EQS-HV, Leifheit

Leifheit Aktiengesellschaft

15.04.2024 - 15:06:44

EQS-HV: Leifheit Aktiengesellschaft: Bekanntmachung der Einberufung zur Hauptversammlung am 29.05.2024 in Frankfurt/Main mit dem Ziel der europaweiten Verbreitung gemäß §121 AktG

Leifheit Aktiengesellschaft / Bekanntmachung der Einberufung zur Hauptversammlung
Leifheit Aktiengesellschaft: Bekanntmachung der Einberufung zur Hauptversammlung am 29.05.2024 in Frankfurt/Main mit dem Ziel der europaweiten Verbreitung gemäß §121 AktG

15.04.2024 / 15:06 CET/CEST
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Leifheit Aktiengesellschaft Nassau/Lahn ISIN DE0006464506 Einladung zur ordentlichen Hauptversammlung 2024
Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, wir laden Sie ein zu unserer ordentlichen Hauptversammlung, die am Mittwoch, 29. Mai 2024, 11:00 Uhr (MESZ), in der Deutschen Nationalbibliothek, Adickesallee 1, 60322 Frankfurt/Main, stattfindet.
I TAGESORDNUNG
1. Vorlage des festgestellten Jahresabschlusses der Leifheit Aktiengesellschaft, des gebilligten Konzernabschlusses, des zusammengefassten Lageberichts der Leifheit Aktiengesellschaft und des Konzerns einschließlich des erläuternden Berichts des Vorstands zu den Angaben nach §§ 289a, 315a des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie des Berichts des Aufsichtsrats, jeweils für das Geschäftsjahr 2023 Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und den Konzernabschluss gemäß §§ 172, 173 des Aktiengesetzes (AktG) am 25. März 2024 gebilligt und den Jahresabschluss damit festgestellt. Somit entfällt zu diesem Punkt der Tagesordnung eine Beschlussfassung durch die Hauptversammlung. Jahresabschluss, Konzernabschluss und zusammengefasster Lagebericht einschließlich des erläuternden Berichts des Vorstands zu den Angaben nach §§ 289a, 315a HGB sowie der Bericht des Aufsichtsrats, jeweils für das Geschäftsjahr 2023, können im Internet unter https://www.leifheit-group.com/investor-relations/hauptversammlung/ eingesehen werden.
2. Verwendung des Bilanzgewinns Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, den Bilanzgewinn der Leifheit AG aus dem Geschäftsjahr 2023 in Höhe von 10.000.000,00 € wie folgt zu verwenden:
Ausschüttung für das Geschäftsjahr 2023 an die Aktionäre 9.996.696,15 €
Dieser Betrag setzt sich zusammen aus:
- Ausschüttung einer Dividende von 0,95 €
je dividendenberechtigte Stückaktie (ISIN DE0006464506):

9.044.629,85 €
- Ausschüttung einer Sonderdividende von 0,10 €
je dividendenberechtige Stückaktie (ISIN DE0006464506):

952.066,30 €
Gewinnvortrag 3.303,85 €
Der Vorschlag zur Verwendung des Bilanzgewinns berücksichtigt die 479.337 eigenen Aktien der Leifheit Aktiengesellschaft, die die Gesellschaft im Zeitpunkt der Einberufung unmittelbar oder mittelbar hält und die nicht dividendenberechtigt sind. Sollte sich die Anzahl der für das Geschäftsjahr 2023 dividendenberechtigten Stückaktien bis zur Hauptversammlung verändern, wird in der Hauptversammlung ein entsprechend angepasster Beschlussvorschlag zur Abstimmung gestellt, der unverändert eine Dividende von 0,95 € je dividendenberechtigte Stückaktie und eine Sonderdividende von 0,10 € je dividendenberechtigte Stückaktie sowie entsprechend angepasste Beträge für die Ausschüttungssumme und den Gewinnvortrag vorsieht.
3. Entlastung der Mitglieder des Vorstands für das Geschäftsjahr 2023 Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, die im Geschäftsjahr 2023 amtierenden Mitglieder des Vorstands für diesen Zeitraum zu entlasten.
4. Entlastung der Mitglieder des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2023 Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, die im Geschäftsjahr 2023 amtierenden Mitglieder des Aufsichtsrats für diesen Zeitraum zu entlasten.
5. Wahl des Abschlussprüfers und des Konzernabschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2024 sowie des Prüfers zur etwaigen prüferischen Durchsicht von Zwischenfinanzberichten Der Aufsichtsrat schlägt - gestützt auf die Empfehlung seines Prüfungsausschusses - vor, die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt/Main, zum Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2024 sowie zum Prüfer für eine etwaige prüferische Durchsicht von Zwischenfinanzberichten für das Geschäftsjahr 2024 und für eine etwaige prüferische Durchsicht von Zwischenfinanzberichten für das Geschäftsjahr 2025, die vor der ordentlichen Hauptversammlung 2025 erstellt werden, zu bestellen. Der Prüfungsausschuss hat in seiner Empfehlung erklärt, dass diese frei von ungebührlicher Einflussnahme durch Dritte ist und ihm keine - die Auswahl beschränkende - Klausel im Sinne von Art. 16 Abs. 6 Abschlussprüferverordnung (EU) 537/2014 auferlegt wurde.
6. Billigung des Vergütungsberichts für das Geschäftsjahr 2023 Gemäß § 162 AktG ist von Vorstand und Aufsichtsrat jährlich ein Vergütungsbericht zu erstellen. Der Abschlussprüfer hat den Vergütungsbericht formell geprüft und mit einem Prüfungsvermerk versehen. Der Vergütungsbericht nebst Vermerk über die Prüfung des Vergütungsberichts ist im Anschluss an die Tagesordnung unter Ziffer II „Vergütungsbericht für das Geschäftsjahr 2023“ abgedruckt. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, den nach § 162 AktG erstellten und geprüften Vergütungsbericht für das Geschäftsjahr 2023 zu billigen.
7. Wahlen zum Aufsichtsrat Mit Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung 2024 endet die Amtszeit sämtlicher Aufsichtsratsmitglieder der Aktionäre, sodass eine Neuwahl durch die Hauptversammlung erforderlich ist. Der Aufsichtsrat setzt sich nach § 8 Abs. 1 der Satzung aus sechs Mitgliedern zusammen, von denen gemäß §§ 96 Abs. 1, 101 Abs. 1 AktG, §§ 1 Abs. 1 Nr. 1 Satz 2, 4 Abs. 1 DrittelbG zwei Drittel von den Aktionären nach den Bestimmungen des Aktiengesetzes und ein Drittel von den Arbeitnehmern nach den Bestimmungen des Drittelbeteiligungsgesetzes gewählt werden. Der nachfolgende Wahlvorschlag, gestützt auf die Empfehlung des Nominierungsausschusses, berücksichtigt die vom Aufsichtsrat für seine Zusammensetzung beschlossenen Ziele - mit Ausnahme der Altersgrenze von 70 Jahren zum Zeitpunkt der Bestellung eines Aufsichtsratsmitglieds - und strebt die Ausfüllung des vom Aufsichtsrat erarbeiteten Kompetenzprofils und Diversitätskonzepts für das Gesamtgremium an. Herr Dr. Blaschke hat zum Zeitpunkt der Einberufung der Hauptversammlung die Altersgrenze von 70 Jahren erreicht. Er wird nach sorgfältiger Abwägung dennoch durch den Aufsichtsrat zur Wiederwahl vorgeschlagen, um im besten Interesse des Unternehmens die notwendige Kontinuität zu gewährleisten und die Neuaufstellung des Aufsichtsrats als Aufsichtsratsvorsitzender zu leiten. Der Aufsichtsrat schlägt vor, die nachfolgend unter 1) bis 4) genannten Personen als Vertreter der Anteilseigner zu Mitgliedern des Aufsichtsrats zu wählen:
1) Dr. Günter Blaschke, Buchloe,
Pensionär,
2) Rüdiger Böhle, Bruchsal,
CFO und kaufmännischer Geschäftsführer der Blanco GmbH + Co. KG, Oberderdingen,
3) Larissa Böhm, Wiesbaden,
Managing Director von Alantra EQMC Asset Management SGIIC, Madrid/Spanien, und
4) Stefan De Loecker, Chexbres/Schweiz,
CEO der Schleich GmbH, Schwäbisch Gmünd.
