Elektromobilität, Elektromobile

Verlangsamen Rekordlithiumpreise den E-Mobilitätsboom?

Nach Ansicht der Analysten von Morgan Stanley werden die Hersteller von Batterien zum Einsatz in Elektromobilen zukünftig die Preise um rund 25% anheben müssen, um die drastisch gestiegenen Preise für Lithiumkarbonat auszugleichen. Das könnte auf die Margen drücken und möglicherweise die Nachfrage nach den batteriebetriebenen Fahrzeugen erlahmen lassen, so die Investmentbanker.

Nach Ansicht der Analysten von Morgan Stanley werden die Hersteller von Batterien zum Einsatz in Elektromobilen zukünftig die Preise um rund 25% anheben müssen, um die drastisch gestiegenen Preise für Lithiumkarbonat auszugleichen. Das könnte auf die Margen drücken und möglicherweise die Nachfrage nach den batteriebetriebenen Fahrzeugen erlahmen lassen, so die Investmentbanker.

Die chinesischen Preise für das in vielen Batterien verwendete Material hättem sich im vergangenen Jahr verfünffacht, erklärten die Experten. Die Weitergabe der Kosten könne dazu führen, dass die Elektromobilhersteller ihre Preise um bis zu 15% anheben müssen, was sich negativ auf die Nachfrage auswirken würde, glaubt Morgan Stanley.

In der Vergangenheit seien die Batteriepreise um 3 bis 7% pro Jahr gefallen und zwar so viele Jahre in Folge, dass die Fortsetzung des Trends unausweichlich erschienen sei, hieß es weiter. Doch nun habe sich die Welt verändert und es sei ein neues Paradigma bei den Ausgangskosten entstanden.

Der Preis für Lithiumkarbonat ist auf Grund der Nachfrage der Elektromobilproduzenten, die das Angebot übertrifft, erheblich gestiegen. Es zeichne sich ab, so die Analysten, dass die Energiewende im Bereich Mobilität durch ein knappes Angebot an Rohstoffen und mangelnde Affinationskapazitäten verlangsamt werden könnte. Die großen Lithiumproduzenten Chinas wie Ganfeng oder Tianqi würden allerdings profitieren. Sie meldeten angesichts der Lithiumpreisrallye einen dramatischen Anstieg ihrer Umsätze in den ersten zwei Monaten 2022.

Wie Morgan Stanley ausführt, würden die meisten Batterieherstelle Chinas, das die Branche dominiert, ihr Ausgangsmaterial am Spotmarkt erwerben und nicht über langfristige Verträge. Große Konzerne wie CATL (Contemporary Amperex Technology Co Ltd.) allerdings seien möglicherweise in der Lage, einen gewissen Rabatt zu erhalten.

Trotz der steigenden Lithiumpreise bewertet Morgan Stanley aber weiterhin, die Aktien von Tesla mit „übergewichten“ und sieht das Kursziel bei 1.300 Dollar. Das sind vom aktuellen Kursniveau rund 29% Potenzial. Es sei möglich, so die Analysten, dass die Batteriebranche vor tiefgreifenden, langfristigen Veränderungen in der Batteriebranche stehe. Teslas Größe, Technologie und vertikale Integration würden dem Unternehmen im Vergleich zu anderen Elektromobilherstellern die bessere Ausgangslage in dieser Hinsicht verschaffen.

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@ ad-hoc-news.de | 28.03.22 11:19 Uhr