Dollar, Gebrüll

Dollar und Öl - Gebrüll und Blase?

Nachdem EZB-Chef Jean Claude Trichet in der vergangenen Woche eine Zinserhöhung aufgrund des zunehmenden Inflationsdrucks in Aussicht stellte, verlor der Dollar seinen frisch gewonnen Wert und ein Euro kostete wieder 1,58 USD. Fed-Chef Ben Bernanke kämpfte daraufhin mit Löwengebrüll für seinen Dollar. Auch er betonte die Inflationsgefahr in den USA und gab damit den Spekulationen über eine mögliche Zinserhöhung neuen Raum. Zudem vermeint Bernanke inzwischen zu erkennen, dass es um die US-Konjunktur nicht so schlecht bestellt sei. Wie er darauf kommt, bleibt allerdings sein Geheimnis. Denn auf dem Verbrauchervertrauen, Geschäftsklimaindex des Conference Board oder der Umfrage unter Kleinbetrieben kann seine Schlussfolgerung offensichtlich nicht beruhen. Im Zusammenhang mit den immer fortwährenden Rekordnotierungen für Rohöl mehren sich auch die Meinungen, dass es sich hierbei mittlerweile um eine Blase handele, welche mittelfristig ihre Platzreife erreichen könnte. Gestützt wird diese Auffassung durch eine Prognose der International Energy Agency (IEA), nach der die Ölnachfrage in diesem Jahr so langsam wachse wie seit sechs Jahren nicht mehr. Grund dafür seien zum Einen die Konjunkturabkühlung in den sonst ölhungrigen USA und zum Anderen die Abschaffung der Subventionen in zahlreichen asiatischen Schwellenländern, was letztlich die Nachfrage bremse.
@ ad-hoc-news.de | 11.06.08 15:52 Uhr