkung des Verlustvortrags in Deutschland ist der vbw ein
Dorn im Auge. "Andere Länder lassen Verluste schneller anrechnen. Die
Unternehmen bauen dadurch nach Verlustphasen ihre Wettbewerbsfähigkeit
spürbar schneller wieder aus. Das ist der richtige Weg. Wir müssen
konsequent nachziehen. Das wäre ein echter Gewinn für den Standort", so
Brossardt abschließend.

Die Studie finden Sie unter: www.vbw-bayern.de/standortqualitaeten
Kontakt: Tobias Rademacher, 089-551 78-399, tobias.rademacher@ibw-bayern.de


---------------------------------------------------------------------------

Veröffentlichung einer Mitteilung, übermittelt durch EQS Group AG.
Medienarchiv unter https://www.eqs-news.com.

Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.


---------------------------------------------------------------------------

   Sprache:        Deutsch
   Unternehmen:    ibw - Informationszentrale der Bayerischen Wirtschaft
                   e. V.
                   Max-Joseph-Straße 5
                   München 80333
                   Deutschland
   Internet:       https://www.ibw-bayern.de/
   EQS News ID:    1868553



   Ende der Mitteilung    EQS News-Service
---------------------------------------------------------------------------

@ dpa.de