So speichere das kriminaltechnische Institut im Landeskriminalamt schon seit längerem die DNA-Daten von Laborpersonal auf freiwilliger Basis zu Kontrollzwecken, sagte Rech. Über die Empfehlung, generell DNA-Profile von Polizeibeamten, die mit der kriminaltechnischen Spurensicherung betraut seien, in einer zentralen Datenbank zu speichern, müssten Gespräche geführt werden.
Außerdem würden DNA-Spuren bereits jetzt nur noch mit Wattestäbchen eines Herstellers gesichert, dessen Produkte mit Ethylenoxid sterilisiert seien. Die Qualität der Wattestäbchen werde regelmäßig geprüft. Die Beschaffung erfolge nur noch zentral durch das Logistikzentrum der Polizei.
Die Verbesserung der Qualitätsstandards bei der DNA-Analyse sei ein bundesweites Problem und beschränke sich keineswegs nur auf Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland, stellte Rech klar. Er habe die Empfehlungen des Expertenkreises «Qualitätssicherung bei der DNA-Analyse» dem Landtag übermittelt und werde dem Innenausschuss darüber am 24. März berichten.
In Heilbronn war 2007 eine 22-jährige Polizistin im Streifendienst mit einem Kopfschuss getötet worden. Im vergangenen Jahr wurde bekannt, dass die Ermittler bei der Suche nach den Mördern einem «Phantom» nachgejagt waren: Die an insgesamt 40 Tatorten sichergestellte DNA-Spur des vermeintlichen Täters war auf verunreinigte Wattestäbchen zurückzuführen.
Stuttgart (ddp-bwb)































