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Kommunalkredit Austria veröffentlicht Halbjahresergebnis 2015

vor 10 Minuten veröffentlicht

APA ots news: Steinbichler: Solides Ergebnis vor Teilverkauf - ANHANG.

Wien (APA-ots) -- IFRS-Halbjahresgewinn nach Steuern EUR 11,0 Mio.- Stabile Eigenmittelbasis: Gesamtkapitalquote 26,7 %;Kernkapitalquote 19,1 % (Basel III)- Hohe Portfolioqualität: 93,9 % Investmentgrade; Non PerformingLoan-Ratio 0,47 %- Closing des Teilverkaufs im zweiten Halbjahr 2015 erwartetDie Kommunalkredit Austria AG (KA) hat heute das Halbjahresergebnis2015 veröffentlicht. Die KA erwirtschaftete ein positivesHalbjahresergebnis von EUR 11,0 Mio. nach Steuern gem. IFRS bzw. EUR8,6 Mio. vor Steuern. Dies resultiert aus der fokussierten Betreuungdes EUR 8,5 Mrd.-Kreditportfolios sowie der erfolgreichen Tätigkeitim Beratungs- und Förderungsmanagement. "Damit zeigt die KA einsolides Ergebnis vor Abschluss des Teilverkaufs", soKA-Vorstandsvorsitzender Mag. Alois Steinbichler. Die KA verzeichnetim ersten Halbjahr 2015 keine Kreditausfälle. Das Non Performing Loan(NPL)-Ratio beträgt 0,47 %. Die KA verfügt über eine sehr solideEigenkapitalausstattung mit regulatorischen Eigenmittel von EUR 378,4Mio. bzw. einem harten Kernkapital (Common Equity Tier 1) von EUR271,1 Mio.; auf dieser Basis ergibt sich zum 30. Juni 2015 eineGesamtkapitalquote von 26,7 % sowie eine harte Kernkapitalquote von19,1 % (31.12.2014: 24,8 % bzw. 18,4 %).Zwtl.: Teilverkaufsprozess der KAFür die KA war die erste Hälfte des Geschäftsjahres 2015 wesentlichvon der Umsetzung des Teilverkaufsprozesses geprägt. Wie mitAd-hoc-Mitteilungen vom 11. August 2014, 13. März 2015 sowie 26. Juni2015 avisiert, wird im Rahmen des Teilverkaufs die gesamteBetriebsorganisation der KA inkl. aller Tochtergesellschaften miteiner UGB-Bilanzsumme von ca. EUR 4,5 Mrd. im Wege einerverhältniswahrenden Abspaltung zur Neugründung auf eine neugegründete Gesellschaft (KA Neu) übertragen. Der nach Durchführungder Abspaltung verbleibende Teil der KA (KA Rest) mit einerUGB-Bilanzsumme von rund EUR 6,7 Mrd. wird auf die bestehende KAFinanz AG (KF) verschmolzen werden.Wie in der Ad-hoc-Mitteilung vom 13. März 2015 mitgeteilt, hat dieFinanzmarktbeteiligung Aktiengesellschaft des Bundes (FIMBAG), welche99,78 % der Aktien der KA treuhändig für die Republik Österreichhält, mit einem Käuferkonsortium - bestehend aus der englischenInterritus Limited und der irischen Trinity Investments Limited -einen Kaufvertrag über einen derartigen Teilverkauf der KAunterzeichnet.Mit den Beschlussfassungen des Aufsichtsrats der KA und der KF inderen jeweiligen Sitzung vom 26. Juni 2015 sowie der a. o.Hauptversammlungen der KA und der KF vom 27. Juli 2015 liegensämtliche für die Durchführung der Abspaltung zur Neugründung und derVerschmelzung der KA Rest auf die KF erforderlichen Organbeschlüssevor. Die Wirksamkeit des Kaufvertrages und die Durchführung derAbspaltung der KA zur Neugründung sowie der Verschmelzung der KA Restmit der KF unterliegen noch den aufsichtsrechtlichen Genehmigungendurch die zuständigen Behörden, welche für das zweite Halbjahr 2015erwartet werden.Mit Closing des Kaufvertrages werden die von der FIMBAG treuhändigfür die Republik Österreich gehaltenen 99,78 % der Anteile der KA Neuauf das Käuferkonsortium übergehen.Die KA Neu wird über eine sehr solide Kapitalausstattung verfügen,bei einer harten Kernkapitalquote von 19,0 % sowie einerGesamtkapitalquote von 26,2 %. Das Kreditportfolio der KA Neu wirdeine hohe Kreditqualität aufweisen, mit 98 % der Ausleihungen imInvestmentgrade-Bereich (davon AAA/AA 61 %) und einer NPL-Ratio von0,0 %. Das Durchschnittsrating des Portfolios wird A+ betragen. DasPortfolio ist durch die auf die KA Neu übertragenen passivseitigenPositionen voll refinanziert, sodass auf dieser Basis stabileErtragsverhältnisse erwartet werden.Nach Abschluss der Teilverkaufstransaktion werden die derzeit für dieKA bestehenden Auflagen der Europäischen Kommission (EK) für die KANeu nicht mehr bestehen. Die KA Neu wird in der Lage sein, ihreExpertise in der Strukturierung und Finanzierung vonInfrastrukturprojekten sowie im Förderungsmanagement ihrer breitenKundenbasis in Österreich und auf europäischer Ebene wieder ohneEinschränkungen zur Verfügung zu stellen.Zwtl.: TochterunternehmenDie 90%ige Tochtergesellschaft Kommunalkredit Public Consulting (KPC)managt Förderungsprogramme, insbesondere im Umwelt-,Wasserwirtschafts- und Energiebereich. Im ersten Halbjahr 2015 wurdenFörderungsmittel des Bundes und von Bundesländern in Höhe von EUR261,2 Mio. vergeben; gefördert wurden mehr als 45.400 Umwelt- undKlimaschutzprojekte, denen ein Investitionsvolumen von insgesamt EUR1,2 Mrd. zugrunde lag. Darüber hinaus wurde die KPC von der Weltbankmit der unabhängigen Verifizierung der neuen Pilot Auction Facilityfür Methanvermeidungsmaßnahmen beauftragt. Ziel der Weltbank ist es,Klimaschutzprojekte über einen neuartigen Auktionierungsmechanismuszu forcieren. Die Beauftragung der KPC ist eine Anerkennung ihrerinternationalen Klimaschutzkompetenz.Die Kommunalnet E-Government Solutions GmbH (Kommunalnet), eine45%ige Tochtergesellschaft, ist das elektronische Arbeits- undInformationsportal sowie das soziale Netzwerk der österreichischenGemeinden, Bürgermeister/innen und Gemeindebediensteten. Per 30. Juni2015 hat Kommunalnet 13.215 registrierte Nutzer aus rund 2.000österreichischen Gemeinden und Gemeindeverbänden. Damit verfügtKommunalnet über eine hohe Marktdurchdringung im Gemeindebereich von94,4 % und über eine einzigartige Stellung im österreichischen Markt.Zwtl.: BilanzstrukturDie IFRS-Bilanzsumme der KA-Gruppe beträgt zum 30. Juni 2015 EUR 12,0Mrd. und hat sich gegenüber dem 31. Dezember 2014 (EUR 12,6 Mrd.)durch aktive Maßnahmen zur Portfolioreduktion sowie infolge laufenderDarlehenstilgungen um 5 % reduziert. Die KA verfügt über eine solideEigenkapitalausstattung mit Eigenmittel von EUR 378,4 Mio.(31.12.2014: EUR 383,2 Mio.), einem harten Kernkapital von EUR 271,1Mio. (31.12.2014: EUR 285,0 Mio.); auf dieser Basis ergibt sich zum30. Juni 2015 eine Gesamtkapitalquote von 26,7 % sowie eine harteKernkapitalquote von 19,1 % (31.12.2014: 24,8 % bzw. 18,4 %). Derleichte Rückgang der Eigenmittel bzw. des Common Equity Tier 1 seitUltimo 2014 ergibt sich aus der um 10 % bzw. EUR 13,8 Mio.reduzierten Anrechenbarkeit des Partizipationskapitals von EUR 138,4Mio. gem. Art. 484 Abs. 3 iVm Art. 486 Abs. 2 und 5 lit. b CRR.Zwtl.: KreditqualitätDie hohe Qualität des