Die Wahl erfolgt jeweils für die Zeit vom Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung 2024 bis zur Beendigung der Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2028 beschließt. Im Sinne von § 100 Abs. 5 Satz 1 AktG verfügen Herr Dr. Blaschke sowie Frau Böhm über Sachverstand auf dem Gebiet Rechnungslegung und Herr Böhle über Sachverstand auf dem Gebiet Abschlussprüfung. Es ist beabsichtigt, entsprechend der Empfehlung in Ziffer C.15 Satz 1 des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) die Wahl der vorgeschlagenen Personen als Einzelwahl durchzuführen. Angaben gemäß § 125 Abs. 1 Satz 5 AktG Die zur Wahl vorgeschlagenen Personen sind zum Zeitpunkt der Einberufung dieser Hauptversammlung Mitglied in folgenden anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten (A) und in folgenden vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen (B):
1) Dr. Günter Blaschke
(A) keine
(B) keine
2) Rüdiger Böhle
(A) keine
(B) keine
3) Larissa Böhm
(A) keine
(B) keine
4) Stefan De Loecker
(A) keine
(B) - Eczac?bas? Consumer Products, Beykoz/Istanbul (TR), Mitglied des Advisory Boards
- Merz Asset Management Holding GmbH, Frankfurt/Main, Mitglied des Beirats
Der Aufsichtsrat soll bei seinen Wahlvorschlägen an die Hauptversammlung die für die Wahlentscheidung maßgebenden persönlichen und geschäftlichen Beziehungen der einzelnen vorgeschlagenen Personen zur Leifheit AG oder deren Konzernunternehmen, zu den Organen der Leifheit AG und zu einem wesentlich an der Leifheit AG beteiligten Aktionär offenlegen. Vor diesem Hintergrund werden die folgenden Angaben gemacht:
- Herr Dr. Günter Blaschke ist seit April 2019 Mitglied und Vorsitzender des Aufsichtsrats der Leifheit AG und Mitglied des Prüfungsausschusses sowie seit Mai 2019 Mitglied und Vorsitzender des Nominierungsausschusses sowie Mitglied des Personalausschusses, des Vertriebs-/Marketingausschusses und des Sortiments-/Innovationsausschusses.
- Frau Larissa Böhm ist Managing Director von Alantra EQMC Asset Management SGIIC, welche ein wesentlich an der Leifheit AG beteiligter Aktionär ist.
- Herr Stefan De Loecker ist seit Juni 2023 Mitglied und stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats der Leifheit AG, Mitglied des Personalausschusses und des Nominierungsausschusses sowie Mitglied und Vorsitzender des Vertriebs-/Marketingausschusses und des Sortiments-/Innovationsausschusses. Er übernahm in der Zeit vom 1. August 2023 bis 30. November 2023 interimistisch das Amt des Vorstandsvorsitzenden (CEO) der Leifheit AG. Für die Dauer seiner Bestellung als Vorstandsmitglied ruhte sein Mandat als Aufsichtsratsmitglied und stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender sowie seine Mitgliedschaften in den Ausschüssen.
Herr De Loecker wurde im Juni 2023 gemäß § 8, Abs. 2, Satz 1 der Satzung der Leifheit AG (Wahl nach vorzeitigem Ausscheiden eines Aufsichtsratsmitglieds) für die Zeit bis zur Beendigung der Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2023 beschließt, in den Aufsichtsrat gewählt. Die vorgeschlagenen Personen sind nach Einschätzung des Aufsichtsrats als unabhängig im Sinne des DCGK anzusehen. Weitere Informationen zu den vorgeschlagenen Personen, insbesondere ein aktueller Lebenslauf jeder Person, können vom Tag der Einberufung der Hauptversammlung an im Internet unter https://www.leifheit-group.com/investor-relations/hauptversammlung/ eingesehen werden.
8. Neufassung von § 15 der Satzung Im November 2023 hat der Gesetzgeber eine Änderung von § 123 Abs. 4 Satz 2 AktG beschlossen. Demnach hat sich der Nachweis des Anteilsbesitzes nun auf den Geschäftsschluss des 22. Tages vor der Versammlung (vormals: Beginn des 21. Tages vor der Versammlung) zu beziehen. Eine materielle Änderung der Frist ist damit nicht verbunden. § 15 der Satzung soll entsprechend angepasst werden. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, § 15 der Satzung wie folgt neu zu fassen:
„(1) Zur Teilnahme an der Hauptversammlung und zur Ausübung des Stimmrechts sind nur diejenigen Aktionäre berechtigt, die sich zur Hauptversammlung anmelden (Anmeldung) und der Gesellschaft die Berechtigung zur Teilnahme an der Hauptversammlung und zur Ausübung des Stimmrechts nachweisen (Nachweis).
(2) Die Anmeldung und der Nachweis müssen der Gesellschaft in Textform unter der in der Einberufung hierfür mitgeteilten Adresse nach Maßgabe der jeweils geltenden gesetzlichen Fristvorschriften rechtzeitig in deutscher oder englischer Sprache zugehen. Der Vorstand ist ermächtigt, in der Einberufung eine kürzere Anmeldefrist zu bestimmen.
(3) Für den Nachweis reicht ein in Textform von dem Letztintermediär gemäß § 67c Abs. 3 AktG ausgestellter Nachweis des Anteilsbesitzes aus. Der Nachweis hat sich auf den jeweils geltenden gesetzlichen Zeitpunkt zu beziehen.
