Aixtron, Technologiewandel

Aixtron: Kaufen?

Aixtron: Kaufen?. Aixtron profitiert vom Technologiewandel

Die in 1983 gegründete Aixtron (DE0005066203) ist sehr gut in das neue Geschäftsjahr 2008 gestartet. Diesen Eindruck vermittelt uns Finanzvorstand Wolfgang Breme im Hintergrundgespräch. „Wir hatten einen guten Jahresauftakt und sind mit dem Verlauf des ersten Quartals und insbesondere mit dem Auftragseingang zufrieden. Von einer sich abschwächenden Konjunktur spüren wir nichts. Wir befinden uns derzeit aufgrund der Nachfrage nach Anlagen zur Herstellung von LEDs in einer Sonderkonjunktur“. Auslöser des Booms ist vor allem die gestiegene Nachfrage von LED-Herstellern für die Produktion von LED-Hintergrundbeleuchtungen für LCD-Flachbildschirme. „Das ist ein Markt, der sich erst am Anfang seiner Entwicklung befindet, wovon wir jetzt bereits erheblich profitieren“, erklärt Breme. Der technologische Durchbruch von LED-Anwendungen ist hier nicht mehr aufzuhalten. Daher ist Breme auch zuversichtlich von einem Einbruch der Konjunktur nicht betroffen zu sein. „Vermutlich wird sich unser Auftragseingang im zweiten Halbjahr etwas abschwächen. Allerdings auf Basis eines hohen Niveaus. Nach der starken Nachfrage ist eine phasenweise Abschwächung normal. Im Laufe des kommenden Jahres rechnen wir wieder mit einem Anziehen der Bestellungen“, sagt Breme. Grund für den Optimismus ist mittelfristig der Einsatz von Leuchtdioden in der Allgemeinbeleuchtung, wie zum Beispiel zur Straßenbeleuchtung. „Das ist insgesamt ein riesiger Markt, der in Zukunft zum Massenmarkt wird“, freut sich Breme. Aixtron erzielte im vierten Quartal des Jahres 2007 einen Rekordauftragseingang von knapp 87 Millionen Euro. In Q1 rechnen wir mit einem Auftragseingang von über 70 bis 90 Millionen Euro. Trotz Belastung des schwachen Dollars entwickeln sich die Zahlen sehr gut. „Der Dollar ist für uns eine große Herausforderung. Wir haben jedoch unsere Produktivität erheblich gesteigert und sind so in der Lage, die Dollarschwäche teilweise zu kompensieren“, erklärt Breme. „Steigt der Dollar um zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr, verdienen wir einige Millionen Euro mehr“. Aixtron ist einer der größten Profiteure sofern sich der Trend des Dollars dreht. Die Planung für dieses Jahr basiert neben anderen Variablen auf einem durchschnittlichen Euro/Dollar Kurs von circa 1,50. Das Unternehmen erwartet in diesem Jahr ein Umsatzplus von bis zu 40 Prozent auf 270 bis 300 Millionen Euro und eine EBIT-Marge von zwischen zehn und zwölf Prozent. „Aktuell gehen wir davon aus, dass wir diese Range erreichen. Dafür darf sich der Dollar aber nicht über die Marke weiter erheblich abschwächen“, erläutert der CFO. Mittelfristig ist es das Ziel, die EBIT-Marge auf 15 Prozent auszubauen. Neben organischen Wachstum schaut sich der Vorstand kontinuierlich nach Zukäufen um. So wurde in 2007 die Nanoinstruments Ltd. übernommen, die sich mit Anlagen zur Produktion von Kohlenstoff-Nanoröhren befasst. „Die Anwendungsgebiete für unsere Depositions-Anlagen sind vielfältig. Eine Erweiterung der bisherigen Aktivitäten wäre interessant. Außerhalb von Europa gibt es zudem zahlreiche Anlagen-Hersteller, vor allem in den USA oder Japan. Einzelne Gesellschaften würden gut zu uns passen“, sagt der diplomierte Kaufmann. Eine Übernahme würde Aixtron mit Aktien finanzieren. „Wir haben ein genehmigtes Kapital um bis zu 100 Prozent. Damit könnten wir auch eine größere Übernahme stemmen“. Aktuell finden aber keine konkreten Gespräche statt. Mit einem Börsenwert von 800 Millionen Euro ist Aixtron nach gewöhnlichen Bewertungskriterien anspruchsvoll bewertet. Das Unternehmen kann aufgrund der Aussichten des LEDs Markt in diese Bewertung hineinwachsen, was den hohen Börsenwert relativiert. „Wir sind eine technologiegetriebene Equity-Story, die von technologischem Wandel bei einem Marktanteil von mehr als 60 Prozent überdurchschnittlich profitiert“, sagt es Breme treffend. Wer diese Story spielen will, kann die Aktie kaufen. Viele Grüße www.tradecentre.de
@ ad-hoc-news.de | 14.04.08 12:57 Uhr