Kreditportfolios reflektiert sich in einem 93,9%-Rating des Portfolios im Investmentgrade-Bereich, davon 62,7 %AAA/AA. Das kapitalgewichtete Durchschnittsrating für dasGesamtportfolio beträgt A+ (nach S&P-Ratingskala). Die KA verzeichnetim ersten Halbjahr 2015 keine Kreditausfälle. Das Non Performing Loan(NPL)-Ratio beträgt 0,47 %.Zwtl.: ErtragslageDas Periodenergebnis nach Steuern liegt zum Halbjahr bei EUR 11,0Mio. (HJ 2014: EUR 8,4 Mio.); vor Steuern bei EUR 8,6 Mio. (HJ 2014:EUR 11,0 Mio.). Das IFRS-Gesamtergebnis beläuft sich auf EUR 4,2 Mio.(HJ 2014: EUR 12,1 Mio.). Maßgeblich für das Ergebnis sind:Zinsergebnis mit EUR 10,6 Mio.; Provisionsergebnis mit EUR 8,0 Mio.;Handels- und Bewertungsergebnis mit EUR 10,3 Mio. DerVerwaltungsaufwand hat sich gegenüber der Vergleichsperiode desVorjahres um EUR 0,7 Mio. bzw. 3,1 % auf EUR 22,6 Mio. erhöht; dieErhöhung ist auf Einmalaufwendungen im Zusammenhang mit demTeilverkaufsprozess zurückzuführen; ohne diese hätte sich derVerwaltungsaufwand um 1,4 % reduziert. Für regulatorische Kostenwurden erstmals Rückstellungen für den nationalenBankenabwicklungsfonds, welcher gemäß BaSAG (Banken-Sanierungs- undAbwicklungsgesetz) ab 1. Jänner 2015 zu dotieren ist, im Ausmaß vonEUR 2,0 Mio. für das Gesamtjahr 2015 gebildet. Die finaleVorschreibung des auf die KA entfallenden Beitrages wird im 4.Quartal 2015 erwartet.Zwtl.: UGB/BWGDie Bilanzsumme der KA auf Einzelbasis nach UGB/BWG liegt zum 30.Juni 2015 bei EUR 10,9 Mrd. (31.12.2014: EUR 10,5 Mrd.). DasPeriodenergebnis nach UGB/BWG zum 30. Juni 2015 ist, wie im Vorjahr,ausgeglichen; dies nach Dotierung einer allgemeinen Risikovorsorgenach § 57 Abs. 1 BWG von EUR 0,9 Mio. Die Risikovorsorge nach § 57Abs. 1 BWG beträgt damit zum 30. Juni 2015 EUR 9,3 Mio. (31.12.2014:EUR 8,4 Mio.). Des Weiteren besteht zum 30. Juni 2015 eineunveränderte Risikovorsorge gem. § 57 Abs. 3 BWG in Höhe von EUR 32,0Mio. (31.12.2014: EUR 32,0 Mio.), sodass insgesamt eine allgemeineRisikovorsorge von EUR 41,3 Mio. (31.12.2014: EUR 40,4 Mio.) undsomit ein entsprechender Risikopuffer für allgemeine Bankrisikenbesteht.Zwtl.: RatingInfolge der Bank Recovery and Resolution Directive (BRRD), welcheeuropaweit von der EU in Kraft gesetzt wurde, bzw. deren nationalerUmsetzung über das in Österreich am 1. Jänner 2015 in Kraft getreteneBundesgesetz über die Sanierung und Abwicklung von Banken (BaSAG),wurden die Ratings der österreichischen Banken, so auch der KA, durchdie Rating-Agentur Fitch am 19. Mai 2015 neu bewertet; das Rating derKA wurde von A / F1 (langfristig / kurzfristig) auf BBB+ / F2herabgesetzt. Bezogen auf die Spaltung hat das Rating jenerbörsenotierten unbesicherten Anleihen, welche der KF zugeordnetwerden, einen stabilen Ausblick; alle anderen unbesicherten Anleihenwurden von Fitch mit "Rating Watch Negative" versehen.Die fundierten Anleihen (Covered Bonds) der KA werden von derRating-Agentur Moodys geratet und verfügen über ein Rating von Aa3mit Ausblick "Review for Downgrade". Der Rating-Vertrag mit Moodysfür unbesicherte Refinanzierungsinstrumente wurde mit Wirkung vom 20.Juni 2014 gekündigt; Moodys veröffentlicht jedoch weiterhin aufnicht beauftragter Basis (unsolicited) Ratings für unbesicherteInstrumente der KA. Dieses unsolicited Senior Rating