(4) Die Voraussetzungen für die Teilnahme an der Hauptversammlung und die Ausübung des Stimmrechts sind in der Einberufung bekannt zu machen.“
II VERGÜTUNGSBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023
Zu Tagesordnungspunkt 6 schlagen Vorstand und Aufsichtsrat vor, den folgend abgedruckten Vergütungsbericht für das Geschäftsjahr 2023 zu billigen. Es ist als Bestandteil dieser Einladung, im Internet unter https://www.leifheit-group.com/investor-relations/hauptversammlung/ zugänglich und liegt während der Hauptversammlung zur Einsichtnahme aus. Vorstand und Aufsichtsrat der Leifheit AG berichten gemäß § 162 Aktiengesetz (AktG) klar und verständlich über die im Geschäftsjahr 2023 gewährte und geschuldete Vergütung von Mitgliedern des Vorstands und des Aufsichtsrats. Der Vergütungsbericht wurde vom Abschlussprüfer formell geprüft. Der Prüfungsvermerk findet sich im Anschluss an diesen Bericht. Der ordentlichen Hauptversammlung 2024, die voraussichtlich am 29. Mai 2024 stattfinden wird, wird dieser Vergütungsbericht zur Billigung vorgelegt. Detaillierte Informationen zu den Vergütungssystemen von Vorstand und Aufsichtsrat sowie der aktienrechtliche Vergütungsbericht und der Vermerk des Abschlussprüfers nach § 162 Abs. 3 Satz 3 AktG werden auf der Internetseite der Gesellschaft unter https://www.leifheit-group.com/investor-relations/corporate-governance/ veröffentlicht. Dort ist auch der Vergütungsbericht für das Geschäftsjahr 2022 zu finden, der von der Hauptversammlung im Juni 2023 gebilligt wurde. Dieser Bericht enthält - in einschlägigen Rechnungslegungsrahmen nicht genau bestimmte - ergänzende Finanzkennzahlen, die sogenannte alternative Leistungskennzahlen sind oder sein können. Für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von Leifheit sollten diese ergänzenden Finanzkennzahlen nicht isoliert oder als Alternative zu den im Konzernabschluss dargestellten und im Einklang mit einschlägigen Rechnungslegungsrahmen ermittelten Finanzkennzahlen herangezogen werden. Andere Unternehmen, die alternative Leistungskennzahlen mit einer ähnlichen Bezeichnung darstellen oder berichten, können diese anders berechnen. Erläuterungen zu verwendeten Finanzkennzahlen finden sich im zusammengefassten Lagebericht des Geschäftsberichts 2023. Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird in diesem Bericht nur die männliche Bezeichnung stellvertretend für alle Geschlechter verwendet. Bei der Verwendung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können aufgrund kaufmännischer Rundung geringe Abweichungen auftreten. Der Vergütungsbericht liegt ebenfalls in englischer Übersetzung vor. Bei Abweichungen geht die deutsche Fassung der englischen Übersetzung vor. Inhalt
1. Vergütung der Mitglieder des Vorstands
1.1 Anwendung des Vergütungssystems
1.2 Überblick über das Vergütungssystem
1.3 Abweichungen vom Vergütungssystem
1.4 Vergütung für das Geschäftsjahr 2023
2. Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats
2.1 Anwendung der Vergütung
2.2 Überblick über die Vergütung
2.3 Vergütung für das Geschäftsjahr 2023
3. Vertikalvergleich
1. Vergütung der Mitglieder des Vorstands
1.1 Anwendung des Vergütungssystems In seiner Sitzung am 23. März 2021 hat der Aufsichtsrat nach entsprechender Beratung das System zur Vergütung der Mitglieder des Vorstands der Leifheit AG entsprechend den Anforderungen des § 87a Abs. 1 AktG unter Berücksichtigung der Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) in der Fassung vom 16. Dezember 2019 beschlossen. Mit Beschluss vom 23. März 2022 hat der Aufsichtsrat das Vorstandsvergütungssystem angepasst. Hinsichtlich der Empfehlungen des DCGK wird auf die Entsprechenserklärung verwiesen, die auf der Internetseite der Gesellschaft unter https://www.leifheit-group.com/investor-relations/corporate-governance/ veröffentlicht ist. Das Vergütungssystem für die Vorstandsmitglieder - vorgelegt vom Aufsichtsrat der Leifheit AG, gestützt auf die Empfehlung seines Personalausschusses - wurde von der ordentlichen Hauptversammlung am 25. Mai 2022 gebilligt. Es gilt für alle Vorstandsdienstverträge, die nach der ordentlichen Hauptversammlung 2022 neu abgeschlossen, geändert oder verlängert wurden. 1.2 Überblick über das Vergütungssystem Das Vergütungssystem der Leifheit AG ist insgesamt auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet und steht im Einklang mit der Geschäftsstrategie. Es setzt für die Vorstände einzeln und den Vorstand in seiner Gesamtheit durch eine gewichtige und zugleich differenzierte variable Vergütung deutliche Leistungsanreize, ohne dadurch unverhältnismäßige Risiken zu begründen. Das Vergütungssystem entspricht den Bestimmungen des Aktiengesetzes und berücksichtigt die Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex. Es berücksichtigt darüber hinaus die Anforderungen von institutionellen Investoren und Stimmrechtsberatern. Die Vorstandsmitglieder erhalten eine feste Grundvergütung und eine variable Vergütung. Die variable Vergütung teilt sich in einen Short Term Incentive (STI) und einen Long Term Incentive (LTI) auf. Innerhalb der variablen Vergütung liegt der Schwerpunkt auf dem LTI. Das im Folgenden vorgestellte Vergütungssystem gilt für alle Vorstandsdienstverträge, die nach der ordentlichen Hauptversammlung 2022 neu abgeschlossen, geändert oder verlängert wurden. Das Vergütungssystem sieht für alle Vorstandsmitglieder eine Maximalvergütung vor. Die Maximalvergütung wird jeweils dienstvertraglich verankert. Die Begrenzung der Gesamtvergütung auf ein Maximum erfolgt durch lückenlose Festlegung aller Vergütungsbestandteile in den Dienstverträgen und eine Begrenzung (Cap) der beiden variablen Vergütungsbestandteile. Der Short Term Incentive (STI) ist auf maximal 150 % des dienstvertraglich fixierten Zielwertes begrenzt. Der Long Term Incentive (LTI) ist auf maximal 200 % des dienstvertraglich fixierten Zielwertes begrenzt. Im Einzelnen belaufen sich die (theoretischen) jährlichen Maximalvergütungen für die Vorstandsmitglieder ab dem 1. Januar 2023 auf:
