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ANTEIL DER ANGESCHLAGENEN UNTERNEHMEN IN EUROPA STEIGT AUF HÖCHSTWERT - SCHWEIZER UNTERNEHMEN ZEIGEN SICH BISHER ROBUST Dynamics Group AG / Schlagwort(e): Studienergebnisse ANTEIL DER ANGESCHLAGENEN UNTERNEHMEN IN EUROPA STEIGT AUF HÖCHSTWERT - SCHWEIZER UNTERNEHMEN ZEIGEN SICH BISHER ROBUST 21.02.2024 / 07:15 CET / CEST --------------------------------------------------------------------------- Medien Mitteilung ANTEIL DER ANGESCHLAGENEN UNTERNEHMEN IN EUROPA STEIGT AUF HÖCHSTWERT - SCHWEIZER UNTERNEHMEN ZEIGEN SICH BISHER ROBUST Jedes 10 Unternehmen in Europa in Schwierigkeiten Schweizer Unternehmen zeigen sich im europäischen Vergleich bisher relativ robust Konsumgütersektor gehört zu den kritischsten Branchen in Europa und der Schweiz Zürich, 21.

21.02.2024 - 07:16:10

EQS-News: ANTEIL DER ANGESCHLAGENEN UNTERNEHMEN IN EUROPA STEIGT AUF HÖCHSTWERT - SCHWEIZER UNTERNEHMEN ZEIGEN SICH BISHER ROBUST (deutsch)

ANTEIL DER ANGESCHLAGENEN UNTERNEHMEN IN EUROPA STEIGT AUF HÖCHSTWERT - SCHWEIZER UNTERNEHMEN ZEIGEN SICH BISHER ROBUST

Dynamics Group AG / Schlagwort(e): Studienergebnisse
ANTEIL DER ANGESCHLAGENEN UNTERNEHMEN IN EUROPA STEIGT AUF HÖCHSTWERT -
SCHWEIZER UNTERNEHMEN ZEIGEN SICH BISHER ROBUST

21.02.2024 / 07:15 CET/CEST

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Medien Mitteilung

ANTEIL DER ANGESCHLAGENEN UNTERNEHMEN IN EUROPA STEIGT AUF HÖCHSTWERT -
SCHWEIZER UNTERNEHMEN ZEIGEN SICH BISHER ROBUST

Jedes 10 Unternehmen in Europa in Schwierigkeiten

Schweizer Unternehmen zeigen sich im europäischen Vergleich bisher relativ
robust

Konsumgütersektor gehört zu den kritischsten Branchen in Europa und der
Schweiz

Zürich, 21. Februar 2024 - Das weltweit tätige Beratungsunternehmen Alvarez
& Marsal (A&M) hat heute seinen halbjährlich erscheinenden Alvarez & Marsal
Distress Alert (ADA)1 veröffentlicht, der die Ertrags- und Finanzlage von
mehr als 4.7002 Unternehmen in Europa bewertet. Der ADA bewertet die
Solidität der Bilanzen und Erträge von Tausenden von Unternehmen in 33
Ländern der EMEA-Region und identifiziert Unternehmen, die sich in einer
finanziellen Notlage befinden oder in Kürze in eine Solche geraten könnten.

Die Analyse stellt fest, dass der Prozentsatz der Unternehmen, die sich in
finanziellen Schwierigkeiten (sog. «Financial Distress») befinden - eine
Kombination aus schwacher Bilanz und unzureichender Performance - im Jahr
2023 auf 9,8 % gestiegen ist. Damit wurde der höchste Stand seit Beginn der
Pandemie im Jahr 2020 erreicht. Europaweit sind damit knapp 10 % der
erfassten Unternehmen von ernsthaften Problemen betroffen, die eine
Restrukturierung im engeren Sinn erforderlich machen.

Als Ursache lassen sich insbesondere die Auswirkungen der Inflation auf die
Erträge, höhere Löhne und Energiekosten, sowie die nachlassende
Verbrauchernachfrage ausmachen. Die Zahl der Unternehmen mit schwachen
Bilanzen ist im Jahresvergleich weiter gestiegen und macht mit 31.3% fast
ein Drittel aller europäischen Unternehmen aus. Darin spiegeln sich auch die
Auswirkungen steigender Finanzierungskosten und bevorstehender Fälligkeiten
in einem Umfeld höherer Zinsen wider, wobei schwache Bilanzen weiterhin ein
treibender Faktor für Notlagen sind. Die Analyse der letzten verfügbaren
Finanzabschlüsse3 zeigt, dass die schwächer werdende Ertragslage der
Unternehmen zunehmend eine Rolle spielte. Gleichzeitig stieg der Anteil der
Unternehmen, denen es an Leistungsfähigkeit mangelt, von 12,3 % im Jahr 2022
auf 14,8 % und erreichte damit ebenfalls den höchsten Stand seit 2020.

