Kim, Jong

Nordkorea bereitet sich auf einen Krieg mit Südkorea vor.

28.12.2023 - 07:56:07

Kim Jong Un ordnet verstärkte Kriegsvorbereitungen an. Machthaber Kim Jong Un rief das Militär zu verstärkten Vorbereitungen auf. Die Spannungen auf der koreanischen Halbinsel nehmen damit weiter zu.

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hat das Militär und die Rüstungsindustrie zu verstärkten Vorbereitungen für den Fall eines Kriegs auf der koreanischen Halbinsel aufgerufen. Bei der Jahresendsitzung der Zentralkomitees der herrschenden Arbeiterpartei des weithin isolierten Landes warf er den USA erneut vor, zusammen mit Verbündeten auf eine Konfrontation mit Nordkorea hinzuarbeiten.

Die militärische Situation habe einen extremen Punkt erreicht, wurde Kim von Staatsmedien zitiert. «Er legte die militärischen Aufgaben für die Volksarmee, die Munitionsindustrie, die Atomwaffen- und Zivilverteidigungsbereiche dar, die Kriegsvorbereitungen zu beschleunigen», hieß es.

Reaktion auf militärische Zusammenarbeit Südkoreas mit USA

Bei der mehrtägigen Parteisitzung in Pjöngjang, die am Dienstag begonnen hatte, geht es auch um die sicherheitspolitischen Ziele der selbst ernannten Atommacht für das nächste Jahr. Kim hatte bereits bei einem Treffen der zentralen Militärkommission der Partei im August angeordnet, die Kriegsvorbereitungen müssten offensiv vorangetrieben werden. Die damaligen Beschlüsse wurden auch als eine Reaktion auf die stärkere militärische Zusammenarbeit Südkoreas mit den USA gesehen. Beide Länder versteht Nordkorea, das wegen seines Atomwaffenprogramms internationalen Sanktionen unterliegt, als seine wichtigsten Feinde.

Die Spannungen haben zuletzt wieder deutlich zugenommen. Nach einer beispiellosen Serie von Raketentests im vergangenen Jahr hat Nordkorea auch in diesem Jahr wieder mehrfach atomwaffenfähige Raketen einschließlich Interkontinentalraketen getestet. Die USA und Südkorea vereinbarten im April, ihre Militärkooperation zu verstärken und unter anderem auch ihre gemeinsamen Militärübungen auszubauen.

@ dpa.de