- Vorstandsvorsitzender 2,0 Mio. € brutto
- Andere Mitglieder des Vorstands 1,5 Mio. € brutto
Eine einmalige Ausnahme von den vorstehend genannten (theoretischen) jährlichen Maximalvergütungen für die Vorstandsmitglieder gilt hinsichtlich der im Jahr 2025 zu gewährenden, im Jahr 2026 auszuzahlenden Vergütung aufgrund der Verkürzung der Laufdauer der jährlichen LTI-Tranchen. Mit dem im Jahr 2022 angepassten Vergütungssystem für die Vorstandsmitglieder wird die Laufdauer für die jährlichen LTI-Tranchen gegenüber der Regelung des Vergütungssystems in der vom Aufsichtsrat am 5. April 2021 beschlossenen und von der Hauptversammlung am 2. Juni 2021 gebilligten Fassung von vier auf drei Jahre verkürzt (vgl. hierzu nachstehende Ziff. 5.b). Im Jahr 2025 wird demnach die LTI-Tranche mit vierjähriger Laufdauer des Jahres 2022 sowie die LTI-Tranche mit dreijähriger Laufdauer des Jahres 2023 gewährt (soweit die sonstigen Voraussetzungen vorliegen). Dies rechtfertigt es, im Jahr 2025 eine Vergütung zu gewähren, die die vorstehend genannten Maximalwerte übersteigen kann. Die im Jahr 2025 zu gewährende und im Jahr 2026 auszuzahlende Maximalvergütung beläuft sich für den Vorstandsvorsitzenden auf 2,7 Mio. € brutto und für andere Mitglieder des Vorstands auf 2,1 Mio. €. Die Vergütung der Vorstände ist durch eine feste Grundvergütung und eine gewichtige variable Vergütung, die wiederum auf für die Leifheit AG geeignete finanzielle und nichtfinanzielle Ziele abstellt und die ihre Betonung in den langfristig zu betrachtenden Kennziffern hat, auf die Geschäftsstrategie und die langfristige Entwicklung der Leifheit AG ausgerichtet. Ausgehend vom jeweils durch den Aufsichtsrat genehmigten Budget trägt der Short Term Incentive (STI) über finanzielle Erfolgsziele dazu bei, das Wachstum der Leifheit AG zu fördern und deren Liquidität zu sichern. Über die in jährlichen Zielvereinbarungen im Voraus festgelegten nichtfinanziellen Erfolgsziele werden individuelle Leistungen des Vorstandsmitglieds, kollektive Leistungen des Vorstands in seiner Gesamtheit sowie Stakeholderziele und andere geeignete Ziele gefördert. Der Long Term Incentive (LTI) trägt zur Förderung der Geschäftsstrategie und insbesondere langfristigen Entwicklung der Leifheit AG bei, indem die Unternehmensleistung anhand der beiden Erfolgsziele EPS-Wachstum und ROCE jeweils auf Basis der vom Aufsichtsrat genehmigten Mittelfristplanung gemessen wird. Durch die Verwendung und durch das Zusammenspiel dieser beiden internen Kennzahlen wird eine nachhaltige Unternehmenssteuerung sichergestellt. Darüber hinaus ist die Aktienkursentwicklung über jeweils drei Jahre für die Höhe des LTI maßgeblich, was ebenfalls zur Nachhaltigkeit und langfristigen Entwicklung der Gesellschaft beiträgt. Auch die rollierende Gewährung des LTI (anstelle einer en bloc-Gewährung) unterstützt ein nachhaltiges Handeln der Vorstände und setzt im Vorstand identische Anreize. Die Förderung der Geschäftsstrategie und der langfristigen Entwicklung ist darüber hinaus durch die Verpflichtung der Vorstände zu einem Eigeninvestment in Leifheit-Aktien, ohne deren Erfüllung der LTI entfällt, gewährleistet. Die Gesamtvergütung der Vorstände setzt sich aus drei Bestandteilen zusammen:
1. feste jährliche Grundvergütung
2. kurzfristige variable Vergütung (STI)
3. langfristige variable Vergütung (LTI)
Die feste jährliche Grundvergütung ist unter Berücksichtigung der Lage der Gesellschaft am Verantwortungsbereich und der individuellen Leistung des jeweiligen Vorstandsmitglieds ausgerichtet. Sie hat an der Gesamtzielvergütung (feste Grundvergütung zuzüglich Zielwert STI zuzüglich Zielwert LTI)
- beim Vorstandsvorsitzenden einen Anteil von 43-55 % und
- bei den anderen Vorstandsmitgliedern einen Anteil von 43-55 %.
Der jährliche STI beläuft sich im Ziel (bei 100 % Zielerreichung)
- beim Vorstandsvorsitzenden auf 12-20 % an der Gesamtzielvergütung und
- bei den anderen Vorstandsmitgliedern auf 12-20 % an der Gesamtzielvergütung.
Die jährlich zu gewährenden, jeweils auf drei Jahre laufenden LTI-Tranchen belaufen sich im Ziel (bei 100 % Zielerreichung)
- beim Vorstandsvorsitzenden auf 33-40 % an der Gesamtzielvergütung und
- bei den anderen Vorstandsmitgliedern auf 33-40 % an der Gesamtzielvergütung.
Die Mitglieder des Vorstands erhalten neben der Vergütung ihrer Tätigkeit als Vorstand der Leifheit AG keine Vergütungen für Geschäftsführungs- und Verwaltungs- bzw. Aufsichtsratstätigkeiten in Tochtergesellschaften. Es existieren keine Aktienoptionsprogramme. Leistungsorientierte Pensionszusagen (Defined Benefit Obligations nach IFRS) sind nicht vorgesehen. Nebenleistungen, die über die Firmenwagennutzung, den Ersatz von Reisekosten und die Übernahme der Arbeitgeberanteile zur Kranken- und Pflegeversicherung hinausgehen, werden von der Leifheit AG nicht erbracht. Die Mitglieder des Vorstands werden in eine von der Leifheit AG abgeschlossene Gruppenunfallversicherung sowie eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung ("D&O-Versicherung") zu den dort jeweils festgelegten Konditionen auf Kosten der Leifheit AG einbezogen. Die Vergütungsbestandteile werden mit Ausnahme der Nebenleistungen in bar gewährt. Für den jährlichen STI sind das Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) und die Summe aus dem Cashflow der betrieblichen Tätigkeit und dem Cashflow aus Investitionstätigkeit, bereinigt um Ein- und Auszahlungen in finanzielle Vermögenswerte und gegebenenfalls aus Erwerben oder Veräußerungen von Unternehmensbereichen (Free Cashflow) sowie über einen Modifier nichtfinanzielle Erfolgsziele maßgeblich. Das EBIT-Ziel und das Free Cashflow-Ziel werden für das jeweilige