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Die US-Aktienmärkte haben sich am Donnerstag im Handelsverlauf von ihrer anfänglichen Schwächephase erholt.

11.04.2024 - 22:38:50

New York Schluss: Dow holt Anfangsverluste auf - Nasdaq stark

Dabei präsentierten sich vor allem die Technologiewerte an der Nasdaq in starker Verfassung. Der Dow Jones Industrial US2605661048 schloss mit einem Minus von 0,01 Prozent bei 38 459,08 Punkten. Für den marktbreiten S&P 500 US78378X1072 ging es um 0,74 Prozent auf 5199,06 Zähler aufwärts. Der technologielastige Nasdaq 100 US6311011026 stieg um 1,65 Prozent auf 18 307,98 Punkte.

Frische Daten signalisierten einen robusten Arbeitsmarkt und einen beschleunigten Preisauftrieb in den USA. So ist die Zahl der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe stärker als erwartet gefallen. Die Erzeugerpreise stiegen im März um 2,1 Prozent, verglichen mit plus 1,6 Prozent im Vormonat. Bereits am Mittwoch hatten überraschend hohe Verbraucherpreise die Hoffnungen auf bald sinkende Zinsen weiter schwinden lassen.

Vor dem Hintergrund insgesamt starker US-Konjunkturdaten und der anstehenden Berichtssaison zum ersten Quartal konzentrieren sich die Anleger allerdings schon wieder auf das Positive: die Widerstandsfähigkeit der US-Wirtschaft und die Unternehmensgewinne. Am Freitag machen die US-Banken JPMorgan US46625H1005, Wells Fargo US9497461015 und Citigroup US1729674242US1729674242US1729674242 mit ihren Quartalsberichten den Auftakt.

Unter den Einzelwerten rückte der Pharmasektor wegen Übernahmemeldungen in den Blick. So sprangen die Aktien von Alpine Immune Sciences US02083G1004 um knapp 37 Prozent hoch, nachdem Vertex Pharmaceuticals US92532F1003 mitgeteilt hatte, den Entwickler von Nierenmedikamenten für 65 US-Dollar je Aktie oder rund 4,9 Milliarden Dollar in bar übernehmen zu wollen. Vertex gewannen 0,7 Prozent.

Die Anteilscheine von Janux Therapeutics US47103J1051 kletterten um 12 Prozent hoch. Der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge prüft der Arzneimittelhersteller verschiedene Optionen, darunter auch einen Verkauf, nachdem größere Pharmaunternehmen Übernahmeinteresse bekundet hätten.

Der Kurs der Rallybio-Aktien US75120L1008 schnellte um 83 Prozent hoch. Das Biotech-Unternehmen hatte eine Partnerschaft mit Johnson & Johnson US4781601046 sowie ein Kapitalinvestment des Pharmakonzerns von 6,6 Millionen Dollar bekannt gegeben. Die J&J-Papiere verloren 0,9 Prozent.

Die Aktien von Amazon US0231351067 erklommen ein Rekordhoch und legten am Ende um 1,7 Prozent zu. Der vorherige Höchststand war während der Corona-Krise im Juli 2021 erreicht worden. Der Chef des Einzelhandelsriesen, Andy Jassy, hatte sich in einem Brief an die Aktionäre zuversichtlich mit Blick auf die KI-Strategie des Konzerns geäußert.

Spitzenreiter im Dow mit einem Kursplus von 4,3 Prozent waren Apple US0378331005. Damit stiegen die Papiere auf das höchste Niveau seit drei Wochen. Um die schleppenden Computerverkäufe anzukurbeln, bereite der Technologiekonzern die Überarbeitung seiner gesamten Mac-Produktlinie mit einer neuen Familie eigener Prozessoren mit Bezug zum Thema Künstliche Intelligenz vor, berichtete Bloomberg unter Berufung auf Insider.

Nike-Titel US6541061031 legten um 3,4 Prozent zu. Die Analysten der Bank of America US0605051046 sprachen für die Aktien des Sportartikelkonzerns eine Kaufempfehlung aus und erhöhten ihr Kursziel.

Die Aktien von Morgan Stanley US6174464486 fielen um 5,3 Prozent, nachdem das "Wall Street Journal" berichtet hatte, dass die Vermögensverwaltungssparte der Investmentbank von mehreren Bundesbehörden wegen ihrer Kundenprüfungspraktiken und möglicher Geldwäscherisiken untersucht werde.

Der Euro EU0009652759 erholte sich im US-Handel etwas von seinen Verlusten aus dem europäischen Geschäft. Zuletzt wurde die Gemeinschaftswährung mit 1,0727 Dollar gehandelt. In Europa war der Euro nach den Entscheidungen der Europäischen Zentralbank (EZB) unter die Marke von 1,07 Dollar auf den niedrigsten Stand seit Mitte Februar gefallen. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs auf 1,0729 (Mittwoch: 1,0860) Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,9320 (0,9208) Euro gekostet.

US-Staatsanleihen büßten ihre moderaten Anfangsgewinne ein und rutschten ins Minus. Der Terminkontrakt für zehnjährige Anleihen (T-Note-Future) notierte zuletzt 0,10 Prozent tiefer bei 108,09 Punkte. Die Rendite zehnjähriger Staatspapiere betrug 4,57 Prozent.

@ dpa.de