Thema des Tages, Börsen/Aktien

Einige enttäuschende Quartalszahlen von US-Technologiekonzernen haben die Anleger am deutschen Aktienmarkt zur Wochenmitte kaum verunsichert.

31.01.2024 - 10:11:54

Frankfurt Eröffnung: Zurückhaltung vor US-Zinsentscheid

Der Dax DE0008469008 notierte im frühen Handel 0,04 Prozent höher bei 16 979,67 Punkten. Damit liegt der Leitindex weiterhin nur wenig unter seinem Rekordhoch bei knapp über 17 000 Punkten. Der MDax DE0008467416 verlor 0,12 Prozent auf 25 981,61 Zähler. Der EuroStoxx EU0009658145 als Leitindex der Eurozone gewann 0,2 Prozent.

Wie es an den Börsen weitergeht, hängt nun voraussichtlich von der US-Notenbank Fed ab. Anleger erhoffen sich von der Zinsentscheidung am Abend auch Aufschluss über den weiteren geldpolitischen Pfad der Fed. Die an den Finanzmärkten heiß diskutierte Fragen sind, wann die US-Währungshüter erstmals nach längerer Zeit wieder die Zinsen herunterschrauben und wie viele Zinssenkungen es in diesem Jahr geben wird.

Die nach US-Börsenschluss veröffentlichten Quartalsberichte der Google-Muttergesellschaft Alphabet US02079K1079US02079K3059 kamen bei den Anlegern im nachbörslichen Handel nicht gut an. Die Aktien sackten um 5,8 Prozent ab. Auch die Resultate von Microsoft US5949181045 entfachten unter Investoren keine Begeisterung.

Schwache Vorgaben vom US-Chiphersteller AMD US0079031078 und von Samsung KR7005930003 aus Südkorea hinterließen Spuren bei deutschen Werten aus der Halbleiterbranche. So fielen Infineon DE0006231004 um 0,8 Prozent, Elmos DE0005677108 um 0,8 Prozent und Aixtron DE000A0WMPJ6 um 0,9 Prozent.

Sinkende Kapitalmarktzinsen kurz vor der mit Spannung erwarteten Sitzung der US-Notenbank Fed sorgten für festere Kurse im Immobiliensektor. Die Papiere von Vonovia DE000A1ML7J1 gewannen als zweitbester Dax-Wert 1,8 Prozent. Die Titel von TAG DE0008303504 und Aroundtown LU1673108939 gehörten mit Kursaufschlägen von 3,3 beziehungsweise 2,3 Prozent zu den Top-Werten im MDax. Der Immobiliensektor profitiert tendenziell von niedrigen Kapitalmarktzinsen, da sie Akquisitionen und auch die Refinanzierung verbilligen.

Die Anteilsscheine von Atoss DE0005104400 setzten nach Quartalszahlen des Softwarespezialisten ihren jüngsten Rekordlauf fort und stiegen als SDax-Spitzenreiter DE0009653386 um 2,9 Prozent. Atoss steigerte den Umsatz im Schlussquartal um ein Drittel und den operativen Gewinn um gut zwei Drittel. Die Werte fielen besser aus als von Experten gedacht. Zudem soll die Dividende auf 3,37 Euro je Aktie steigen. Jefferies-Analyst Henrik Paganetty lobte die starke operative Dynamik des Unternehmens.

Die Aktien von Rational DE0007010803 büßten 2,7 Prozent ein und gehörten damit zu den schwächsten Werten im MDax. Zuvor hatten die Analysten der Investmentbank Exane BNP die Papiere des Profiküchenausrüsters von "Neutral" auf "Underperform" herabgestuft.

@ dpa.de