Geschäftsjahr im Voraus durch den Aufsichtsrat nach seinem billigen Ermessen unter vorrangiger Beachtung der vom Vorstand jährlich aufgestellten und vom Aufsichtsrat genehmigten Budgetplanung festgelegt. Eine nachträgliche Änderung der Zielwerte oder sonstiger Vergleichsparameter erfolgt abgesehen von außerordentlichen Entwicklungen nicht. Der Grad der Zielerreichung hinsichtlich der beiden vorgenannten finanziellen Erfolgsziele bestimmt sich nach einer im Voraus definierten und dienstvertraglich fixierten Zielerreichungskurve. Sowohl für das EBIT-Ziel als auch für das Free Cashflow-Ziel gilt, dass die Zielerreichungsspanne jeweils ab einer Abweichung gegenüber dem Budget von weniger als 20 % (20 % oder mehr Abweichung bedeuten Zielverfehlung) beginnt und jeweils durch ein Cap ab einer Abweichung gegenüber dem Budget von mehr als 20 % endet. Zwischenwerte einer Abweichung gegenüber dem EBIT-Ziel von größer minus 20 % bis 0 % und von größer 0 % bis plus 20 % werden nach Maßgabe der dienstvertraglich fixierten Zielerreichungskurve jeweils linear interpoliert. Die beiden vorgenannten Erfolgsziele werden gleichwertig gewichtet. Durch das Abstellen auf die Erfolgsziele EBIT und Free Cashflow werden einerseits der Fokus auf den operativen Ertrag gelegt und andererseits die Liquidität sowie die Dividendenfähigkeit der Leifheit AG sichergestellt. Die nichtfinanziellen Erfolgsziele beim STI, wie insbesondere die jeweilige individuelle Leistung des Vorstandsmitglieds, die kollektive Leistung des Vorstands und die Erreichung von Stakeholder-Zielen sowie ggf. weitere Ziele, werden über einen Modifier realisiert. Der Modifier beeinflusst die Höhe des STI in einer Bandbreite zwischen plus/minus 20 %. Seine Grenze findet der Modifier beim maximalen Zielbetrag. Der nachvollziehbare Einsatz des Modifiers wird über eine jährlich im Voraus abzuschließende Zielvereinbarung gewährleistet. In dieser Zielvereinbarung werden die nichtfinanziellen Erfolgsziele und deren Gewichtung und damit verbunden Maßnahmen zur Förderung der Geschäftsstrategie und zur langfristigen Entwicklung der Gesellschaft für jedes einzelne Vorstandsmitglied festgesetzt. Der LTI wird den Mitgliedern des Vorstands in jährlichen Tranchen, die jeweils eine Laufdauer von drei Jahren haben, gewährt und knüpft an die beiden Kriterien ROCE und EPS, wie sie in den jeweiligen Konzernabschlüssen ausgewiesen sind, sowie die Kursentwicklung der Aktie der Leifheit AG an. LTI-Tranchen werden ab dem Jahr 2023 mit einer Laufdauer von drei Jahren gewährt. Das ROCE-Ziel und das EPS-Ziel werden für jede dreijährige Performanceperiode im Voraus durch den Aufsichtsrat nach seinem billigen Ermessen unter vorrangiger Beachtung der jeweiligen, vom Aufsichtsrat genehmigten Mittelfristplanung festgelegt und dem Vorstandsmitglied mitgeteilt. Entsprechendes gilt für die Festlegung des Mindest-ROCE und des Mindest-EPS für die Zielerreichung sowie des Höchst-ROCE und des Höchst-EPS für das Cap. Eine nachträgliche Änderung der Zielwerte oder sonstiger Vergleichsparameter erfolgt abgesehen von außerordentlichen Entwicklungen nicht. Der Grad der Zielerreichung hinsichtlich der beiden vorgenannten Erfolgsziele bestimmt sich nach einer im Voraus definierten und vertraglich festgelegten Zielerreichungskurve. Beträgt der in der jeweiligen Dreijahresperiode erreichte durchschnittliche ROCE weniger als das Mindest-ROCE, so beträgt der Grad der Zielerreichung 0 %, beträgt er das Mindest-ROCE, so beträgt der Grad der Zielerreichung 50 % und beträgt der in der jeweiligen Dreijahresperiode erreichte durchschnittliche ROCE das Höchst-ROCE oder mehr, so entspricht dies einem Grad der Zielerreichung von 150 %. Zwischenwerte zwischen einer Zielerreichung von 50 % bis 100 % und von 100 % bis 150 % werden linear interpoliert. Beträgt das EPS-Wachstum in der jeweiligen Dreijahresperiode weniger als das Mindest-EPS, so beträgt der Grad der Zielerreichung 0 %, beträgt es das Mindest-EPS, so beträgt der Grad der Zielerreichung 50 % und beträgt das EPS-Wachstum in der jeweiligen Dreijahresperiode das Höchst-EPS oder mehr, so entspricht dies einem Grad der Zielerreichung von 150 %. Zwischenwerte zwischen einer Zielerreichung von 50 % bis 100 % und von 100 % bis 150 % werden linear interpoliert. Die beiden vorgenannten Erfolgsziele werden gleichwertig gewichtet, woraus sich als eine Kennziffer zur Berechnung des Auszahlungsbetrags für die jeweilige LTI-Tranche die "Gesamtzielerreichung" ergibt. Für den zweiten Schritt zur Berechnung des Auszahlungsbetrags der jeweiligen LTI-Tranche ist die Kursentwicklung der Aktie der Leifheit AG wie folgt maßgeblich: Für die Kursentwicklung der Aktie der Leifheit AG sind der Start-Aktienkurs - gemessen an den letzten 90 Börsentagen vor Beginn der jeweiligen Performance-Periode - und der End-Aktienkurs - gemessen an den letzten 90 Börsentagen vor dem Ende der jeweiligen Performance-Periode - maßgeblich. Abzustellen ist insoweit jeweils auf die Schlusskurse im Xetra Handelssystem der Deutsche Börse AG. Der LTI-Auszahlungsbetrag für jede einzelne LTI-Tranche wird wie folgt berechnet: Der Zielbetrag der jeweiligen LTI-Tranche wird anhand des Start-Aktienkurses in eine Anzahl bedingt gewährter virtueller Aktien umgerechnet. Die Anzahl der so bedingt gewährten virtuellen Aktien wird mit der vorstehend beschriebenen Gesamtzielerreichung (aus ROCE und EPS) multipliziert (fiktives Berechnungsbeispiel: Sind zum Beginn der jeweiligen drei- bzw. vierjährigen Performance-Periode einer LTI-Tranche beispielsweise 1.000 virtuelle Aktien bedingt gewährt und beträgt die Gesamtzielerreichung 110 %, so ergeben sich 1.100 virtuelle Aktien). Im nächsten Schritt wird die so ermittelte Anzahl an virtuellen Aktien (im Beispielsfalle 1.100) mit dem Endaktienkurs multipliziert. Durch die Berücksichtigung der Aktienkursentwicklung über drei Jahre