US-Verbraucher

Der US-Verbraucher ist pessimistisch!

Das US-Verbrauchervertrauen in die Wirtschaftsentwicklung hat sich auch im Mai 2008 abermals verschlechtert. Dies teilte das Wirtschaftsforschungsinstitut Conference Board am Dienstag mit. Demnach brach der Gesamtindex auf 57,2 Punkte ein, während Volkswirte nur mit einem Rückgang auf 61,0 Punkten rechneten. Hierbei handelt es sich um den niedrigsten Stand seit Oktober 1992. Dieser Verbrauchervertrauens-Index beruht auf den Umfrageergebnissen von etwa 5.000 Haushalten. Er dient als Signal für die Konsumausgaben, die etwa 70 Prozent der USWirtschaftsleistung ausmachen. Mehr als zwei Drittel der Wirtschaftsleistung! Da wird erst die immense Bedeutung des amerikanischen Verbrauchers erkennbar. Geht es dem Durchschnittsamerikaner schlecht, kommt auch die Wirtschaft ins straucheln. Infolge von Subprime und privater Überschuldung müssen immer mehr Haushalte ihre Ausgaben kürzen. Das bekommt nicht nur der US-Einzelhandel zu spüren. Die Privatinsolvenzen nehmen zu, was zu höheren Kreditausfällen bei Banken und anderen Finanzinstituten führt. Die US-Wirtschaft steht somit nach wie vor auf wackeligen Beinen und es weiterhin mehr als fraglich, ob der Turnaround kurzfristig in Sicht ist. Der US-Verbraucher ist im Weltmaßstab am höchsten verschuldet, dass macht ihn für finanzielle Probleme infolge von Konjunkturkrisen und der damit einhergehenden Arbeitslosigkeit extrem anfällig.
@ ad-hoc-news.de | 28.05.08 12:37 Uhr