In ganz Europa waren in den letzten 12 Monaten die verbrauchernahen
Unternehmen am stärksten in Bedrängnis. In der Medien- und
Unterhaltungsbranche befinden sich 16,3 % der Unternehmen in
Schwierigkeiten, gegenüber 13,3 % im Vorjahr. Längerfristige Trends wie
rückläufige Werbeeinnahmen und die Dezentralisierung der Inhaltserstellung
auf Social-Media-Plattformen in Verbindung mit der sinkenden
Verbrauchernachfrage haben den Sektor weiter unter Druck gesetzt. Auch die
Performance und die Bilanzen der Modeunternehmen haben sich im Jahr 2023
verschlechtert: 16,1 % der Unternehmen befinden sich in Schwierigkeiten,
gegenüber 13,5 % im Jahr 2022. Steigende Betriebskosten, wie z. B. steigende
Löhne und Energierechnungen, und ein Rückgang der diskretionären Ausgaben
haben den Sektor hart getroffen.

Deutschland wies mit 15 % den höchsten Anteil an notleidenden Unternehmen
auf, was einen deutlichen Anstieg gegenüber 9 % im letzten Jahr bedeutet,
und das schwierige Geschäftsumfeld widerspiegelt, da es das einzige Land in
Europa ist, das eine Rezession erlebt. Die Notlage der deutschen Wirtschaft
hat sich weiter verschärft, insbesondere im kapitalintensiven Immobilien-
und Bausektor. Weitere Länder mit einer hohen Anzahl an notleidende
Unternehmen sind Benelux (12 %) und Italien (10.1 %).

Gioele Balmelli, Director bei A&M Restructuring sagt: "Die europäischen
Unternehmen werden von allen Seiten unter Druck gesetzt, da die Nachfrage
sinkt und die Finanzierungskosten steigen. Ein Anstieg der
Restrukturierungsaktivitäten scheint unvermeidlich, da mehr finanzielle und
betriebliche Eingriffe erforderlich sein werden, um die Performance zu
verbessern, die Kosten zu senken und die Kapitalstrukturen zu optimieren.
Das Verbrauchervertrauen ist nach wie vor gering, und die höheren Wohnkosten
belasten die Nachfrage, so dass die schwierigste Zeit noch bevorstehen
könnte. Unternehmen müssen einen ganzheitlichen Blick auf ihre Situation
werfen, um sowohl ihre kurzfristige Position als auch ihre langfristige
Wettbewerbsfähigkeit zu stärken."

Insolvenzrisiko in der Schweiz bleibt auf tiefem Niveau

In der Schweiz hat das Insolvenzrisiko der Unternehmen im Jahr 2023
gegenüber dem Vorjahr leicht abgenommen und bleibt im Vergleich zu anderen
europäischen Ländern auf einem stabilen Niveau.

Unter Druck ist jedoch insbesondere der Rohstoff- und der Mediensektor sowie
der Detailhandel. Hier hat das Risiko und Bedarf an Restrukturierungen
spürbar zugenommen. Erstmals weist auch der Gesundheitssektor erste
Tendenzen von Stress aus, wenn auch noch auf tiefem Niveau. Obwohl der
Anteil der Unternehmen in der Schweiz mit mangelnder Leistungsfähigkeit in
der jüngsten Analyse von 13,3 % auf 12,8 % leicht zurückgegangen ist,
bestehen weiterhin erhebliche Herausforderungen für die Zukunft. Kritisch zu
betrachten sind insbesondere Schweizer Unternehmen mit einem grossen
Exportanteil unter anderem nach Deutschland. Zusätzlich haben Unternehmen
zunehmend Schwierigkeiten, höhere Kosten an ihre Kunden weiterzugeben, und
es wird erwartet, dass der Druck auf die Margen im Laufe des Jahres weiter
steigen wird, was sich negativ auf die Ertragslage auswirken kann.

