Der Autoclub AvD hat mit seiner bundesweit eingesetzten mobilen Teststation festgestellt, dass die Wartung der Bremsanlage von Autofahrern in diesem Punkt oft vernachlässigt wird. «In 80 Prozent der getesteten Fahrzeuge war die Bremsflüssigkeit mangelhaft und somit ein Sicherheitsrisiko», schildert AvD-Servicetechniker Gerhard Haubenreich seine Erfahrungen. Insbesondere bei älteren Autos von Fahranfängern und Auszubildenden sei die Mängelquote «besorgniserregend».
Die Bremsflüssigkeit sollte spätestens gewechselt werden, wenn ihr Wassergehalt so hoch ist, dass der Siedepunkt der Flüssigkeit einen gewissen Wert unterschreitet. Dies kann mit Testgeräten ermittelt werden. Die Bremsflüssigkeit hat die Aufgabe, den Pedaldruck über die Bremsleitungen an die Kolben in den Radbremszylindern zu übertragen, so dass die Bremsbeläge an die Bremsscheibe gedrückt werden. Da beim Bremsen Wärme entsteht und sich die Flüssigkeit damit aufheizt, sollte sie einen Siedepunkt von etwa 250 Grad Celsius aufweisen.
Durch den Wechsel von hohen und niedrigen Temperaturen entsteht Kondenswasser, das sich in der Bremsflüssigkeit sammelt und sie «altern» lässt. Zudem kann durch Schläuche oder Manschetten Wasser von außen ins System eindringen. Je weiter der Siedepunkt der Bremsflüssigkeit sinkt, desto geringer ist ihre Qualität und desto schlechter kann der vom Pedal ausgehende Bremsdruck an den Radbremszylinder übertragen werden - bis zum Totalausfall. Kritisch wird es, wenn die Bremsflüssigkeit einen Siedepunkt von 180 Grad unterschreitet.
ddp.djn/nom/hoe


