für jede jährlich gewährte LTI-Tranche wird die Nachhaltigkeit der Tätigkeit des einzelnen Vorstandsmitglieds wie des Gesamtvorstands gefördert. Diese Förderung wird ergänzend dadurch unterstützt, dass jedes Vorstandsmitglied zur Vermeidung des Verlustes des LTI verpflichtet ist, ein Eigeninvestment in Leifheit-Aktien zu tätigen und während der Laufdauer der LTI-Tranchen, höchstens jedoch bis zu zwei Jahren nach Beendigung des Dienstverhältnisses zu halten (Haltefrist). Die Höhe des Eigeninvestments ist an der Höhe der jeweiligen festen Grundvergütung ausgerichtet. Im Falle außerordentlicher Entwicklungen auf Seiten der Leifheit AG (z.B. umwandlungsrechtliche Maßnahmen, Aktienrückkauf, Kapitalmaßnahmen, Erwerb und/oder Veräußerung von Unternehmen und Betrieben, Hebung stiller Reserven), die einen erheblichen Einfluss auf die Erreichbarkeit der Zielwerte des STI und/oder des LTI haben, ist der Aufsichtsrat berechtigt, die Vertragsbedingungen und sonstigen Parameter des STI und/oder des LTI einseitig anzupassen, um die Auswirkungen der außerordentlichen Entwicklungen in angemessener Weise zu neutralisieren. Entwicklungen, die die Gesamtwirtschaft oder die Branche, in der die Leifheit AG tätig ist, betreffen, sind keine außerordentlichen Entwicklungen in diesem Sinne, sofern für die Leifheit AG im Vergleich zu Wettbewerbern aufgrund besonderer unternehmensspezifischer Umstände keine besondere Härte besteht. 1.3 Abweichungen vom Vergütungssystem Das Vergütungssystem sieht für die Vorstandsmitglieder eine Aufteilung der jährlichen Ziel-Vergütung im Verhältnis von 43-55 % feste Grundvergütung (GV) + 12-20 % kurzfristige variable Vergütung (STI) + 33-40 % langfristige variable Vergütung (LTI). Für das Geschäftsjahr 2023 beträgt der Anteil der langfristigen variablen Vergütung in der Zielvergütung von Herrn Marco Keul nur 29%. Der Vertrag von Herrn Keul wurde vor der Einführung des aktuellen Vorstandsvergütungssystems abgeschlossen. Herr Henner Rinsche ist zum 31. Juli 2023 aus dem Vorstand ausgeschieden. Im Rahmen der Vereinbarung zur Beendigung des Dienstverhältnisses wurden die Ansprüche der ausstehenden Performanceperioden 2020 bis 2023 mit einer einmaligen Zahlung von 581 T€ abgegolten. Herr Stefan De Loecker war für die Zeit vom 1. August 2023 bis 30. November 2023 befristet im Vorstand als Interims-CEO tätig. Aufgrund der absehbar kurzen Laufzeit wurde weder eine kurzfristige noch eine langfristige Vergütung vereinbart. Herr Alexander Reindler ist seit dem 1. Dezember 2023 Mitglied des Vorstands. Für den Monat Dezember 2023 wurde keine kurzfristige und keine langfristige variable Vergütung vereinbart, vielmehr wurde eine fixe Pauschale für den STI und den LTI festgelegt. Ab dem Geschäftsjahr 2024 ist eine diesbezügliche Vereinbarung geschlossen. 1.4 Vergütung für das Geschäftsjahr 2023 Die Vergütung der Mitglieder des Vorstands setzt sich aus den drei Bestandteilen feste jährliche Grundvergütung, kurzfristige variable Vergütung (STI) und langfristige variable Vergütung (LTI) zusammen. Die Zielvergütung wurde wie folgt in den Vorstandsverträgen für das Geschäftsjahr 2023 vereinbart:
T€ Marco Keul Igor Iraeta Munduate Alexander Reindler
Zielwert Anteil Spanne1 Maximal Zielwert Anteil Spanne1 Maximal Zielwert Anteil Spanne1 Maximal
Feste Vergütung 320 52 % 43-55 % 320 399 51 % 43-55 % 399 425 47 % 43-55 % 425
STI 120 19 % 12-20 % 180 120 15 % 12-20 % 180 180 20 % 12-20 % 270
LTI 180 29 % 33-40 % 360 260 33 % 33-40 % 520 300 33 % 33-40 % 600
Gesamtvergütung 620 100 % 1.500 779 100 % 1.500 905 100 % 2.000
T€ Stefan De Loecker Henner Rinsche
Zielwert Anteil Spanne1 Maximal Zielwert Anteil Spanne1 Maximal
Feste Vergütung 590 100 % 43-55 % 0 550 52 % 43-55 % 550
STI 0 0 % 12-20 % 0 155 15 % 12-20 % 233
LTI 0 0 % 33-40 % 0 350 33 % 33-40 % 700
Gesamtvergütung 590 100 % 0 1.055 100 % 2.000
1 Laut Vergütungssystem. Leifheit legt die gewährte und geschuldete Vergütung gemäß § 162 Abs. 1 Satz 1 AktG wie folgt aus: Die angegebene Vergütung enthält alle Beträge, die den einzelnen Vorstandsmitgliedern im Berichtszeitraum tatsächlich zugeflossen sind (gewährte Vergütung), beziehungsweise alle rechtlich fälligen, aber bisher nicht zugeflossenen Vergütungen (geschuldete Vergütung). Dabei wird zugrunde gelegt, dass die Angabe einer Vergütung gemäß § 162 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 AktG im Vergütungsbericht über das Geschäftsjahr erfolgt, in dem die der Vergütung zugrunde liegende (ein- oder mehrjährige) Tätigkeit vollständig erbracht worden ist. Die kurzfristige variable Vergütung wird demnach als geschuldete Vergütung betrachtet, da die zugrundeliegende Leistung bis zum jeweiligen Bilanzstichtag vollständig erbracht wurde. Somit werden die Auszahlungsbeträge der kurzfristigen variablen Vergütung für das Berichtsjahr angegeben, wenngleich die Auszahlung erst nach Ablauf des jeweiligen Berichtsjahrs erfolgt.
Erfolgsunabhängige Festvergütung Erfolgsabhängige variable Vergütung
Gewährte/geschuldete Vergütung 2023
in T€
Feste Grundvergütung Nebenleistungen Summe Anteil der festen Vergütung Kurzfristige variable Vergütung (STI) Langfristige variable Vergütung (LTI) Anteil der variablen Vergütung Sondervergütung Anteil der Sondervergütung Gesamtvergütung
Marco Keul
(2021 - 2024)
320 15 335 65 % 180 0 35 % - - 515
Igor Iraeta Munduate
(2018 - 2025)
399 17 416 70 % 180 0 30 % - - 596
Alexander Reindler
(2023 - 2026)
35 3 38 49 % - - 0 % 40 51 % 78
Stefan De Loecker
(2023)
197 1 198 100 % - - 0 % - - 198
Henner Rinsche
(2019 - 2025)
321 7 328 13 % 136 581 28 % 1.538 60 % 2.583
Summe 1.272 43 1.315 496 581 1.578 3.970