wurde am 1. Juni2015 mit Ba3 festgelegt.Zwtl.: AusblickDie zweite Hälfte des Geschäftsjahres 2015 wird ebenso von derUmsetzung des eingangs geschilderten Teilverkaufsprozesses geprägtsein. Dieser wird nach den aufsichtsrechtlichen Genehmigungen durchdie zuständigen Behörden, welche im Laufe des zweiten Halbjahreserwartet werden, vollzogen. Die KA Neu wird in ihrer Geschäftspolitikden für Infrastrukturprojekte signifikant geändertenRahmenbedingungen voll Rechnung tragen. Diese Änderungen sindinsbesondere:- Die Verschuldungsgrenzen öffentlicher Haushalte sind im Zuge dererforderlichen Budgetkonsolidierungen zunehmend eingeschränkt, sodassdie Finanzierung von Infrastrukturprojekten über Haushaltskrediteimmer weniger möglich ist.- Aufsichtsrechtliche Bestimmungen für Banken, wie das Net StableFunding Ratio aus Basel III (reduzierte Möglichkeiten derFristentransformation), erschweren den Banken zunehmend das Haltenlangfristiger Aktiva bzw. werden langfristige Kredite wesentlichteurer.- Institutionelle Investoren haben aufgrund historisch niedrigerRenditen auf den Kapitalmärkten, mit Basiszinssätzen für 10-jährigeVeranlagungen derzeit bei 1,0 % bzw. 30-jährige Veranlagungen unter2,0 %, zunehmend das Erfordernis, ihre Veranlagungsformen zuerweitern. Öffentlichkeitsnahe Infrastrukturprojekte mit stabilenCashflows bieten dabei ein attraktives Zielsegment.Die KA verfolgt seit Beginn ihrer Restrukturierung im Jahr 2009 dasZiel, eine Brückenfunktion zwischen dem Bedarf von Projekterrichternmit entsprechendem Strukturierungs- und Finanzierungsbedarf sowieinstitutionellen Investoren (Versicherungen, Fonds etc.) mitVeranlagungsbedarf zu bilden. Dabei deckt die Bank v. a. dieStrukturierung von Projekten sowie die Finanzierung der Bauphasedirekt ab, während die langfristigen Finanzierungen in derBetriebsphase v. a. aus den Mitteln institutioneller Investorendotiert werden. Dieser geschäftsstrategische Ansatz wird auch von denzukünftigen Eigentümern der KA Neu geteilt, welche die Umsetzungdieser Geschäftspolitik mit ihren eigenen Ressourcen undMöglichkeiten verstärken werden. Das Management und die Mitarbeiterder KA Neu freuen sich auf diese neue Phase. Dabei stehen, wiebisher, die Segmente "Soziale Infrastruktur", "Energie und Umwelt"sowie "Verkehr" im Zentrum des Interesses.Bis zum Closing der Verkaufstransaktion ist die KA weiterhin an dieAuflagen der Abänderungsentscheidung der EK vom 19. Juli 2013gebunden. Gemäß diesen Vorgaben unterliegt die KA einemAusschüttungsverbot auf gewinnabhängige Eigenmittelinstrumente.Entsprechende Ad-hoc-Meldungen wurden am 31. März 2011 und am 19.Juli 2013 veröffentlicht. In den Ad-hoc-Mitteilungen vom 13. März2015 sowie 26. Juni 2015 wurde zudem die Abgeltung bestehenderGenussrechte (Partizipations-, Eigenkapital) im Rahmen der Spaltungzur Neugründung gemäß § 15 Abs. 5 SpaltG avisiert.Rückfragehinweis:Kommunalkredit AustriaMag. Marcus Mayer (Kommunikation & Marketing)Tel.: +43 (0)1/31 6 31-593 oder +43 (0)664/80 31631 593mailto:m.mayer@kommunalkredit.at; www.kommunalkredit.atDigitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/409/aom*** OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHERINHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT ***OTS0021 2015-08-28/09:14