Alessandro Farsaci, Managing Director und Head of Restructuring Schweiz bei
Alvarez & Marsal, sagt: "Schweizer Unternehmen zeichnen sich im europäischen
Vergleich bisher nach wie vor durch eine erstaunlichen Widerstandfähigkeit
aus, was tendenziell auch an der tendenziell konservativeren
Finanzierungsstruktur liegt. In der Restrukturierungsszene wird allerdings
seit Ende 2023 eine Zunahme von Kreditvertragsverletzungen beobachtet bzw.
dass die finanzielle Restrukturierungsaktivität zunimmt. Zudem zeigt sich,
dass auch in der Schweiz Sektoren wie Rohstoffe, Medien, Detailhandel und
Gesundheit zunehmend unter Druck stehen und damit gefordert sind
Transformationsprogramme oder umfassende Restrukturierungen umzusetzen."

Methodik

Das A&M-Beratungsteam für finanzielle Restrukturierung hat eine Methodik
entwickelt, um die Leistungsfähigkeit und Bilanzstabilität europäischer
Unternehmen zu bewerten, mit dem Ziel, diejenigen Unternehmen zu
identifizieren, die sich in einer finanziellen Notlage befinden oder sich
möglicherweise bald in diese Richtung bewegen werden.

Die Studie umfasst börsennotierte und private Unternehmen mit einem
Jahresumsatz von mehr als 20 Millionen Euro in 33 Ländern in Europa und dem
Nahen Osten und basiert auf den Daten von mehr als 26.000 Unternehmen für
die Geschäftsjahre 2020 bis 2022 und von etwa 4.700 Unternehmen, die bis
November 2023 ihre Finanzergebnisse gemeldet haben.

Der ADA-Index analysiert 18 KPIs, um zwei Sub-Scores zu bilden: den
Performance-Score, der auf der eigenen Gewinn- und Verlustrechnung des
Unternehmens sowie den damit verbundenen KPIs im Vergleich zu seinen
Branchenkollegen basiert, und den Robustheits-Score, der auf detaillierten
Bilanzdaten beruht.

Über Alvarez & Marsal

Führende, global operierende Unternehmen, Investoren und öffentliche
Einrichtungen weltweit wenden sich an Alvarez & Marsal (A&M), für kompetente
Unterstützung bei der Lösung betrieblicher, finanzieller und/oder
regulatorischer Herausforderungen. A&M befindet sich seit seiner Gründung im
Jahr 1983 in Privatbesitz. Wenn herkömmliche Ansätze nicht ausreichen, um
eine Transformation zu bewirken und den Wandel voranzutreiben, wenden sich
unsere Kunden an unser fundiertes Fachwissen und unsere Fähigkeit,
praktische Lösungen für ihre einzigartigen Probleme zu liefern.

Mit über 9.000 Mitarbeitern auf sechs Kontinenten liefern wir greifbare
Ergebnisse für Unternehmen, Vorstände, Private-Equity-Firmen,
Anwaltskanzleien und Regierungsbehörden, die vor komplexen Herausforderungen
stehen. Unsere Führungskräfte und ihre Teams nutzen die Erfahrung von A&M im
Bereich Restrukturierung, um Unternehmen zu helfen, entschlossen zu handeln,
ihr Wachstum zu beschleunigen und ihre Ergebnisse zu verbessern. Wir sind
erfahrene Fachleute und Berater, ehemalige Regulatoren und
Industriebehörden, die sich gemeinsam dafür einsetzen, dass unsere Kunden
wissen, was notwendig ist, um Veränderungen in strategischen
Unternehmenswert umzuwandeln, Risiken zu managen und in jeder Wachstumsphase
Werte zu schaffen.
Um mehr zu erfahren, besuchen Sie: AlvarezandMarsal.com. Folgen Sie A&M on
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KONTAKT:

Nicolas Weidmann
Dynamics Group
+41 (0)79 372 2981
nwe@dynamicsgroup.ch

Alessandro Farsaci
Alvarez & Marsal
afarsaci@alvarezandmarsal.com


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Zusatzmaterial zur Meldung:

Datei:
https://eqs-cockpit.com/c/fncls.ssp?u=38f9a2248815d271a1d15352b037d6dc
Dateibeschreibung: ADA Swiss Media Release 02.24_Final D
Datei:
https://eqs-cockpit.com/c/fncls.ssp?u=7110aa6f058f70f6aa9e882df0bdaacc
Dateibeschreibung: 9262_A&M_436040_RES_EMEA_A&M Distressed Alert
2024_Teaser_FINAL

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Ende der Medienmitteilungen

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1841393 21.02.2024 CET/CEST

@ dpa.de