Herr Alexander Reindler erhielt für die Zeit vom 1. bis 31. Dezember 2023 eine fixe Pauschale für den STI von 15 T€ und für den LTI von 25 T€. Herr Henner Rinsche erhielt Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses in Höhe von 1.538 T€. Die langfristige variable Vergütung für das Geschäftsjahr 2023 für die Performanceperiode 2023-2025 stellt demgegenüber keine gewährte oder geschuldete Vergütung dar, da die Zahlung von der Erfüllung der festgelegten Erfolgsziele am Ende der dreijährigen Performanceperiode abhängt. Angesichts des Ablaufs der Performanceperiode für die LTI Tranche des Geschäftsjahres 2023 am 31. Dezember 2025 wird eine etwaige Vergütung aus dem LTI 2023-2025 nach den vorstehenden Maßgaben im Rahmen des Vergütungsberichts für das Geschäftsjahr 2025 ausgewiesen. Die langfristige variable Vergütung für das Geschäftsjahr 2020 für die Performanceperiode 2020-2023 wurde im Geschäftsjahr 2023 erdient. Die Mindestzielschwellenwerte wurden jedoch nicht erreicht. Daher beträgt die Vergütung für diese Tranche Null. Früheren Vorstandsmitgliedern, die in den vergangenen 10 Jahren tätig waren, wurden im Geschäftsjahr 2023 keine Vergütung gewährt bzw. geschuldet. Früheren Mitgliedern des Vorstands oder deren Hinterbliebene, deren aktive Dienstzeit länger als 10 Jahre zurückliegt, wurden im Geschäftsjahr 2023 Pensionen in Höhe von 634 T€ gezahlt. Es existieren keine Aktienoptionsprogramme und keine leistungsorientierten Pensionszusagen. Das Vergütungssystem für die Vorstandsmitglieder sieht keine Möglichkeit vor, variable Vergütungsbestandteile zurückzufordern. Keinem Mitglied des Vorstands wurden von einem Dritten Leistungen zugesagt oder gewährt. Ebenso wurden keine Leistungen für den Fall der vorzeitigen sowie regulären Beendigung seiner Tätigkeit zugesagt. Auch wurden keinem früheren Vorstandsmitglied Leistungen in diesem Zusammenhang zugesagt und gewährt. Die Gesellschaft unterhält eine Vermögensschadenhaftpflicht-Gruppenversicherung für Organmitglieder und bestimmte Mitarbeiter des Leifheit-Konzerns. Sie wird jährlich abgeschlossen beziehungsweise verlängert. Die Versicherung deckt das persönliche Haftungsrisiko für den Fall ab, dass der Personenkreis bei Ausübung seiner Tätigkeit für Vermögensschäden in Anspruch genommen wird. In der Police für das Geschäftsjahr 2023 ist für die Mitglieder des Vorstands ein Selbstbehalt enthalten, der den Vorgaben des Aktiengesetzes entspricht. Die festgelegte Maximalvergütung für den STI (150 % des dienstvertraglich festgelegten Zielwertes) wurde eingehalten. Die festgelegte Maximalvergütung für den LTI und die Gesamtvergütung pro Jahr kann erst ermittelt werden, wenn die gewährten Beträge für die LTI-Tranche mit vierjähriger Laufzeit des Jahres 2022 sowie die LTI-Tranche mit dreijähriger Laufzeit des Jahres 2023 am Ende des Jahres 2025 feststehen. Die Leistungskriterien für den STI sind das Konzern-EBIT, der Konzern-Free Cashflow und der Modifier. In der Sitzung vom 12. Dezember 2022 hat der Aufsichtsrat die Leistungskriterien für den STI und den LTI festgelegt. In der Sitzung vom 27. Dezember 2022 hat der Aufsichtsrat die Leistungskriterien für den Modifier 2023 festgelegt. Sie beinhalten Restrukturierungs- und Kostensenkungsziele sowie Nachhaltigkeitsziele. Der Modifier 2023 wurde vom Aufsichtsrat im Umlaufverfahren am 13. Februar 2024 mit 1,0 beschlossen. Die Leistungskriterien für den LTI des Geschäftsjahres 2023 (Performanceperiode 2023-2025) stehen erst nach der dreijährigen Performanceperiode Ende 2025 fest. Die Leistungskriterien für den LTI des Geschäftsjahres 2020 (Performanceperiode 2020-2023) wurden nicht erreicht. Daher wurde kein LTI für das Geschäftsjahr 2020 im Geschäftsjahr 2023 erdient. Die folgende Tabelle zeigt die Kriterien für die variable Vergütung sowie deren individuelle Gewichtung.
    Informationen zu Leistungszielen  
  Beschreibung der
Kriterien für die Vergütungskomponente
Relative Gewichtung der Leistungskriterien a) Mindestzielschwellenleistung und a) Maximale Zielleistung und a) Gemessene Leistung und
b) entsprechende Prämie/Vergütung b) entsprechende Prämie/Vergütung b) tatsächliches Vergütungsergebnis der Gewährung
Marco Keul
(CFO)
STI Konzern-EBIT 2023
(Ziel: 0,2 Mio. €)
50 % a) 0,16 Mio. € a) 0,24 Mio. € a) 6,0 Mio. €
b) 0,0 % b) 150,0 % b) 90 T€
Konzern-Free Cashflow 2023
(Ziel: 6,0 Mio. €)
50 % a) 4,8 Mio. € a) 7,2 Mio. € a) 12,1 Mio. €
b) 0,0 % b) 150,0 % b) 90 T€
Modifier Individuelle Leistung 20231 Restrukturierung und Kostensenkung 80 % a) 1 von 3 definierten Zielen a) 3 von 3 definierten Zielen a) 2 von 3 definierten Zielen
b) 0,8 b) 1,2 b) 1,0
Individuelle Leistung 20231 Nachhaltigkeit 20 % a) 1 von 2 definierten Zielen a) 2 von 2 definierten Zielen a) 1 von 2 definierten Zielen
b) 0,8 b) 1,2 b) 0,8
Igor Iraeta Munduate
(COO)
STI Konzern-EBIT 2023
(Ziel: 0,2 Mio. €)
50 % a) 0,16 Mio. € a) 0,24 Mio. € a) 6,0 Mio. €
b) 0,0 % b) 150,0 % b) 90 T€
Konzern-Free Cashflow 2023
(Ziel: 6,0 Mio. €)
50 % a) 4,8 Mio. € a) 7,2 Mio. € a) 12,1 Mio. €
b) 0,0 % b) 150,0 % b) 90 T€
Modifier Individuelle Leistung 20231 Restrukturierung und Kostensenkung 80 % a) 1 von 3 definierten Zielen a) 3 von 3 definierten Zielen a) 2 von 3 definierten Zielen
b) 0,8 b) 1,2 b) 1,0
Individuelle Leistung 20231 Nachhaltigkeit 20 % a) 1 von 2 definierten Zielen a) 2 von 2 definierten Zielen a) 1 von 2 definierten Zielen
b) 0,8 b) 1,2 b) 0,8
LTI Steigerung EPS 2023 im Vergleich zu 2019 (LTI Tranche 2020-2023) 50 % a) 10,0 % a) 30,0 % a) 0 %
b) 50,0 % b) 150,0 % b) 0 T€
Steigerung Durchschnittlicher ROCE 2020-2023 (LTI Tranche 2020-2023) 50 % a) 12,5 % a) 17,5 % a) 0 %
b) 50,0 % b) 150,0 % b) 0 T€
1 Der Modifier für die individuelle Leistung ist auf die insgesamt ermittelten STI anzuwenden und führt damit zu einem STI von 80 % bis 120 % des Zielbetrags. Herr Stefan De Loecker erhielt als Interims-CEO für die Zeit vom 1. August 2023 bis 30. November 2023 keine variable Vergütung. Herr Alexander Reindler erhielt für die Zeit vom 1. bis 31. Dezember 2023 eine fixe Pauschale für den STI von 15 T€ und für den LTI von 25 T€.
2. Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats
2.1 Anwendung der Vergütung Gemäß § 113 Abs. 3 AktG in der Fassung des Gesetzes zur Umsetzung der zweiten Aktionärsrechterichtlinie (ARUG II) hat die Hauptversammlung einer börsennotierten Gesellschaft mindestens alle vier Jahre sowie im Falle von Vorschlägen zur Änderung der Vergütungsregeln über die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats Beschluss zu fassen. Diese Beschlussfassung erfolgte zuletzt von der ordentlichen Hauptversammlung am 2. Juni 2021. Die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder ist in § 12 der Satzung der Leifheit AG geregelt. Die Beschlussfassung über die langfristige variable Vergütung für den Aufsichtsrat erfolgte durch die Hauptversammlung am 29. Mai 2019 unter Tagesordnungspunkt 9. Die langfristige variable Vergütung wurde nur für die Geschäftsjahre 2020 bis 2022 beschlossen und darüber hinaus nicht verlängert. 2.2 Überblick über die Vergütung Das Vergütungssystem für die Aufsichtsratsmitglieder der Leifheit AG ist insgesamt auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet und steht im Einklang mit der Geschäftsstrategie. Es setzt für die Mitglieder des Aufsichtsrats einzeln und den Aufsichtsrat in seiner Gesamtheit den Anreiz, die Amtsausübung auf eine langfristig orientierte, erfolgreiche Entwicklung des Unternehmens auszurichten. Das Vergütungssystem entspricht den Bestimmungen des Aktiengesetzes und berücksichtigt die Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex. Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten eine feste Vergütung, Sitzungsgelder und eine variable Vergütung. Die variable Vergütung teilt sich in eine kurzfristige variable Vergütung und eine langfristige variable Vergütungskomponente auf. Das Vergütungssystem sieht für alle Mitglieder des Aufsichtsrats eine Maximalvergütung vor. Die Maximalvergütung ist in § 12 Abs. 8 der Satzung geregelt. Ab dem 1. Januar 2020 ist die jährliche Gesamtvergütung (die Summe aus fester und kurzfristiger erfolgsabhängiger Vergütung sowie Sitzungsgeldern) begrenzt auf maximal 80.000,00 € für ein einfaches Aufsichtsratsmitglied, 150.000,00 € für den stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrats, 100.000,00 € für den Vorsitzenden des Prüfungsausschusses und 200.000,00 € für den Vorsitzenden des Aufsichtsrats. Nimmt ein Aufsichtsratsmitglied innerhalb eines Geschäftsjahrs verschiedene Funktionen wahr, gilt für die Begrenzung der jeweils höhere Betrag. Die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats ist durch die feste Vergütung und das Sitzungsgeld sowie durch eine kurzfristige und eine langfristige variable Vergütungskomponente, die wiederum auf für die Leifheit AG geeignete finanzielle Ziele abstellt und die ihre Betonung in den langfristig zu betrachtenden Kennziffern hat, auf die Geschäftsstrategie und die langfristige Entwicklung der Leifheit AG ausgerichtet. Neben dem Ersatz seiner Auslagen und einer ihm für die Aufsichtsratstätigkeit etwa zur Last fallenden Umsatzsteuer erhält jedes Mitglied des Aufsichtsrats eine jährliche feste Vergütung in Höhe von 35.000,00 €. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält 100.000,00 €, sein Stellvertreter 70.000,00 €. Der Ersatz der Auslagen wird, soweit es Telekommunikations-, Porto- und sonstige Bürokosten betrifft, in Form einer Pauschale in Höhe von 1.000,00 € pro Jahr geleistet. Jedes Mitglied eines Ausschusses mit Ausnahme des Prüfungsausschusses erhält eine zusätzliche feste Vergütung in Höhe von 2.500,00 €, der Vorsitzende eines Ausschusses mit Ausnahme des Prüfungsausschusses erhält eine solche von 5.000,00 €. Jedes Mitglied des Prüfungsausschusses erhält eine zusätzliche feste Vergütung in Höhe von 5.000,00 €, der Vorsitzende des Prüfungsausschusses eine solche von 10.000,00 €. Zudem erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats ein Sitzungsgeld in Höhe von 1.500,00 € für jede Sitzung (Präsenzsitzung, Telefon- oder Videokonferenz von mindestens zwei Stunden Dauer) des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse, an der sie teilnehmen. Für mehrere Sitzungen, die an einem Tag stattfinden, wird das Sitzungsgeld nur einmal gezahlt. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats sowie der jeweilige Vorsitzende eines Aufsichtsratsausschusses erhalten das Doppelte des Sitzungsgelds nach Satz 1 für die Teilnahme an Sitzungen, die sie leiten. Zusätzlich erhält jedes Aufsichtsratsmitglied für seine Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat während des vorangegangenen Geschäftsjahrs eine erfolgsabhängige Vergütung. Die kurzfristige variable Vergütung beträgt 500,00 € für jeden Cent, um den das nach IFRS-Rechnungslegungsgrundsätzen ermittelte Periodenergebnis je Aktie (EPS) den vergleichbaren Betrag des vorangegangenen Geschäftsjahres überschreitet. Durch das Abstellen auf das Erfolgsziel EPS wird einerseits der Fokus auf den Ertrag gelegt und andererseits die Dividendenfähigkeit der Leifheit AG sichergestellt. Bestandteil der Vergütung ist darüber hinaus der rechnerische Pro-Kopf-Anteil der Versicherungsprämie für eine im Namen der Leifheit AG zugunsten der Mitglieder des Aufsichtsrats zu marktüblichen Bedingungen geschlossene Vermögensschadenhaftpflichtversicherung (D&O-Versicherung), die die Leifheit AG trägt. Gehört ein Mitglied dem Aufsichtsrat oder einem Aufsichtsratsausschuss nur einen Teil eines Geschäftsjahrs an, so werden die feste und erfolgsabhängige Vergütung nur zeitanteilig gewährt und die Maximalvergütung zeitanteilig gekürzt. Darüber hinaus kann die Hauptversammlung eine oder mehrere langfristige variable Vertragskomponenten für den Aufsichtsrat beschließen. Eine solche langfristige variable Vertragskomponente für den Aufsichtsrat - beschlossen durch die Hauptversammlung am 29. Mai 2019 unter Tagesordnungspunkt 9 - ist mit dem Geschäftsjahr 2022 ausgelaufen. Seit dem Geschäftsjahr 2023 besteht keine langfristige variable Vertragskomponenten mehr für den Aufsichtsrat. 2.3 Vergütung für das Geschäftsjahr 2023 Leifheit legt die gewährte und geschuldete Vergütung gemäß § 162 Abs. 1 Satz 1 AktG wie folgt aus: Die angegebene Vergütung enthält alle Beträge, die den einzelnen Aufsichtsratsmitgliedern im Berichtszeitraum tatsächlich zugeflossen sind (gewährte Vergütung), beziehungsweise alle rechtlich fälligen, aber bisher nicht zugeflossenen Vergütungen (geschuldete Vergütung). Die Festvergütung, das Sitzungsgeld und die kurzfristige variable Vergütung werden als geschuldete Vergütung betrachtet, da die den Vergütungen zugrundeliegende Leistung bis zum jeweiligen Bilanzstichtag vollständig erbracht wurde. Somit wird in der nachfolgenden Tabelle die Vergütung für das Berichtsjahr angegeben, wenngleich die Auszahlung erst nach Ablauf des jeweiligen Berichtsjahrs erfolgt. Das Leistungskriterium für die einjährige variable Vergütung ist die Veränderung des Periodenergebnisses je Aktie (EPS) im Vergleich zum vorangegangenen Geschäftsjahr. Die Veränderung des EPS ergibt sich aus den Jahresabschlüssen 2023 und 2022 und beträgt 0,21 €.
Gewährte/geschuldete Vergütung 2023
in T€
Erfolgsunabhängige Festvergütung Erfolgsabhängige variable Vergütung Gesamtvergütung
Aufsichtsratstätigkeit1 Sitzungsgeld Aufsichtsratstätigkeit Ausschusstätigkeit Sitzungsgeld
Ausschusstätigkeit
Nebenleistungen2 Summe Anteil der festen Vergütung Kurzfristige variable Vergütung (STI) Langfristige variable Vergütung (LTI) Anteil der variablen Vergütung
Joachim Barnert †
(2019 - 2023)
6,0 0,0 0,4 0,0 0,0 6,4 79 % 1,7 @ dgap.de