München (ddp-bay). In Bayern haben in den ersten vier Monaten des Jahres 1400 Unternehmen Insolvenz angemeldet. Damit sei der Zuwachs doppelt so stark ausgefallen wie im Bundesdurchschnitt, teilte der Bund der Selbständigen (BDS) in Bayern am Mittwoch in München mit. Das Statistische Bundesamt hatte für das Bundesgebiet 7,7 Prozent mehr Insolvenzen als im Vorjahr verzeichnet, in Bayern lag der Zuwachs bei 15,3 Prozent. BDS-Präsident Fritz Wickenhäuser sagte, dies sei «mehr als ein Alarmsignal».

Die «erschreckendste Botschaft» sei, dass besonders kleine Betriebe betroffen seien, die die mittelständische Wirtschaftsstruktur tragen, hob Wickenhäuser hervor. Weiterhin zeigte er sich besorgt darüber, dass trotz Abwrackprämie die Zahl der insolventen Autohändler um fast ein Viertel gestiegen sei. Daran zeige sich, dass staatliche Rettungsprogramme nur sehr begrenzt den Mittelstand erreichten, beklagte der BDS-Präsident.

ddp/wca/pon